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Mit diesem Projekt sollen die Möglichkeiten der beruflichen Qualifizierung, die sich durch den Einsatz des Internet als Lernmittel in den Haftanstalten ergeben, weiter ausgebaut werden. Lernschwache Strafgefangene sollen während der Inhaftierung an die Computernutzung herangeführt und ihnen soll damit die Rückkehr in die Berufstätigkeit nach der Inhaftierung erleichtert werden. e-LiS setzt in diesem Prozess auf die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologie. Durch die Möglichkeit eines orts- und zeitunabhängigen selbst gesteuerten Lernens mit vielfältigen Lerninhalten bietet E-Learning ideale Voraussetzungen für eine Zielgruppe mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, wie es bei den Haftinsassen der Fall ist.
Den Kern des e-LiS-Projektes bildet eine an der Universität Bremen entwickelte E-Learning-Plattform, die ab der zweiten Jahreshälfte 2004 die Haftanstalten der beteiligten Länder vernetzen und den Häftlingen Weiterbildungsangebote entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten bieten wird. Vermittelt werden soziale Kompetenzen und allgemein bildende Lerninhalte bis hin zu beruflichen Aus- und Weiterbildungsthemen. Der Aufbau der Lerninhalte ist modular, damit auch Strafgefangene mit kurzen Haftzeiten am Unterricht teilnehmen und entsprechende Nachweise und Zeugnisse erhalten können.
Eine der Herausforderungen des Projektes besteht darin, die unbegrenzten Möglichkeiten des Internet mit den Sicherheitsanforderungen des Strafvollzuges in Einklang zu bringen und damit einem möglichen Missbrauch der „virtuellen Freiheit“ durch die Strafgefangenen vorzubeugen. Auch die Mitarbeiter und Angestellten im Justizvollzug profitieren von e-LiS: Auf dem Server werden für sie fachspezifische Informations- und Weiterbildungsangebote sowie Kommunikationsmöglichkeiten angeboten.
Das Projekt e-LiS ist Teil der europäischen Gemeinschaftsinitiative „Equal“ für mehr Chancengleichheit in der Arbeitswelt. Gefördert wird e-LiS durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Neben sechs beteiligten deutschen Bundesländern hat das Projekt Partner in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Portugal, Schweden, Spanien und Österreich.