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Geschätzte 20 Mio. Familien leben und arbeiten dort. Deshalb ist es recht und billig, dass moderne Technologien hier wie in städtischen Regionen nutzbar sind. Mit den neuen Medien verfügen wir erstmals in der Technikgeschichte über Technologien, die dem ländlichen Raum keine Ressourcen wegnehmen, also kein Verlust der landwirtschaftlichen Nutzfläche und keine massenhafte Abwanderung von Arbeitskräften in die großen Städte. Im Gegenteil: Die Arbeit kann dank Telearbeit im Dorf bleiben und der Computer im Stall und GPS auf dem Feld erleichtern die Arbeit enorm.
Bezogen auf den Alltag von LandFrauen und ihren Familien gehen uns die Veränderungen durch das Internet allerdings noch zu langsam voran. Es gibt technische Barrieren – zu wenig preiswerte Internetzugänge, zu wenig anwenderfreundliche Computertechnik – und auch mentale Hürden.
Mit dem Modellprojekt „Neue Medien für LandFrauen“ will der Land-Frauenverband hier den Wandel erreichen. Gefördert durch das BMFSFJ und den Europäischen Sozialfonds wurden 44 LandFrauen zu IT-LandFrauen qualifiziert. Sie erstellen Websites und halten Vorträge rund ums Internet. Parallel dazu wurde unter www.LandPortal.de ein Portal für Angebote von LandFrauen aufgebaut. Damit sollen LandFrauen motiviert werden, das Internet für sich zu nutzen.
Akzeptanz und Nutzung des Netzes betreffend haben wir mit dem Projekt einen Schub erreicht. Etwa 140 neue Websites sind in kurzer Zeit entstanden. LandFrauen kommunizieren selbstverständlich per E-Mail und erleben den praktischen Nutzen des Internet. Es ist nicht der Spaßfaktor, der am Ende überzeugt, sondern der alltägliche praktische Nutzen.