In Kuba sind Internet-Terminals eher für Touristen gedacht, Einheimische müssen sich mit dem Telefon als Kommunikationsmittel begnügen. Die Regierung hat ein neues Gesetz verabschiedet, das den Einheimischen den Zugang erschwert.
Nur diejenigen, die autorisiert sind, das Internet von zu Hause aus zu nutzen (Beamte, Parteifunktionäre und Ärzte) werden in Zukunft dazu in der Lage sein. Das staatliche Telefonunternehmen Etesca wird technische Mittel entwickeln, um den Zugang zu kontrollieren und zu erschweren.
Dieses Gesetz, das am 10. Januar in Kraft trat, wird Tausende von Kubanern treffen, die das Internet von zu Hause aus nutzen.
Die Regierung begründet den Schritt als notwendig, um "den Dial-up Zugang zu regulieren, das Knacken von Passwörtern zu unterbinden und böswillige Taten und betrügerischen und nicht autorisierten Gebrauch dieses Service zu unterbinden".
Schon bisher war der Zugang nicht einfach. Vor einem Jahr war ein Gesetz erlassen worden, das Internetzugang hauptsächlich über einen teureren Telefonservice, der über Dollar abrechnete, ermöglichte - und bereits dieser war für gewöhnliche Kubaner nicht ohne weiteres zugänglich. Wer den Service nicht hatte, konnte höchstens noch über spezielle Karten der Telefongesellschaft Zugang finden und nur teilweise hatten die Menschen auch bei der Arbeit oder an Schulen Zugang.
Daher entwickelte sich ein Schwarzmarkt für Computer und Internet-Accounts und genau diesen nimmt das neue Gesetz ins Visier. Durch das frühere System hatten die Menschen auch Zugang zu westlichen Medien und Nachrichten, denn internationale Fernsehkanäle sind nur in Luxushotels vorhanden.
Es wird nun auch befürchtet, dass das neue Gesetz sich auch schädlich auf Kubas einzige Devisenquelle auswirkt: den Tourismus. Viele Kubaner/innen haben nämlich private Übernachtungsmöglichkeiten über das Internet angeboten.
Kubanische Quellen ?
Es ist nicht ganz einfach, kubanische Webseiten zu finden wie die
offizielle Regierungsseite, auf der es auch einige Links gibt, oder wie
Digital Granma Internacional (auch mit deutschsprachigen Meldungen).