|
![]() |
|
||||
|
Start |
||||||

Erfahrungen und Lösungen IT-basierter elektronischer Government-Dienstleistungen in Deutschland und Europa werden im Rahmen des Projektes "eGOIA - Electronic Government Innovation and Access" in die Region Sao Paulo transferiert. Ziel ist es, im Laufe von drei Jahren die bereits vorhandenen Government-Dienstleistungen elektronisch und internet-basiert anzubieten.
Die Nutzung der Erfahrungen in Berlin verbunden mit den technologischen Entwicklungen am Fraunhofer-Institut FOKUS und mittelständischen Unternehmen wie IKV++ Technologies AG machen Sao Paulo zu einer Modellregion modernen E-Governments in Lateinamerika. Eine enge Kooperation der Städte Berlin und Sao Paulo zur Gründung eines lateinamerikaweit agierenden E-Government Zentrums ist in Vorbereitung.
Das Projekt eGOIA wird von der Europäischen Union im Rahmen der "Alliance for the Information Society - @LIS" zur Förderung der Kooperation zwischen Europa und Lateinamerika finanziert. "Wir haben in Sao Paulo ein gut ausgebautes Netz an Poupatempos, einer Art Bürgerbüros, in denen den Bürgern hochwertige Serviceleistungen zur Verfügung stehen," charakterisiert Roberto Agune, Koordinator des strategischen Informationssystems des Staates Sao Paulo die Ausgangssituation. "Was wir wollen ist, mit den Erfahrungen aus Berlin, Deutschland und Europa dem Bürger diese Dienstleistungen an jedem Ort in sogenannten e-Poupatempos anbieten zu können - und dazu müssen wir konsequent den Schritt tun zum elektronischen Internet-basierten One-Stop-E-Government-Shop."
Für den Aufbau von E-Government liegen in Deutschland bereits Erfahrungen vor. So wird der technologische Kern des Projektes eine von Fraunhofer FOKUS entwickelte Diensteplattform sein, die es erlaubt, auf der Basis bereits bestehender Systeme und Organisationsstrukturen in den Verwaltungen vorhandene und neue Dienste zu integrieren und zu managen. Gleichzeitig kann den Bürgern ein komfortabler Zugang entsprechend der verfügbaren Zugangsmöglichkeiten und Endgeräte zu den Diensten ermöglicht werden.
"Wichtig ist uns als europäischer Partner vor allem, dass vorhandene Strukturen integrierbar sind," sieht Prof. Radu Popescu-Zeletin, Direktor des Fraunhofer-Instituts FOKUS seine Aufgabe. "Mit unserer Lösung einer Dienstplattform, die bereits in der öffentlichen Verwaltung in Berlin eingesetzt wird, können wir den hohen Qualitätsstandard der öffentlichen Dienstleistung in Sao Paulo übertragen auf das elektronische System. Darüber hinaus ist es uns möglich, die landestypischen Bedingungen wie prosperierende Nutzung des Internets und eine nahezu 100prozentige Dichte mit mobilen Telefonen für den Zugang zu den Dienstleistungen zu nutzen."
Auf der Basis der Erfahrungen in der ersten Phase des eGOIA-Projektes arbeiten derzeit die Städte Berlin und Sao Paulo an einer engen Kooperation, mit dem Ziel, die Lösungen aus Berlin im Rahmen eines E-Government Zentrums für ganz Lateinamerika zugänglich zu machen.
"Das Projekt eGOIA soll nicht nur der Region Sao Paulo Vorteile bringen," kommentiert Roberto Agune die Bedeutung von eGOIA. "Über die Festlegung von Konzepten und Standards für den Aufbau von E-Government in Lateinamerika wird eGOIA auch Modellcharakter haben für die Kooperation zwischen Europa und Lateinamerika."