Seit Januar 1998 befragt das Marktforschungsinstitut forsa. im Auftrag der SevenOne Interactive jeden Tag etwa 500 ab 14 Jahren in Deutschland zu ihrem Internet-Nutzungsverhalten. Mit über 10.000 Personen pro Monat ist die @facts-Studie die größte kontinuierliche Repräsentativ-Befragung in Deutschland.
Im Februar 2004 gaben 55,2% der Befragten an, das Internet innerhalb der letzten 12 Monate genutzt zu haben; dies entspricht umgerechnet etwa 35,6 Millionen Onliner. Damit hat die Internet-Nutzung im Vergleich zum Vormonat unwesentlich zugenommen, um 0,2 Prozentpunkte bzw. ca. 150.000 Personen.
Zu den Internetnutzern zählen hochgerechnet 19,7 Millionen Männer (19,6 Mio. im Januar) und unverändert 15,8 Millionen Frauen; also eine nahezu konstante Verteilung zum Vormonat.
Der Internetanteil ist bei den Männern mit 63,9% (63,6% im Januar) deutlich höher als bei den Frauen mit 47,2% (47% im Januar). Es gab in beiden Gruppen eine geringfügige Erhöhung.
Bei Betrachtung der Altersgruppen zeigt sich weiterhin eine klassische "Treppenabstufung": Je älter die Gruppe, desto geringer ist deren Anteil an der Internet-Nutzung.
Mit 88,8 (+1,9 Prozentpunkte zu Januar) haben die 14-19jährigen den Spitzenwert, gefolgt von den 20-29jährigen mit 82,4% (-1,9 Prozentpunkte). Mit Abstand folgen die Altersgruppen 30-39 Jahre mit 75,7% (-0,8 Prozentpunkte) und 40-49 Jahre mit 66,1% (-1 Prozentpunkt zu Januar). Deutlich geringer ist die Internetverteilung bei den ab 50jährigen: lediglich 28,6% (+1,5 Prozentpunkte) zählen zu den Onlinern. Die Gruppenwerte weisen zwar leichte monatliche Schwankungen auf, derzufolge es zum Vormonat allein in der ältesten und jüngsten Altersgruppe zu Erhöhungen kam, doch in der Tendenz bleibt eine enorme Kluft in der Internetverbreitung zwischen alt und jung offenkundig: Der Internetanteil bei den 14-49jährigen beträgt 75,8 (-0,6 Prozentpunkte zu Januar).
Nach Personenanzahl ist unter den Onlinern die Altersgruppe der 30-39jährigen mit 8,6 Millionen die stärkste, gefolgt von den 40-49jährigen mit 8 Millionen Onlinern. Erstmals können die ab 50jährigen an diese Gruppe aufschließen: Mit einer Zunahme von 0,4 Millionen Personen zum Vormonat haben sie erstmals auch 8 Millionen Onliner! Es muss sich aber noch weisen, ob dieses Ergebnis über die Monate konsolidiert wird. Auf alle Fälle nimmt die Bedeutung älterer Internetsurfer kontinuierlich zu; sie besitzt seit ca. September 2000 mehr User als die Gruppe der 14-19jährigen und seit Februar 2003 mehr als die Gruppe der 20-29jährigen.
Dass die Internetdiffusionsrate bei den jüngeren Altersgruppen dennoch doppelt bis dreifach so hoch ist als bei den ab 50jährigen liegt an der Bevölkerungsverteilung und der Altersgruppierung. 50plus umfasst im Gegensatz zu den anderen Vergleichsgruppen mehrere Dekaden, zudem gibt es z.B. mehr 60-69jährige in Deutschland als 14-19jährige, 20-29jährige und 30-39jährige. 40% der Personen ab 14 Jahre sind mittlerweile 50 Jahre und älter sind.
Hinzu kommt der demographische Wandel, derzufolge der Anteil älterer Menschen in der Gesellschaft kontinuierlich zunimmt, der der jüngeren abnimmt. Dies erklärt, warum selbst bei vergleichsweise hohen Zuwachszahlen, die Internetrate unter den sogenannten Silver-Surfern relativ gering ansteigt, während in den jüngeren Altersgruppen selbst bei stagnierenden absoluten Zahlen die Internetrate weiter zunimmt.
So stieg z.B. die Internetdiffusionsrate bei den 20-29jährigen binnen eines Jahres von 80,5% auf 82,4%, obwohl die Anzahl der Internetuser konstant bei 6,2 Millionen liegt.
Die aktuellen Ergebnisse können als Grafik direkt heruntergeladen werden unter:
@facts monthly - Februar.
Hier gibt es weitere Ergebnisse speziell zu älteren Menschen:
Sonderauswertung 50plus