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Die Anzahl der an der Überwachung beteiligten Beamten wird wahrscheinlich gering sein, die Polizeikräfte hoffen jedoch auf einen Abschreckungseffekt. "Wir wollen nicht jeden Chatroom besetzen," erläuterte Gamble, "sondern die Polizeipräsenz im Internet offen gestalten, um den Menschen ein Gefühl der Sicherheit zu geben." Die Polizeikräfte seien gerade dabei, ein "einfaches, sichtbares Logo" zu entwickeln, das die Polizeipräsenz in einem Chatroom anzeigt. Er machte keine näheren Angaben zu den Kosten des Programms oder zu der Anzahl der beteiligten Beamten. "Ich glaube nicht, dass wir hier viele Beamte und ein großes Budget einsetzen werden," sagte er.
Bereits im Dezember 2003 starteten die Polizeikräfte mehrerer Länder ihre Zusammenarbeit - die "Virtual Global Task Force" - um bei Kindesmissbrauch im Internet hart durchzugreifen. Gamble verglich die Chatroom-Aktion mit Polizeistreifen auf den Straßen. "Die Menschen fühlen sich sicherer, wenn die Polizei anwesend ist; so einfach ist das", erklärte er. "Dies ist keine Big-Brother-Initiative, sondern das Vermitteln von Sicherheit durch Sichtbarkeit." Obwohl die Polizei eingreifen könne, wenn ein Kind im Chatroom nach seiner Adresse gefragt wird, arbeiteten die Polizeibeamten nicht verdeckt, um die Kriminellen zu vertreiben, so Gamble.
Wohlfahrtsorganisationen für Kinder begrüßten den Vorschlag
"Dies ist ein bedeutender Fortschritt für den Kinderschutz," erklärte Christine Atkinson, Beraterin für Sicherheit im Internet bei der National Society for the Prevention of Cruelty to Children. "Damit wird eine Nachschubmöglichkeit für Kinderschänder unterbunden, die keine Mühe scheuen, um über das Internet Zugang zu unschuldigen Kindern zu bekommen."
Die Initiative folgte auf eine vom FBI geführte Aktion, bei der Tausende von Menschen weltweit ausfindig gemacht wurden, die im Verdacht standen, sich Zugang zu Kinderpornographie im Internet verschafft zu haben. Weiterhin gab es eine Zusammenarbeit der Polizeikräfte in mehreren Ländern bei der Einrichtung von Websites, die pornographische Kinderbilder anzubieten scheinen, jedoch Warnungen vor Gefängnis und anderen Strafen für das Aufsuchen solchen Materials enthalten.
Gamble teilte mit, dass die Polizei sich um mehr Befugnisse bemühe, um das Vermögen von Menschen, die für das Betreiben von Kinderpornographie-Websites per Pay-per-View verurteilt wurden, einziehen zu können; darüber hinaus sollen Kreditkartenfirmen zu mehr Aktivität gedrängt werden, um ihre Kunden von der Verwendung ihrer Kreditkarten für den Kauf von Pornographie abzuhalten. Die Polizei bemühe sich um Rechtsberatung hinsichtlich der Möglichkeit, den Kreditkartenfirmen mitzuteilen, wenn ihre Kunden wegen derartiger Vergehen verurteilt wurden.