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Afro-Amerikaner schaffen sich eine Online-Identität

Robyn Greenspan, übersetzt von Anne Bausch
Quelle: Cyberatlas vom 26.09.03

Man kombiniere einen phänomenalen Anstieg der Kaufkraft mit einer wachsenden Bevölkerung und einer Zunahme der Internetdurchdringung, dann hat man einen wertvollen demographischen Markt. Der Bevölkerungsteil der Afro-Amerikaner ist stark im Internet vertreten und schafft seine eigene einzigartige Identität.

Eine Untersuchung des Selig Center for Economic Growth, Terry College of Business, Universität von Georgia, kam zu dem Ergebnis, dass die Kaufkraft der Afro-Amerikaner von 688 Milliarden Dollar im Jahr 2002 auf 921 Milliarden Dollar im Jahr 2008 hochschnellen wird; dann werden fast 9 Cent eines jeden Dollars von einem afro-amerikanischen Verbraucher ausgegeben.

Im Vergleich: Die Kaufkraft der weißen Bevölkerungsgruppe wird bis 2008 die 8,50 Billionen Dollar erreichen, was einer Zunahme von 25,9 Prozent gegenüber 2003 entspricht, während die Afro-Amerikaner in der gleichen Zeit eine Zunahme von 34 Prozent aufweisen.

Jupiter Research (eine Abteilung der Mutterfirma dieser Website) schätzt, dass die Afro-Amerikaner ca. 8 Prozent der Internetnutzer ausmachen; diese Gruppe wird bis 2007 die zweithöchste Internetdurchdringungsrate der USA aufweisen.

Internetdurchdringung in den U.S. nach Ethnizität der Haushalte in %
  2001 2007
Kaukasier u.a. 62 81
Afro-Amerikaner 45 69
Hispanier 45 68
Asienstämmige Amerikaner 63 82
Quelle: Jupiter Research


Afro-Amerikaner verbringen eine beträchtliche Zeit online, denn Nielsen/NetRatings stellte fest, dass ihre Internetnutzung im Januar 2003 nur geringfügig hinter der der gesamten das Internet nutzenden Bevölkerung lag.

Internetnutzung Afro-Amerikaner vs. Gesamtbevölkerung, Januar 2003
  Zeit Sitzung Seiten
Afro-Amerikaner 44 Std. 42 1.186
Internetnutzer insgesamt 50 Std. 52 1.444
Quelle: Nielsen/NetRatings


Laut einer Untersuchung von America Online, Inc., beruht diese Zunahme nach demographischer Zugehörigkeit auf einer stärkeren Neigung zum Online-Kauf bestimmter Dinge als es bei den übrigen Internetnutzern der Fall ist. Afro-Amerikaner kaufen mehr Kleidung online als auf dem allgemeinen Internetmarkt üblich (48 % im Vergleich zu 41 %), ebenso mehr Musik und Videos (44 % gegenüber 39 %). Afro-Amerikaner hören auch mehr Musik online und schauen Videos online als allgemein der Online-Markt.

Insgesamt stellte das Selig Center for Economic Growth fest, dass Afro-Amerikaner eher mehr für Telefondienstleistungen, Elektrizität und Gas, Kinderkleidung und Schuhe ausgeben.

Die Untersuchung von AOL ergab, dass afro-amerikanische Internetsurfer mehr Breitbandverbindungen nutzen als die Internetnutzer allgemein – 43 % gegenüber 36 % - und dass sie mit 27 % höherer Wahrscheinlichkeit innerhalb des nächsten Jahres eine Breitbandverbindung bekommen.

Kaufleute sollte daran denken, dass die meisten Afro-Amerikaner Online-Werbung lesen und dass 46 % sie informativ finden – im Gegensatz zu 26 % der Gesamtbevölkerung. Auch sagen fast drei Viertel der Afro-Amerikaner, das Internet habe positive Auswirkungen auf ihre Kinder.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.cyberatlas.internet.com

Im Angebot der SDC seit 27.10.03

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