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Hinter Gittern: E-Learning zur Reintegration

HOPE (übersetzt von Anne Bausch)
Quelle: IST-Results vom 08.10.03

Rehabilitation und Reintegration sind die beiden wichtigsten Ziele der Vollzugsanstalten in Europa. Um diese Ziele zu erreichen, ist Bildung von entscheidender Bedeutung. Um den Häftlingen die Kompetenzen zu vermitteln, mit denen sie produktive Mitglieder der Gesellschaft werden können, wurde eine innovative Multimedia-Plattform für Weiterbildung auf elektronischem Wege entwickelt, die in zwei Gefängnissen getestet wird.

Laut der HOPE-Projektleiterin Laura Martín Aguado von SchlumbergerSema in Spanien ist die Multimedia-Aus- und Weiterbildung ein wichtiger Schritt weg von den traditionellen Lernmethoden, die nicht motivieren und daher auch nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Das vom IST-Programm finanzierte HOPE-Projekt führte kürzlich eine Serie von Tests mit Prototypen seiner innovativen Multimedia-Plattform an zwei Gefängnissen in Spanien und Griechenland durch, bei denen junge Straftäter speziell auf sie zugeschnittene Kurse erhielten, mit deren Hilfe sie die Fähigkeiten erwarben, mit denen sie nach der Entlassung eine Stelle finden können.

"Bei den Tests führten wir zwei Kurse durch, einen über die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt und den anderen über Multimedia. Beide wurden sowohl von der Gefängnisverwaltung als auch von den Insassen selbst sehr gut aufgenommen", erläuterte Martín Aguado.

Aus Sicherheitsgründen ist die E-Training-Plattform von HOPE um ein sicheres und in sich geschlossenes Intranet aufgebaut, das einen zentralen Server mit den Computern der Schüler im Lernzentrum des Gefängnisses verbindet, in dem immer jemand anwesend ist, der die Aufsicht führt und helfen kann. Obwohl ein Kontakt mit der Außenwelt nicht möglich ist, fühlten viele Schüler sich, - alle um die zwanzig Jahre alt und die meisten mit geringem Bildungsstand - als könnten sie wie "draußen" agieren.

"Indem man den Insassen, insbesondere jugendlichen Straftätern, praktische und nützliche Lernmethoden anbietet, sind sie motiviert zu lernen", erklärt Martín Aguado. "Und daher sind sie auch motiviert, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren."

Laut Untersuchungen, die nach den Fortbildungskursen durchgeführt wurden, sagten alle 20 Schüler, die an den Tests in Spanien und Griechenland teilgenommen haben, sie hätten etwas gelernt, und die Mehrheit gab an, sie seien an einer weiteren Nutzung der HOPE-Plattform für ihre weitere Bildung interessiert. "Weil es Multimedia ist, ist es für das Lernen viel attraktiver als das Lesen von Lehrbüchern", stellt Martín Aguado fest. "Auch die Nutzung ist einfach, und weil die Schüler in Gruppen lernen, werden auch die sozialen Fähigkeiten verbessert."

Die Vollzugsanstalten, in denen die Versuche durchgeführt wurden, das Centro Penitenciario Madrid VI in Spanien und die Jugendvollzugsanstalt Avlona in Athen, Griechenland, nutzen weiterhin die HOPE-Plattform und bemühen sich, traditionelle, auf Büchern basierende Kurse an die Multimedia-Schnittstelle der Plattform anzupassen. Andere europäische Gefängnisverwaltungen haben ebenfalls ihr Interesse an dem System zum Ausdruck gebracht.


Mehr erfahren Sie unter:
http://istresults.cordis.lu/index.cfm?section=news&tpl=news&ID=56994

Im Angebot der SDC seit 22.10.03

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Internationale Aspekte, Mediennutzung durch sozial Benachteiligte / Aktivitäten für sozial Benachteiligte, Mediennutzung durch Risikogruppen / Aktivitäten für Risikogruppen, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, E-Learning




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