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Diese Führungsposition wurde jetzt bestätigt: Der Zuschlag für das europäische Großprojekt "wearIT@work - Empowering the mobile Worker by Wearable Computing" ist von der Europäischen Union unter 48 Mitbewerbern an das TZI vergeben worden. WearIT@Work ist das weltweit größte Projekt zum Thema "Wearable Computing": Mit einer Laufzeit von viereinhalb Jahren verfügt es über ein Finanzvolumen von 24 Millionen Euro, von denen allein vier Millionen Euro auf den Standort Bremen entfallen.
Die europäischen Spitzenreiter unterschiedlicher Disziplinen haben sich in diesem Projekt zusammengeschlossen, um Europa auf dem zukunftsträchtigen Gebiet nachhaltig in eine führende Position zu bringen. Unter den 36 Partnern sind neben Bremer Unternehmen auch internationale Spitzenunternehmen wie EADS, Hewlett Packard, Microsoft, SAP, Siemens, Skoda, Thales und Zeiss. "Wir sind sehr zufrieden, dass wir ein so hochkarätiges Team für dieses Projekt zusammenstellen konnten. Dabei hat sich das kontinuierliche Engagement des TZI bewährt, das Thema "Mobile Computing" langfristig aufzubauen und in den wirtschaftlichen Wertschöpfungsprozess einzubringen,", so Projektleiter und Initiator Dr. Michael Boronowsky.
Der Koordinator des Projektes und Sprecher des TZI Professor Otthein Herzog erklärte bei der Pressekonferenz zum Projektstart in Bremen: "Das Projekt ist für das Bundesland Bremen ein wichtiger Meilenstein, um die Ziele der Innovationsoffensive "InnoVision 2010" zu erreichen und unterstreicht, dass die Universität Bremen mit dem TZI und dem neuen "Mobile Technology Research Center" zur Spitzengruppe auf dem Gebiet innovativer mobiler Lösungen gehört. Die Universität hat hier eine Leitfunktion übernommen und wird zusammen mit vielen mittelständischen und großen Unternehmen eine Plattform schaffen, um innovative mobile Informationstechnologien in die Anwendungen zu bringen."
Arbeitsplatz der Zukunft
"WearIT@work" befasst sich mit mobilen Lösungen für den Arbeitsplatz der Zukunft. Die neuen Technologien sollen nicht am Anwender vorbei entwickelt werden. Es wird ein Nutzer-zentrierter Ansatz verfolgt, so dass die Belange der Anwender und der Nutzen neuer Technologien wesentlichen Einfluss haben. Ausgehend von vier unterschiedlichen Anwendungsszenarien werden Hardware- und Software-Aspekte, Bekleidungstechnik und Design behandelt, auch wirtschaftliche und soziale Faktoren werden berücksichtigt. Die Anwendungen konzentrieren sich dabei auf die Unterstützung mobiler Tätigkeiten bei der Autoproduktion, der Flugzeugwartung, dem Katastropheneinsatz und im Krankenhaus.
Ziel ist es, die für die Arbeit notwendigen Informationen zielgerichtet in den Arbeitsprozess zu geben, ohne dass man dabei den Computer ständig mit Maus und Tastatur bedienen muss. Dabei soll der Computer selbständig den Arbeitszusammenhang erkennen, um die "richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt" anzubieten. Hierfür können in der Kleidung angebrachte Sensoren verwendet werden.
Die Realisierung solcher neuartigen Funktionen erfordert die Integration von Forschungsarbeiten, die an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, am Fraunhofer-Institut FIT in Bonn, dem Heinz Nixdorff Institut in Paderborn, am Multitel ASBL in Mons, Belgien, an der Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik in Innsbruck und am Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (BIBA), dem Zentrum für Informations- und Kommunikationstechnologie (ikom) und dem TZI in Bremen durchgeführt werden. Die Forschungen können bereits auf ein sehr hohes technisches Niveau aufbauen, das in dieser Kombination auf der Welt einmalig ist. Für eine zukünftige internationale Standardisierung wird im Rahmen des Projektes eine Open Wearable Computing Group (OWCG) gegründet, in der Standards für Hardware und Software entwickelt werden.