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Internet und der ländliche Raum

Jürgen Krohn
Quelle: www.sachskulthuer.de vom 27.05.02

Die typischen Eigenschaften des ländlichen Raumes sind jedem Bewohner bewusst. Weite Wege und schwache Strukturen im Bereich Wirtschaft, Kultur und Verkehr sind charakteristisch für die ländlichen Gebiete. Diese Faktoren werden oft als negativ erlebt und vermindern die Lebensqualität auf dem Lande. Andererseits sind es gerade diese Merkmale, die seine Vorteile hervorbringen: Den hohen Erholungswert in naturnaher Landschaft, gesunde Lebensbedingungen, niedrige Lebenshaltungskosten, niedrige Boden- und Immobilienpreise und oftmals eine gesündere Sozialstruktur als in den Großstädten.Durch den Einzug des Internets, der damit verbundenen Technologien und Dienste ist es möglich, die Nachteile des ländlichen Raumes zu kompensieren und dessen Entwicklungschancen zu beeinflussen und zu erhöhen.Im Internet und seinen Möglichkeiten sehen wir von SACHSKULTHUER.DE genauso wie die EU, die sächsische und die thüringische Landesregierung ein enormes Entwicklungspotential für den ländlichen Raum und aus diesem Wissen heraus haben wir unsere Arbeit vor einem guten Jahr an unserer Onlinezeitung begonnen.Am Anfang hatten wir dieses Potential aber viel geringer eingeschätzt als wir es heute sehen. Durch die ständige Arbeit an dieser neuen Plattform für unsere Region, haben wir Möglichkeiten entdeckt die enorm sind und zu einer wirtschaftlichen Verbesserung unserer regionalen Situation beitragen können, die völlig unterschätzt wurden und leider immer noch werden. Dieses insbesondere von den Landkreisen, Städten und Gemeinden. Und genau hier liegt das Problem. Die enormen Vorteile werden nicht erkannt, oder nicht für ernst genommen. Eifersüchteleien sind an der Tagesordnung und Behörden wachen genau darüber, dass Fördermittel in ihren Reihen verbleiben und Personalstellen bei ihnen absichern.Es wird nur schwer anerkannt wie wichtig eine ordentlich konzipierte Plattform für den ländlichen Raum, besonders für unseren ist. Wir sind von Städten umschlossen, die viel Wirtschaftskraft durch ihr Angebot abziehen. Hier müssen wir ansetzen und durch Information unserer Firmen und Betriebe die Kaufkraft bei uns behalten. Meist liegt es nur daran, dass unsere Bevölkerung nicht weiß welche Produkte und Firmen es bei uns überhaupt gibt! Man muss nicht in die Städte fahren um gut und günstig einzukaufen!Zum Anderen können wir durch genaue Informationen die Städter aus ihren Städten zu uns locken. Dieses trifft im Besonderen auf den Tagestourismus zu, der langfristig zur Haupteinnahmequelle unserer Region steigen wird. Hier haben wir aber das Problem, das jeder Tourismusverband, jede Kleinstadt und Gemeinde seine eigene Informationspolitik betreibt. Dieses meist mit enormem Aufwand an finanziellen Mitteln. Hier wird das Internet jedoch noch meist sehr stiefmütterlich behandelt und in sehr schlechter Qualität angeboten. Die Nutzerfreundlichkeit spielt meist keine oder eine sehr geringe Rolle, Aufgaben werden oft doppelt oder mehrfach ausgeführt. So macht jeder seinen eigenen Terminkalender und das Ende vom Lied sind sehr schlechte Terminkalender, in denen nichts drinsteht und die Nutzer annehmen, in unserer Region sei nichts los! Dieses ist fatal!Durch unsere intensive Arbeit am Terminkalender, der sich zum größten und ausführlichten der Region entwickelt hat, konnte das Gegenteil der Bevölkerung vermittelt werden. Sie sieht jetzt an hunderten von Einträgen, was bei uns wirklich los ist, nämlich eine ganz gewaltige Menge! Unser ausführlicher Terminkalender könnte problemlos von allen genutzt werden und so Kosten und Arbeitszeit eingespart werden. Auch von den Städten und Gemeinden.Wir sehen es als äußerst wichtig an, eine starke Plattform aufzubauen, wie wir sie in www.sachskulthuer.de sehen und finden, denn es bringt nichts mehr wenn jeder eine eigene Homepage entwickelt und keiner weis das es sie gibt. Zudem der Nutzer heute nicht mehr gewillt ist sich durch mehrere verschieden im Aufbau aufgebaute Homepages zu klicken. Er will eine einheitliche Benutzeroberfläche. Diesem haben wir Rechnung getragen und eine durchgängig einheitliche Benutzeroberfläche entwickelt, die sich den aller meisten Anforderungen anpasst und es ermöglich Kooperationen mit anderen (Firmen, Vereinen, Städten, Gemeinden, Museen usw.) zuzulassen. Anzusehen ist dies schon bei den vielen vorhandenen Plattformen, wie Musikclubs unserer Region, Galerien, Museen, Schlösser und Burgen, Unterirdisches und ganz neu bei unserem hochwertigem Gastroführer, den wir gerade mit Infos füllen.Eine sehr wichtige Rolle spielt eine Onlinezeitung und Plattform wie wir im Bereich der Weggezogenen, die einen ständigen aktuellen Kontakt und eine Informationsmöglichkeit zu ihrer geliebten, alten Heimat suchen. Wir können dieses 24 Stunden am Tag bieten. Aus