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Sachsens Kommunen bestens verbunden
Quelle: saxxess.com vom 06.07.04
Die Dresdner Telekom-Tocher T-Systems schloss jetzt die Errichtung eines der modernsten kommunalen Datennetze Deutschlands ab: Eine leistungsfähige IT-Infrastruktur verbindet 245 sächsische Kommunen mit dem Freistaat und dem Bund. Damit werden zahlreiche teure und langsame Netzverbindungen eingespart. Grund zur Freude gibts auch für die Bürger. Durch das schnelle Netz verkürzt sich etwa die Zeit für die Ausstellung eines Ausweises von drei Wochen auf vier bis fünf Tage.
Am 30. Juni übergab die Telekom-Tochter das neu geschaffene Netz an die KDN Kommunale DatenNetz GmbH, die 2001 eigens für den Betrieb dieser Infrastruktur gegründet wurde und von Herbert Wagner, Ex-Oberbürgermeister Dresdens, geleitet wird. Diese E-Government-Plattform verbindet alle kreisfreien Städte, Landratsämter sowie etwa die Hälfte der kreisangehörigen Kommunen Sachsens miteinander. Damit tauschen jetzt rund 245 Standorte schnell digitale Informationen aus, vermeiden dadurch mehrfaches Erfassen von Informationen und beschleunigen die Abläufe. Vor allem die Vielzahl parallel verwendeter Systeme und die damit verbundenen Mehrfach-Erhebungen von Daten sowie die Kosten für einzelne Verbindungen waren in der Vergangenheit beklagt worden.
Schneller für die Kommunen
Das kommunale Datennetz Sachsen gehöre europaweit zu den modernsten Infrastrukturen für E-Government, teilte das Unternehmen mit. Es verbindet nicht nur die sächsischen Rathäuser und Landratsämter, sondern auch das Verwaltungsnetz des Freistaates IHL (InfoHighway) sowie das Netz für die öffentliche Verwaltung in Deutschland TESTA D. Dieses gehört zum europäischen TESTA-Netz (Trans European Services for Telematics between Administrations). Die Mitarbeiter der Kommunen können ihre Daten damit sowohl untereinander als auch mit den Kollegen von Land und Bund ohne Medienbrüche austauschen.
Schneller für die Bürger
Auch die Bürger können sich über das neue Netz freuen: So dauert beispielsweise die Ausstellung eines Personalausweises statt drei Wochen bald nur noch vier bis fünf Arbeitstage, da der Weg von der Meldestelle bis zur Bundesdruckerei über das KDN deutlich verkürzt wird. Der KDN-Aufsichtsratsvorsitzende, der Markranstädter Bürgermeister Martin Schmeling, erklärt zur Netzübergabe: "Das KDN ist ein Meilenstein für E-Government in Sachsen. Mit ihm ist eine wesentliche infrastrukturelle Voraussetzung für die Verwirklichung der Ziele geschaffen worden, die Kommunen und Freistaat in der sächsischen E-Government-Initiative - Sachsen interaktiv - vereinbart haben. Alle kreisfreien Städte, alle Landratsämter und etwa 50 Prozent der kreisangehörigen Kommunen Sachsens - insgesamt 245 Lokationen - sind jetzt über das KDN miteinander verbunden."
Schneller für die Beamten
Verwaltungsvorgänge, die einmal digitalisiert vorliegen, müssen nicht mehr in Papierform anderen Kommunen oder Behörden zugestellt werden, sondern können gleich in Datenform übertragen und ohne erneute Digitalisierung weiterbearbeitet werden. T-Systems wird die E-Government-Plattform vom Service- und Netzmanagement-Zentrum in Dresden aus steuern und überwachen. Dabei sichert die Telekom-Tochter den Betrieb für alle Plattformen und Dienste an 365 Tagen rund um die Uhr. Das Service-Center unterstützt auch in Störfällen: Über eine Internetseite, E-Mails und "konventionell" über Telefon und Fax können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landes- und Kommunalbehörden Kontakt aufnehmen.
Mehr erfahren Sie unter:
http://www.t-systems.de
Im Angebot der SDC seit 13.07.04 (pko)