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Berlin, 27. Mai 2004. Vier von fünf Jugendlichen nutzen das Internet. Weniger als die Hälfte der Jugendlichen hat jedoch einen eigenen Zugang zum Internet. Der Zugang zu einem eigenen Computer oder einem Computer in der Familie variiert stark nach Bildung, Einkommen und Geschlecht. Mädchen, Jugendliche aus einkommensschwachen Familien und Jugendliche an Hauptschulen verfügen nur zu rund einem Drittel über Computer, die übrigen Jugendlichen zur Hälfte. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Initiative "Jugend ans Netz" ins Leben gerufen, in Kooperation mit der Initiative D 21. "Jugend ans Netz" hat zum Ziel, allen Jugendlichen zu ermöglichen, den Umgang mit Computern und Netzwerken zu erlernen.
Jugendeinrichtungen können ab dem 27. Mai 2004 zu äußerst günstigen Konditionen PCs leasen und damit Jugendlichen einen Zugang zu den neuen Medien bieten. Bundesministerin Renate Schmidt gab zusammen mit den D21-Vorständen Andreas Dohmen (Vice President und Geschäftsführer der Cisco Systems GmbH) und Jürgen F. Gallmann (Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland GmbH) sowie dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, den Startschuss für die Ausstattungsoffensive "Log in" für Jugendeinrichtungen mit Computern, Software und Netzwerktechnologie.
"Medienkompetenz ist heute die vierte Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen", erklärte Bundesministerin Renate Schmidt. "Doch die Zugangschancen zu den neuen Medien sind nicht gleichmäßig verteilt. Soziale Schranken versperren vielen Jugendlichen den Weg zur aktiven Teilhabe an der Informationsgesellschaft. Wir wollen mit unserer Bundesinitiative "Jugend ans Netz" die Chancengleichheit zur Teilhabe an Bildung und Information verbessern, die Medienkompetenz junger Menschen stärken und Jugendliche zu aktivem E-Learning anregen."
Die Ziele von "Jugend ans Netz"
Die Bundesinitiative "Jugend ans Netz" hat das Ziel, ein umfassendes, außerschulisches elektronisches Informations-, Bildungs- und Beratungsangebot zu schaffen. Damit sollen möglichst viele jugendliche Nutzerinnen und Nutzer erreicht und ihre Medienkompetenz gestärkt werden.
Die zwei Phasen von "Jugend ans Netz"
"Jugend ans Netz" besteht aus der Ausstattungsoffensive "Log in" und einer Vernetzungs- und Kommunikationsinitiative.
In der heute gestarteten ersten Phase werden Jugendeinrichtungen im Rahmen der Ausstattungsoffensive "Log in" mit Hard- und Software und Netzwerktechnologie ausgestattet. Jede interessierte Jugendeinrichtung in Deutschland kann ihre maßgeschneiderten Rechner inklusive Software, Service und Support erhalten, die für ca. 17 bis 30 Euro im Monat geleast werden können. Die Projektträger der Bundesinitiative sind der Internationale Jugendaustausch- und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) e.V., die Stiftung Demokratische Jugend, die Universität Bielefeld (Kompetenzzentrum für Informelle Bildung) und als Umsetzungspartner der Ausstattungsoffensive das Jugendprojekt e-werk Sassnitz. In einem zweiten Schritt wird ab September 2004 ein Jugendportal mit Informationsangeboten, mit Angeboten zum Online-Lernen und zur Online-Beratung sowie zur Vernetzung von Jugendzentren, Bildungseinrichtungen und Angeboten der außerschulischen Jugendbildung eröffnet. Jeder und jede Jugendliche kann im Jugendportal www.netzcheckers.de agieren und partizipieren sowie Lern-, Beratungs-, Informations- und Unterhaltungsangebote nutzen.
Das Konzept von "Jugend ans Netz"
Das Konzept von "Log in" beruht auf einem Leasing-Modell, das in enger Zusammenarbeit mit der Initiative D21 entwickelt wurde und durch Public Private Partnership realisiert wird: Microsoft Deutschland GmbH stellt für "Jugend ans Netz" z.B. vergünstigte Software zur Verfügung, entwickelt eine E-Learning-Plattform zum Thema Medienpädagogik und IT-Fähigkeiten und bietet kostenlose Schulungen für Fachkräfte der Jugendarbeit an. Cisco Systems GmbH, weltweit führender Anbieter von Netzwerk-Lösungen für das Internet, stellt Jugendeinrichtungen eine leistungsfähige Internet-Infrastruktur, z.B. Router, zur Verfügung. Zudem unterstützt Cisco die Qualifizierung von Multiplikatoren und Jugendlichen in Jugendzentren in Grundlagen der Netzwerktechnik durch eine eigens für die Initiative konzipierte Schulung. Weiterhin wird für Systemadministratoren der Bundesinitiative die Möglichkeit geschaffen, eine Weiterqualifizierung hin zum Industriezertifikat CCNA zu erlangen, wie sie schon erfolgreich im Rahmen der Bildungsinitiative Networking von Cisco Systems angeboten wird.