vielen Mails und Gästebucheinträgen wissen wir auch wie sehr dieses genutzt wird. Zudem sind diese Personen in Verbindung mit den Informationen aus SACHSKULTHUER.DE die besten Tourismusbotschafter die wir uns für die Region wünschen können. Denn keiner kann besser unsere Region ihren neuen Bekannten rüberbringen als sie selbst, wenn sie das richtige Informationsmaterial dazu in den Händen haben. Dieses wurde von den Tourismusverbänden bis heute leider nicht erkannt!Tourismus und Fremdenverkehr profitieren im Besonderen von der preisgünstigen und aktuellen Werbung und Präsentation im Internet. Die kostenintensive Herstellung und der Versand von Printmedien kann reduziert werden. Informationen werden nicht durch pauschale Imageprospekte verteilt, sondern können gezielt zu jeder Tages- und Nachtzeit abgerufen werden. Hier liegt ein gewaltiges Entwicklungspotential!So spricht man heute von virtuellen Marktplätzen im Internet, die diese Dienste und Angebote zusammenfassen. Wie auf einem Marktplatz in früheren Zeiten findet der Nutzer unter der Internet-Adresse seines Ortes oder seiner Region ein breites Produkt- und Dienstleistungsangebot der einheimischen Unternehmen, die neuesten Meldungen, Spiel und Spaß. Der entfernt wohnende Tourist kann sich ein umfassendes Bild von den Möglichkeiten der Unterbringung und Freizeitgestaltung machen. Und genau diese Zielsetzung hat SACHSKULTHUER.DE sich auf die Fahne geschrieben und schon umgesetzt. Momentan stehen schon über 4.500 Infoseiten zur Verfügung und täglich werden es mehr. Durch die Tagesaktualität erweckt das Medium immer größeres Interesse und der Bekanntheitsgrad steigt. So hat SACHSKULTHUER.DE im Mai wöchentlich je über 70.000 Zugriffe erzielt und die Tendenz ist stark steigend.Während in den Ballungsräumen und Städtischen Gebieten die Verflechtung zwischen Wirtschaftsentwicklung und den so genannten "weichen" Faktoren, wie Wissenschaftsnähe, kulturelle Ausstattung, Imagefragen und soziale Problemlösungen, längst selbstverständliche Realität geworden ist, ist es in der Regionalpolitik für ländliche Räume, wie dem unseren, es bislang nicht gelungen, hier eine Zusammenführung und schließlich gemeinsame Förderung organisatorisch zu bewältigen.Dieses wird durch die Landes und Kreisgrenzen noch erheblich erschwert! Wegen der noch immer vorherrschenden in Bereichen getrennten Denkweise, mangelt es nach wie vor an Verbindungen zwischen regionaler Wirtschaft, Kulturlandschaft, Land- und Forstwirtschaft und regionaler kultureller Identität. Obwohl gerade in deren Vernetzung enorme ungenutzte Reserven für neue Einkommensquellen liegen, und andere haben wir in unserer Region kaum, wenn wir ehrlich zu uns sind!Auf staatlicher Seite passiert hier gar nichts, außer Lippenbekenntnissen. SACHSKULTHUER.DE hat nicht gewartet sondern einfach angefangen und viele Vernetzungen schon erzielt oder angeschoben. Wir können belegen wie durch unsere Informationen bestimmte Sehenswürdigkeiten mehr Zuspruch erfahren haben und Veranstaltungen intensiver genutzt werden, so dass sich die Wirtschaftlichkeit sichtbar erhöht hat. In diesem Bereich liegen aber noch kaum absehbare weitere sich positiv auswirkende Möglichkeiten!Wir sehen in Kooperationen, Partnerschaften und gemeinsamem Handeln auf regionaler Ebene die notwendigen Schritte für eine erfolgreiche Zukunft unserer ländlichen Region mit ihren Kleinstädten und Gemeinden, die die selben Problematiken aufweisen. Daher ist eine gemeinsame Informationsquelle, die Länder, Kreis- und Mediengrenzen überschreitet von besonderer Bedeutung. Sie vermittelt wieder ein Wertgefühl, das so schon lange nicht mehr gefördert wurde. Um dieses noch weiter voran zu treiben, müssen auch die staatlichen Stellen von der Leistungsfähigkeit unserer Online-Plattform überzeugt werden. Aber ohne Druck von Oben sehen wir hier keine Veränderungen.Viele Probleme unserer Zeit lassen sich von Staatsgrenzen nicht stoppen, geschweige denn von Gemeinde- und Dorfgrenzen, und können nur im Verbund gelöst werden.Wir bieten mit unserer Onlinezeitung die Möglichkeit viele weite Projekte einzubinden, die in Kooperation entstehen können. So kann aus der Berichterstattung über Bauernmärkte ein eigener Direktvermarktershop entstehen, für musikalische Künstler ein CD-Shop (technische Grundlagen wurden schon gelegt), ein Ticketservice in Verbindung mit unserem ausführlichen Veranstaltungskalender (der speziell auf die vielen kleinen Veranstalter ausgerichtet ist!), eine Modeplattform die unsere ehemalige Textilregion wieder etwas sichtbarer macht und Absatzmöglichkeiten bietet. Eine Gastronomieplattform die einen hochwertigen Gastroführer beinhaltet, der mit Verlinkungen aus der Zeitung arbeitet, wie es sonst nicht möglich ist. Hier im Besonderen bei Terminen, Berichten, Sehenswürdigkeiten usw.


Im Angebot der SDC seit 22.08.02 (pko)

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