Die Initiative von Bundesministerin Renate Schmidt für mehr
Familienfreundlichkeit ''Lokale Bündnisse für Familie'' erfährt eine breite
Zustimmung in der Bevölkerung. Nach aktuellen Zahlen einer repräsentativen
Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid sind 86 Prozent der Befragten der
Ansicht, dass Lokale Bündnisse, in denen sich starke Partner zusammentun und sich
um konkrete Verbesserungen für Familien kümmern, ein richtiger Weg sind. Die
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt, hatte
gemeinsam mit DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun und Oberbürgermeistern im
Januar 2004 die Initiative gestartet. Inzwischen sind bereits bundesweit
38 Bündnisse als Partner der Initiative entstanden; an 123 Orten berät das
Bundesfamilienministerium beim Auf- oder Ausbau von Bündnissen.
''Ich bin überzeugt, dass diese breite Zustimmung noch mehr Kommunen,
Unternehmen, Verbände und Initiativen ermutigen wird, sich gemeinsam für mehr
Familienfreundlichkeit stark zu machen'', erklärte Bundesministerin Renate
Schmidt. Die Befragung zeigte: Vier von fünf Befragten (79 Prozent) sind
überzeugt, dass Lokale Bündnisse für Familie ein familienfreundlicheres Klima vor
Ort bewirken werden. Sie bewerten damit den Ansatz optimistisch, den die
Bundesministerin Renate Schmidt mit der Initiative verfolgt. Besonders groß ist
die Zustimmung bei den Frauen, von ihnen beurteilen 89 Prozent den Ansatz von
Lokalen Bündnissen positiv. Tatsächlich sehen die Bürgerinnen und Bürger laut
Emnid auf lokaler Ebene Handlungsbedarf. 62 Prozent machen bei der Bewertung der
Familienfreundlichkeit ihrer eigenen Stadt oder Gemeinde Abstriche.
Lediglich ein Drittel der Befragten findet ihre Stadt rundum
''familienfreundlich''. Unzufriedenheit herrscht dabei insbesondere in
Großstädten, in denen der Handlungsbedarf für mehr Familienfreundlichkeit höher
gesehen wird. Fast jeder zehnte Großstädter (9 Prozent) gibt an, seine Stadt sei
''nicht familienfreundlich''; dies meint nur jeder 17. (6 Prozent), der in
kleineren Gemeinden wohnt.
Lokale Bündnisse für Familie entstehen derzeit in allen Teilen Deutschlands, in
großen Städten ebenso wie in kleinen Gemeinden. Die Initiative wird vom Bund
getragen, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert und dezentral von
Wirtschaft und Gewerkschaften, Kirchen, Familien- und Wohlfahrtsverbänden
unterstützt. Am 11. Mai 2004 findet in Dortmund das erste Bundesweite Forum der
Initiative in der Westfalenhalle mit Bundesministerin Renate Schmidt statt.
Das Bundesministerium begleitet Bündnisse vor Ort durch ein Servicebüro, das
kostenlos mit Rat und Tat zur Seite steht. Das Servicebüro informiert und berät
Interessierte kostenlos beim Aufbau von Bündnissen, bei der Projektplanung und
Öffentlichkeitsarbeit. In Schulungen und Workshops werden spezifische Ansätze für
die jeweilige Situation entwickelt.
In Lokalen Bündnissen für Familie, die örtlich unterschiedliche Namen tragen,
wird die Familienfreundlichkeit der Kommune verbessert. Getragen werden sie von
unterschiedlichen Akteuren, wie der Stadt oder Gemeinde, der Wirtschafts- und
Interessenverbände, der Arbeitsagentur und privater Initiativen. In Bündnissen
soll es z.B. ermöglicht werden, Arbeitszeiten, Kinderbetreuungszeiten, Fahrpläne
und Öffnungszeiten öffentlicher Einrichtungen in einer Stadt unter einen Hut zu
bringen, zum Beispiel durch neue Kinderbetreuungskonzepte. Kinder in Hanau
(Hessen) können beispielsweise nun zwischen 6.00 und 7.00 Uhr und
von 17.00 bis 19.00 Uhr von einer Tagesmutter betreut werden, wenn die Eltern sie
nicht zur regulären Öffnungszeit zur Kita bringen oder von dort abholen können.
Bundesministerin Renate Schmidt betonte: ''Wer familienfreundlich handelt, ist
Trendsetter''. Ein gutes Betreuungsangebot für Kinder, Einkaufs- und
Freizeitmöglichkeiten für Familien, familienfreundliche Arbeitszeiten und
Arbeitsbedingungen erleichtern Unternehmen und Familien das ''Ja'' zu einem
Standort oder Wohnort. Für Unternehmen sind familienfreundliche Maßnahmen auch
betriebswirtschaftlich attraktiv: Den Kosten für familienfreundliche Maßnahmen
stehen wesentlich höhere Einsparungen gegenüber, die Rendite auf Investitionen in
Familienfreundlichkeit liegt nach Berechnungen der Prognos AG bei 25 Prozent.
Das Servicebüro ''Lokale Bündnisse für Familie'' des Bundesministeriums ist
erreichbar unter Telefon 0180-52 52 212, Telefax 0180-52 52 213, E-Mail
info@lokale-buendnisse-fuer-familie.de. Informationen finden sich auch
im Internet unter
www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de. In einem Online-Handbuch werden
Beispiele dargestellt.
Ausgewählte Standorte der Initiative ''Lokale Bündnisse für Familie'' sind u.a.
Augsburg, Bayern
Darmstadt, Hessen
Dernbach, Rheinland-Pfalz
Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Eschborn, Hessen
Hanau, Hessen
Jena, Thüringen
Köln, Nordrhein-Westfalen
Landkreis Leer, Niedersachsen
Leipzig, Sachsen
Nürnberg, Bayern
Nürnberger Land, Bayern
Würzburg, Bayern
Würzburger Land, Bayern
Beratungsstandorte u.a.
Karlsruhe, Baden-Württemberg
Region Hannover, Niedersachsen
Wilhelmshaven, Niedersachsen
Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen
Ludwigsfelde, Brandenburg
München, Bayern