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Der ECDL - European Computer Driving Licence - auch für behinderte Menschen
Thomas Michel, Dienstleistungsgesellschaft für Informatik

Gemeinsam mit der Stiftung Digitale Chancen wird sich die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI) im Jahr 2006 um den Zugang von Menschen mit Behinderungen zu den ECDL-Prüfungszentren bemühen. Gefördert im Microsoft Programm Unlimited Potential sollen im Rahmen des auf mehrere Jahre angelegten Projekts die Prüfungsabläufe des ECDL für verschiedene Behindertengruppen angepasst und die Mitarbeitenden in den bundesweit rund 1.000 Prüfungszentren geschult werden. Für sie ist eine Sensibilisierung notwendig und eine Heranführung an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Deshalb wird neben der Gestaltung von zielgruppenspezifisch angepassten ECDL-Testsets auch ein Trainingscurriculum für die Weiterbildner und Prüfungsleiter in den ECDL-Prüfungszentren entwickelt. Insgesamt sollen dann rd. 30 Workshops im Verlauf des Jahres durchgeführt werden, in denen die Mitarbeitenden auch die von Menschen mit Behinderungen genutzten assistiven Technologien kennen lernen werden. Ziel ist es, behinderten Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihre persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit dem Computer in gleicher Weise zertifizieren zu lassen, wie dies für Menschen ohne Behinderungen mit dem ECDL längst zum Standard geworden ist.
Hintergrund dieser Maßnahme: Innerhalb Europas gibt es rund 37 Millionen Menschen mit einer Behinderung; allein in der Bundesrepublik sind weit über 170.000 schwerbehinderte Personen (Stand: 2003) registriert. Wie für den größten Teil der Beschäftigten insgesamt gilt auch für diese Gruppe als Voraussetzung für den Beruf, dass sie mit dem Computer als Arbeitswerkzeug und mit der modernen Büro-Kommunikations-Software qualifiziert umgehen können. Oft eröffnen erst moderne Computer-Arbeitsplätze neue Möglichkeiten einer qualifizierten Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen. Mehr als Nicht-Behinderte seien im Übrigen behinderte Menschen daran interessiert, die Gleichwertigkeit ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten nachzuweisen und zertifizieren zu lassen. "Dies begreifen wir als Herausforderung", unterstreicht DLGI-Geschäftsführer Thomas Michel. Um den ECDL sowohl für Menschen mit motorischen Einschränkungen als auch für Blinde, Sehbehinderte und Gehörlose anbieten zu können, sollen noch in diesem Jahr rund 400 ECDL-Weiterbildner und -Prüfungsleiter entsprechend qualifiziert werden. Das Weiterbildungspersonal müsse die Möglichkeiten zur Einrichtung barrierefreier Lern- und Arbeitsplätze kennen und die unterschiedlichen Bedürfnisse der verschiedenen Behindertengruppen verstehen.
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http://www.ecdl.de
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