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Die Altersstruktur der Onliner: Langsame Verschiebung zugunsten der Älteren

Michael Doh, Deutsches Zentrum für Alternsforschung (DZFA)
Quelle: Seven One Interactive GmbH / forsa. und DZFA vom 30.07.03

Die Alters-Zusammensetzung der Onlinergemeinde hat sich in den letzten Jahren verändert. Entfielen laut der ARD/ZDF-Online-Studie 1997 gerade einmal 9% aller Onliner auf die Altersgruppe 50+, so sind es 2002 immerhin schon 17%. Allerdings stagnierte dieser Wert seit 1999. Die Jahres-Auswertungen der letzten Erhebung von 2003 liegen von dieser Studie noch nicht vor, aber es scheint, als dass seit letztem Jahr weitere Zuwächse bei den SeniorInnen deren Anteil vergrößert hat. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlich erhebenden @facts-Studie.
Struktur@facts"
Demzufolge betrug 2001 der Anteil der Gruppe 50+ wie in der ARD/ZDF-Studie 17% unter den Onlinern, im Oktober 2002 wuchs dieser Wert auf 18,6% und im Mai 2003 auf erstmals über 20%. Bei aller Vorsicht dieser Ergebnisse - denn es finden sich nicht unerhebliche monatliche Fluktuationen - lässt sich doch ein Trend aufzeigen, derzufolge eine langsame aber kontinuierliche Alterung der Internetnutzerschaft stattfindet.
Laut der dem N(O)nliner-Atlas 2003 beträgt derzeit das durchschnittliche Onliner-Alter 37,7 Jahre (2002: 36,6 Jahre).

Konsequenterweise ist bislang genau die Altersgruppe 30-39 Jahre auch am stärksten unter den Onlinern vertreten, allerdings hat deren Gewicht in den letzten Jahren abgenommen: Von 28% 2001 auf 25,1% 2003. 1997 waren es noch 35%.
Die noch jüngeren Altersgruppen haben auch über diesen Zeitraum leicht an Gewicht verloren - lediglich die jüngste Altersgruppe verzeichnete zwischen 1997 und 2002 Zuwächse (ARD/ZDF-Online-Studie).

Umgekehrt finden sich zwischen 2001 und 2003 die größten Gewichtszunahmen in den Gruppen der 40-49jährigen (plus um 3 Prozentpunkte) und der 60-69jährigen (plus um 2,5 Prozentpunkte). Problematisch bleibt weiterhin die älteste Seniorengruppe der 70+. Hier zeigt sich ein sehr bescheidener Zuwachs um 0,5 Prozentpunkte.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Onlinegemeinde in den letzten Jahren gealtert ist und auch weiterhin altern wird.
Doch darf man nicht außer Betracht lassen, dass die überdurchschnittlichen absoluten Zuwachszahlen bei den SeniorInnen keineswegs auch zu überdurchschnittlichen relativen Zuwächsen unter den SeniorInnen geführt haben.

Die Diffusion an Onlinern ist in den jüngeren Altersgruppen massiver fortgeschritten als bei den SeniorInnen, die sogenannte ‚digitale Kluft’ hat zwischen alt und jung zu- statt abgenommen:
Derzeit sind knapp ein Viertel aller Personen ab 50+ Onliner und nahezu drei Viertel aller Personen zwischen 14 und 49 Jahren.
Alter@facts"

Mehr zu dem Aspekt der zunehmenden ‚digitalen Kluft’ zwischen alt und jung: Artikel

Im Angebot der SDC seit 05.08.03 (mdo)

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