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Internetnutzung: Frauen sind auf dem Vormarsch

Das Geschlecht sorgt noch immer für deutliche prozentuale Unterschiede bei Onlinern und Offlinern. Die Annäherung von Frauen und Männern gewinnt allerdings an Fahrt: Im zurückliegenden Jahr stieg der Onliner-Anteil der weiblichen Bevölkerung gegenüber dem Vorjahr um deutliche 3,5 Prozent auf heute 45,6 Prozent. 2,42 Millionen Frauen planen in den nächsten zwölf Monaten die Anschaffung eines Internetanschlusses. Die Internet-Nutzung bei den Männern stieg dagegen nur geringfügig von 58,8 Prozent in 2003 auf 60,4 Prozent in 2004. Das sind die zentralen Ergebnisse des Vergleichs der Internet-Nutzung nach Geschlecht im (N)ONLINER Atlas 2004, den TNS Emnid und die Initiative D21 heute in Berlin vorgestellt haben.

Schleswig-Holstein ist mit 50,1 Prozent das einzige Bundesland, in dem mehr als die Hälfte der Onliner weiblich sind, gefolgt von Hessen mit einem Frauenanteil von 49,5 Prozent und Baden-Württemberg mit 49 Prozent. Der Frauenanteil unter den Internet-Nutzern im nördlichsten Bundesland ist auch ausschlaggebend für den zweiten Platz des Bundeslandes in der Gesamtwertung aller Bundesländer. Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind die beiden Bundesländer, wo jeweils nur knapp über 37 Prozent der Frauen online sind.

Berlin und Hamburg verdanken dem hohen Anteil der männlichen Internetnutzer ihre Erst-und Zweitplatzierung in der Auswertung nach Bundesländern. In Brandenburg ist der Unterschied der Nutzungsquoten so groß wie in keinem anderen Bundesland. Hier sind 60,4 Prozent der Männer und 40,6 Prozent der Frauen online. Am geringsten ist der Unterschied zwischen Frauen (46,2 Prozent) und Männern (47,4 Prozent) bezogen auf die Internet-Nutzung im Saarland.

"Um die angestrebten Ziele für die Informationsgesellschaft in Deutschland erreichen zu können, muss Frauen ein stärkerer Anreiz zur Nutzung des Internets verschafft werden", fordert Nina Fluck, Projektleiterin des (N)ONLINER Atlas bei TNS Emnid.

"Für gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der qualifizierten Internetnutzung in Deutschland brauchen wir diese konkreten Daten", sagt Barbara Schwarze, Geschäftsführerin von Frauen geben Technik neue Impulse e.V.. "So können wir sehen, dass unsere Gemeinschaftsinitiative "Frauen ans Netz" die Gruppe der Hausfrauen inzwischen gut erreicht und ihre Beteiligung um deutliche 7 Prozent vorangebracht hat."

Noch sind weniger Frauen als Männer berufstätig und verfügen somit seltener über einen Internetzugang am Arbeitsplatz. Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass Frauen häufiger einen niedrigeren Schulabschluss ohne Berufsausbildung haben und durchschnittlich deutlich älter sind als Männer mit gleicher formaler Bildung. Die Hälfte dieser Frauen ist über 64 Jahre alt, während die Hälfte der männlichen Gegengruppe höchstens 44 Jahre alt ist. Der (N)ONLINER Atlas zeigt aber auch, dass trotz eines deutlichen Anstiegs in der Internetbeteiligung der Seniorinnen ab 60 Jahren, noch mehr an guten Inhalten und altersgerechter Technik entwickelt werden muss.

Über den (N)ONLINER Atlas:
Der (N)ONLINER Atlas 2004 beleuchtet bereits im vierten Jahr die Welt der Onliner, Nutzungsplaner und Offliner. Im Mittelpunkt der mit 30.000 Interviews deutschlandweit größten Studie, stehen in diesem Jahr nicht nur die Zahlen der Internetnutzung nach Geschlecht, Bundesland, Regierungsbezirk, Alter, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung, sondern vor allem die Nutzung des Internets durch die Generation der über 50-Jährigen. Der Sonderteil befasst sich in diesem Jahr mit dem Thema "Mobiles Internet".

Der (N)ONLINER Atlas 2004 ist eine gemeinsame Untersuchung von TNS Emnid und der Initiative D21 mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Telekom, Siemens AG, Frauen geben Technik neue Impulse e.V. und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.
Die Print-Ausgabe des "(N)ONLINER Atlas 2004. Eine Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland" kann zum Preis von je 21 Euro Schutzgebühr über nonliner-atlas@tns-emnid.com oder unter www.nonliner-atlas.de bestellt werden. Der Betrag wird vollständig zur Unterstützung eines gemeinnützigen Projekts der Initiative D21 verwendet.


Mehr erfahren Sie unter:
http:// www.nonliner-atlas.de

Im Angebot der SDC seit 25.06.04 (cha)

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Themenbereiche:
Mediennutzung durch Frauen / Aktivitäten für Frauen, Public-Private-Partnership, Internetpolitik, Mediennutzung allgemein




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