Bereich net.werker Bereich Experten Bereich Presse Bereich Einsteiger Bereich Experten
Logo der Stiftung Digitale Chancen
Über die Stiftung
Service für Experten
Schriftgrad ändern  
Schriftgrad 1Schriftgrad 2Schriftgrad 3
   Start    Suche News    Termine  Forum    Newsletter    Broschüren    Kontakt


Internationale Aspekte / Nachhaltigkeit > Artikel
Zugangsorte finden:
:   

  ::  detailliert suchen
  ::  Zugangsort melden

Verlorene oder gestohlene Kreditkarten - EU-Umfrage

Silhuette: Sherlock Holmes
Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Online-Umfrage über die mögliche Einführung eines EU-weiten Systems zur Sperrung verlorener oder gestohlener Kredit- und Zahlungskarten eingeleitet ("Card Stop Europe"). Zu diesem Zweck würde eine einfache Telefonnummer eingeführt, die sich leicht behalten lässt. Stellungnahmen werden bis 30. April 2004 erbeten. Der für Binnenmarktfragen zuständige Kommissar Frits Bolkestein erklärte: "Wir arbeiten an der Schaffung eines 'gemeinsamen Zahlungsverkehrsraumes' in der EU. Parallel zur Verbesserung der Sicherheit des elektronischen Zahlungsverkehrs müssen wir effizientere Meldeverfahren bei Verlust oder Diebstahl von Karten finden. Die Verbraucher müssen die Gewissheit haben, dass elektronische Zahlungsmittel sicher und einfach zu handhaben sind". Durch die Umfrage soll herausgefunden werden, ob die Kartenkunden mit den bestehenden "Sperreinrichtungen" zufrieden sind und wie sie den Nutzen eines möglichen europaweiten Dienstes beurteilen bzw. welche Merkmale ein solcher Dienst aufweisen sollte. Kunden, die ihre Karte verloren haben oder denen sie gestohlen wurde, könnten dann mit Hilfe derselben Nummer von überall aus in der EU Kontakt mit ihrer Bank aufnehmen. Derzeit gibt es in Europa für die Sperrung verlorener oder gestohlener Karten noch eine Vielzahl verschiedener Nummern. Oft divergieren die Nummern sogar innerhalb ein und desselben Landes. Dies trägt nicht gerade zur Steigerung der Effizienz des Meldesystems bei und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Missbrauchs. Beim Kauf von Waren und Dienstleistungen werden Zahlungskarten bei den EU-Bürgern immer beliebter. Gegenüber Barzahlungsmitteln haben sie den klaren Vorteil, dass der Verlust oder Diebstahl der Karte nicht automatisch auch mit einem finanziellen Verlust verbunden ist. Wenn die Kunden rasch ihre Bank informieren können, lässt sich der finanzielle Verlust in der Regel abwenden. Allerdings müssen die Kunden die Nummer im Kopf haben, unter der sie ihre verlorene oder gestohlene Karte sperren können. Dies ist bei Auslandsreisen oder großer Aufregung nicht immer leicht. In einer kürzlich durchgeführten Offline-Umfrage bei einer repräsentativen Gruppe von EU-Bürgern (Eurobarometer) in sämtlichen EU-Ländern waren 83% der Befragten der Ansicht, dass die Einführung einer einheitlichen Nummer eine nützliche Maßnahme sei. Die Hälfte der Befragten erklärte, dass sie auch bereit sei, für einen solchen Dienst zu bezahlen. Wie beteilige ich mich an der Umfrage?

Die Kommission möchte alle EU-Bürger auffordern, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen. Damit sie möglichst einfach und rasch antworten können, setzt die Kommission zu diesem Zweck ihr Instrument der aktiven Politikgestaltung (IPM) ein. IPM macht sich das Internet für die Erfassung und Auswertung der Reaktionen zunutze, um hieraus Hinweise für ein verantwortungsvolles Regieren ableiten zu können. Die Konsultation dauert bis 30. April 2004 und wird über die Internet-Seite der Kommission "Ihre Stimme in Europa" abgewickelt, einer vor kurzem wiedereingerichteten einzigen Anlaufstelle, über die auf alle laufenden Umfragen der Kommission und deren Ergebnisse in allen Politikbereichen zugegriffen werden kann. Ein Link zu dem Fragebogen mit Erläuterungen ist in allen Amtssprachen der EU abrufbar.


Mehr erfahren Sie unter:
http://europa.eu.int/yourvoice/consultations/index_de.htm

Im Angebot der SDC seit 03.03.04 (tsc)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Technologiepläne (Entwicklung und Umsetzung)




 Nach oben

Copyright 2012, SDC.