In Deutschland leben rund 2,5 Millionen türkischstämmige Migrantinnen und Migranten. Eine Untersuchung des Zentrums für Türkeistudien der Universität Essen im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) kommt zu zwei zentralen Ergebnissen: Rund 90 Prozent der türkischstämmigen Migranten interessieren sich für Umweltthemen und sehen den Umweltschutz als wichtige politische Aufgabe an. Diese ausgesprochen positive Aussage wird allerdings relativiert, denn: Die Zuwanderer weisen ein erhebliches Informationsdefizit beim Thema Umweltschutz auf. Somit fehlen ihnen oft die Voraussetzungen, um ihr Umweltbewusstsein im Alltag praktisch umsetzen zu können.
Wie gravierend der Informations- und Aufklärungsbedarf ist, zeigt eine für die Studie durchgeführte Repräsentativumfrage. Rund 97 Prozent der Befragten gaben an, sie würden bei sich selbst Informationsdefizite beim Thema Umweltschutz sehen. Experteninterviews bestätigten diese Ergebnisse. Vor allem bei komplexen Umweltfragen sind erhebliche Informations- und Wissensmängel festzustellen.
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