Seit Dezember 1998 befragt das Marktforschungsinstitut forsa. im Auftrag der SevenOne Interactive monatlich telefonisch etwa 10.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland zu ihrem Internet-Nutzungsverhalten.
Im Dezember 2003 nutzten 54,5% der Deutschen ab 14 Jahren das Internet innerhalb der letzten 12 Monaten - soviel wie noch nie zuvor. Dies entspricht etwa 35 Millionen Onliner. Damit ist die Internet-Penetrationsrate im Vergleich zum Vormonat relativ stark um etwa 600.000 User angestiegen - wohl auch als Folge des Weihnachtsgeschäfts.
Zu den Internetnutzern zählen hochgerechnet 19,8 Millionen Männer und 15,2 Millionen Frauen. Damit ist in den letzten beiden Monaten bei den Männern mit 1 Million hinzugekommenen Onlinern ein relativ großer Anstieg zu verzeichnen, bei den Frauen blieben die Werte konstant. Im Jahr 2003 nahm die Gesamtzahl bei den Männern um 1,5 Millionen zu, bei den Frauen etwas weniger: 1,1 Millionen.
Die Internetpenetration ist auch bei den Männern mit 63,5% höher als bei den Frauen mit 45,9%. Im Jahr 2003 stiegen die Werte bei den Männer um 4,6 Prozentpunkte, bei den Frauen um 3,4 Prozentpunkte.
Damit hat sich im Jahr 2003 die "digitale Kluft" zwischen den Geschlechtern weiter vergrößert.
Nach Altersgruppen betrachtet, weist unverändert das höchste Internetdiffusionsniveau die Gruppe der 14-19jährigen auf: 88,4%. Mit zunehmenden Alter nimmt das Niveau kontinuierlich ab. Während die 20-29jährigen ebenfalls eine Internetpenetration von über 80% aufweisen, liegt diese bei den 30-39jährigen bei etwas über 70% und bei zwei Drittel bei den 40-49jährigen. Ein deutliches Gefälle zeigt sich zu der Gruppe ab 50 Jahren, die lediglich ein Onliner-Anteil von 26,2% besitzt.
Von den 35 Millionen Internetnutzern entfallen 8,9 Millionen auf die 30-39jährigen; die zweitgrößte Gruppe stellen die 40-49jährigen dar mit 7,9 Millionen; bereits an dritter Stelle kommt die Gruppe 50+, die derzeit 7 Millionen Onliner haben. Es gibt seit Februar 2003 mehr Silver-Surfer als 20-29jährige Onliner (6,6 Millionen) und seit ca. September 2000 auch mehr Silver-Surfer als 14-19jährige Onliner (4,8 Millionen).
Vom Anstieg an Onlinern zum Vormonat profitierte vor allem die Altersgruppe der 20-29jährigen (+0,9 Mio.). Einen leichten Rückgang von 0,3 Mio. Personen gab es in der Gruppe 50+.
Betrachtet man das ganze Jahr 2003, so gab es 2,6 Millionen hinzugewonnene Onliner und die Internetpenetration stieg von 50,4% um 4,1 Prozentpunkte. Im Jahr 2002 betrug der absolute Zuwachs noch 3,4 Mio. und 5,1 Prozentpunkte, 2001 noch 5,7 Mio. und 9 Prozentpunkte:
Der degressive Verlauf der Wachstumskurve hält also weiter an, was auf das Erreichen einer allmählichen Sättigungsgrenze hinweist.
Die größten Gewinne verzeichnet dabei die
Altersgruppe 40-49 Jahre mit einem Zuwachs von 1,3 Millionen Onlinern und 7,3 Prozentpunkten sowie die
neuen Bundesländer, die mit 1,6 Millionen Onlinern absolut mehr Personen hinzugewonnen haben, als die alten Bundesländer mit 1,1 Millionen. Auch stieg deren Internetdiffusionsniveau überdurchschnittlich um 7,4 Prozentpunkte auf 51% (Westen: um 3 Prozentpunkte auf 55,3%).
Überdurchschnittliche Zuwächse gab es auch in der jüngsten Altersgruppe (14-19 Jahre) mit 0,8 Millionen und 5,3 Prozentpunkten in der Internetpenetration. Die Gruppe 50plus hat ebenfalls im Jahr 2003 0,8 Millionen "neue" Onliner hinzubekommen, doch wirkte sich dies auf die Internetdiffusion geringer aus (Anstieg von 23% um 3,2 Prozentpunkte). Die Altersgruppen 20-29 Jahre und 30-39 Jahre hatten sogar Rückgänge in diesem Jahr zu verzeichnen (-0,3 Mio. bzw. -0,1 Mio.), dennoch erhöhte sich das jeweilige Internetdiffusionsniveau um 3,8 bzw. 1,7 Prozentpunkte.
Das jeweilige Diffusionsniveau an Onlinern wird folglich in einem nicht zu unterschätzendem Maße auch durch die Bevölkerungsentwicklungen moderiert. Der demographische Wandel, infolge dessen es immer weniger jüngere und immer mehr ältere Menschen gibt, macht sich also auch in diesen Daten bemerkbar.
Die aktuellen Ergebnisse können direkt heruntergeladen werden unter:
@facts monthly - Dezember.
Hier gibt es weitere Ergebnisse speziell zu älteren Menschen:
Sonderauswertung 50plus
Hier gibt es weitere Ergebnisse speziell zu Frauen:
Sonderauswertung Frauen