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Höhere digitale Spaltung in Osteuropa hat Konsequenzen auf dem Arbeitsmarkt
der Europäischen Kommission

Die Tatsache, dass die EU-Beitrittsländer bei der Einführung der neuen Technologien etwas hinterherhinken, wirkt sich auch auf die beschäftigungsstruktur in diesen Ländern aus. Dies geht aus einem neuen Bericht von Eurostat hervor.
2002 waren in der EU 163 Millionen Menschen erwerbstätig. Davon waren 7,4% im Hochtechnologiebereich des Verarbeitenden Gewerbes und 33,3% in wissensintensiven Dienstleistungssektoren beschäftigt. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,1% hat die Beschäftigung im wissensintensiven Dienstleistungsbereich der EU zwischen 1997 und 2002 stark zugenommen. Auch im Hochtechnologiebereich des verarbeitenden Gewerbes ist sie in diesem Zeitraum gestiegen, mit durchschnittlich +0,9% pro Jahr jedoch etwas verhaltener.
In den EU-Beitrittsländern sind zwischen 1,1% und 9,2% aller Beschäftigten im Hochtechnologiebereich des Verarbeitenden Gewerbes tätig. Auf die wissensintensiven Dienstleistungen entfallen zwischen 22,8% und 30,9%. Was die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten für den Zeitraum 1997-2002 angeht, so bestehen große Unterschiede zwischen den Ländern: beim Hochtechnologiebereich des verarbeitenden Gewerbes schwanken sie zwischen -10,7% und +25,4%, bei den wissensintensiven Dienstleistungen zwischen -1,0% und +8,0%.
Auf regionaler Ebene lag Deutschland mit 13 der 20 in der Hochtechnologieindustrie führenden Regionen vorn, während bei den wissensintensiven Dienstleistungen das Vereinigte Königreich mit 6 von 20 Regionen Spitzenreiter war.
Diese und alle weiteren Informationen sind einem auf Daten der letzten gemeinschaftlichen Arbeitskräfteerhebung basierenden Bericht entnommen, der von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlicht wurde. Einige Deteils werden hier wiedergegeben:
Mehr als 40% der Erwerbstätigen der EU in Hochtechnologie- und wissensintensiven Sektoren beschäftigt
2002 waren in der EU 12 Millionen Menschen im Hochtechnologiebereich des verarbeitenden Gewerbes tätig. In Deutschland war der Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten mit 11,4% am höchsten, gefolgt von Italien und Finnland mit jeweils 7,4%. Bei den Beitretenden Ländern war Slowenien mit einem Anteil von 9,2% führend. Doch auch die Tschechische Republik (8,9%), Ungarn (8,5%) und die Slowakei (8,2%) erreichten Werte über dem EU-Durchschnitt (7,4%).
Von den 111 Millionen Beschäftigten, die in der EU im Dienstleistungsbereich arbeiten, sind 54 Millionen in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen tätig. In Schweden sind es 47,0% aller Beschäftigten, in Dänemark 44,0% und im Vereinigten Königreich 40,8%. Bei den Beitretenden Ländern lag 2002 die Tschechische Republik mit 1 138 Tausend Erwerbstätigen im wissensintensiven Dienstleistungsbereich, d. h. einem Beschäftigungsanteil von 23,9% , an der Spitze, gefolgt von Ungarn mit 1 016 Tausend Erwerbstätigen (26,4% aller Beschäftigten). Den höchsten Beschäftigungsanteil im wissensintensiven Dienstleistungsbereich hatte mit 30,9% allerdings Estland zu verzeichnen.
Deutsche Regionen bei Beschäftigung in der Hochtechnologieindustrie führend
Der Beschäftigungsanteil im Hochtechnologiebereich des Verarbeitenden Gewerbes sieht in den EU-Regionen sehr unterschiedlich aus. Er reicht von 0,8% in Extremadura (Spanien) bis 21,2% in Stuttgart (Deutschland). Am größten sind die regionalen Unterschiede in Deutschland (4,7% in Mecklenburg-Vorpommern und 21,2% in Stuttgart), Frankreich (2,2% im Languedoc-Rousillon und 17,4% in der Franche-Comté) und Italien (1,6% in Calabria und 13,2% in Piemonte).
Bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Beschäftigtenzahl, des prozentualen Anteils an der Gesamtbeschäftigung, und der jahresdurchschnittlichen Wachstumsraten, lagen 13 der 20 besten Regionen der Hochtechnologieindustrie in Deutschland. Frankreich und Italien stellten jeweils 2 der 20 bestplatzierten Regionen.
Vereinigtes Königreich: Regionen bei Beschäftigung in der wissensintensiven Dienstleistungen führend
Der auf wissensintensive Dienstleistungssektoren entfallende Anteil an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen schwankte 2002 zwischen 11,1% in Sterea Ellada (Griechenland) und 59,1% in Inner London (Vereinigtes Königreich). Die größten Unterschiede waren im Vereinigten Königreich (zwischen 28,5% in Cumbria und 59,1% in Inner London), Deutschland (zwischen 24,3% in der Oberpfalz und 45,1% in Berlin) sowie in Finnland (zwischen 35,0% in Etelä-Suomi und 56,0% in Åland) festzustellen.
Bei vergleichbarem Ranking hinsichtlich der wissensintensiven Dienstleistungen, dominieren bei den 20 führenden Regionen das Vereinigte Königreich (6), Deutschland (3), die Niederlande und Schweden (je 2).
Umfangreichere Statistiken sind auf der Webseite der Europäischen Kommission erhältlich
Mehr erfahren Sie unter:
http://europa.eu.int/rapid/start/cgi/guesten.ksh?p_action.gettxt=gt&do c=STAT/03/127|0|RAPID&lg=DE&display=
Im Angebot der SDC seit 11.11.03 (tsc)
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