D21-Vorstand Jürgen Gallmann (Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland GmbH): "Wir wollen Menschen in jedem Alter und in allen Lebenssituationen bei der Entfaltung ihrer Fähigkeiten unterstützen. Nur durch lebenslanges Lernen können wir alle die gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen der Informationsgesellschaft bewältigen. Die Bundesinitiative ?Jugend ans NetzŒ zeigt, wie Politik und Unternehmen sich gemeinsam dafür engagieren, jungen Menschen den Zugang zu neuesten Computertechnologien zu ermöglichen und den Umgang damit gezielt zu fördern."
"Kenntnisse im Umgang mit neuen Medien werden heute vorausgesetzt wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Im Rahmen der Initiative "Jugend ans Netz" will Cisco Systems Deutschland die Medienkompetenz von Jugendlichen fördern, damit eine Generation heranwachsen kann, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gut ausgebildet und sicher begegnet. Wir sehen die Wirtschaft in der Pflicht sich zu hier engagieren, denn wir ˆdie Unternehmen ˆ sind es, die von dem Potenzial unseres Nachwuchses profitieren", so der D21-Vorstand Andreas Dohmen (Vice President und Geschäftsführer der Cisco Systems GmbH).
"Jugend ans Netz" startet in Berlin
Der Start der Ausstattungsoffensive der Bundesinitiative "Jugend ans Netz" wird durch das Berliner Landesprogramm "jugendnetz-berlin.de" mit 150 Leasingraten für das erste Jahr unterstützt. Hierfür wird vom Land Berlin ein Finanzvolumen von 30.000 Euro bereitgestellt.
"Das Land Berlin unternimmt erhebliche Anstrengungen, Kindern und Jugendlichen gleiche Startchancen für die Informations- und Wissensgesellschaft zu ermöglichen. In Ergänzung der bildungspolitischen Initiative "Computer in die Schule CidS!" haben wir vor drei Jahren die jugendpolitische Initiative "jugendnetz-berlin.de" gestartet, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, auch in ihrer Freizeit die neuen Medien sinnvoll zu nutzen. Ich freue mich über die neuen Kooperationsmöglichkeiten mit der Bundesinitiative "Jugend ans Netz", die wir für unser Landesprogramm nutzen werden", bekräftigte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.
Und so kommen die Jungendeinrichtungen an Ihre Ausstattung:
Interessierte Jugendeinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet können ab heute über ein Online-Formular (Konfigurator) ihre PCs bedarfsgerecht auswählen und mit entsprechender Software und Konfigurationen ausstatten und dann bestellen. Sie können sich auch an die Hotline der Ausstattungsoffensive wenden unter der Telefonnummer 038392 649 869 oder das Formular zur Bestellung einer PC-Ausstattung über den zentralen Fax-Abruf unter der Nummer 038392 639 85 erhalten.
Die Kosten für die Jugendeinrichtungen für die Grundmiete der Geräte (Hardware und Betriebssystem, umfassende Hilfe, Service und Support) wird bei ca. 17 bis 30 Euro je nach Gerät im Monat liegen.
Zur Beratung und Beantwortung von Fragen stehen ausgebildete Medienpädagogen telefonisch bereit. Unterstützt wird die Ausstattung durch ein breites Supportnetz des Jugendprojekts e-werk Sassnitz. Der technische Support beginnt bei der individuellen Installation der Geräte, dem Versand an die Einrichtung, automatischen Updates aller Anwendungen, möglichem Fernzugriff bei Problemen durch Techniker (Video, Audio und Remotezugriff), der Systemwiederherstellung, der Reparatur im Garantiefall sowie der Rückabwicklung bei Ende des Vertrages. Diese Leistungen sind in Ihrer Gesamtheit in den festgesetzten monatlichen Mieten enthalten und gewährleisten so minimale Betriebskosten der Geräte. Bei Bedarf können die PCs nach 3 ? Jahren gegen leistungsfähigere Geräte ausgetauscht werden, so dass die Jugendeinrichtungen langfristig über moderne Technik verfügen können.
Die Wuppertaler GEFA Leasing GmbH ist Finanzierungspartner der Ausstattungsoffensive. Sie stellt den Jugendeinrichtungen Leasingverträge für vom Jugendprojekt e-werk Sassnitz angebotene Hard- und Software zur Verfügung. Die Konditionen sind dabei an das in der Regel geringe Budget der Jugendeinrichtungen angepasst.
Kontakt:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Beate Moser, Pressesprecherin
Taubenstr. 42-43
10117 Berlin
Tel.: 030 / 20665 - 1061, - 1062
Fax: 030 / 20665 - 1111
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