Anhand einer Sonderauswertung der @facts-Studie gibt es hier weitere Ergebnisse und Grafiken speziell zur Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland.
Internetznutzung 14+:
Im März 2004 gehörten 55,2% der Deutschen ab 14 Jahren zu den sogenannten Onlinern (d.h. sie nutzten das Internet innerhalb der letzten 12 Monaten). Umgerechnet entspricht dies 35,6 Millionen Onlinern.
Internetnutzung nach Geschlecht:
Bei einer Differenzierung nach Geschlecht zeigen sich deutliche Unterschiede im absoluten Anteil wie auch im Diffusionsniveau:
Von den 35,6 Millionen Onlinern sind 19,8 Millionen Männer und 15,8 Millionen Frauen. Damit sind über 56% der Onliner Männer und 44% Frauen. Der Anteil der Internetnutzung liegt bei den Männern bei 64,1%, bei den Frauen bei 47%.
Entwicklung seit Vormonat:
Seit Januar blieb die Anzahl weiblicher Onliner unverändert, bei den Männern stieg er unwesentlich um 0,1 Millionen Personen pro Monat. Der Internetanteil stieg bei den Männern leicht um 0,2 Prozentpunkte zu Februar, seit Januar um 0,5 Prozentpunkte. Bei den Frauen nahm der Anteil um 0,2 Prozentpunkte ab, und liegt wieder auf dem Niveau vom Januar. Die 'digitale Kluft' beträgt derzeit 17,1 Prozentpunkte.
Bei einer differenzierteren Betrachtung nach Altersgruppen fällt auf, dass es zum Vormonat allein in der Altersgruppe 30-49 Jahre absolute Zuwächse gab, und zwar bei beiden Geschlechtern um 0,3 Millionen Personen. Bei den ab 50-Jährigen gab es hingegen beiderseits Rückgänge von 0,3 Millionen bei den Männern und 0,2 Millionen bei den Frauen. Trotz des Zuwachses bei den 30-49-jährigen Frauen nahm der Internetanteil sogar leicht ab (-0,8 Prozentpunkte). Den höchsten Anstieg zum Vormonat verzeichneten die 30-49-jährigen Männer mit 1,8 Prozentpunkten, dagegen gab es bei ab 50-jährigen Männern den größten Rückgang mit 2 Prozentpunkten.
Internetnutzung nach Geschlecht und Alter:
Mit dem Alter nimmt nicht nur die Ungleichheit im Diffusionsniveau zu, auch die Unterrepräsentanz der Frauen steigt an:
So gehören zwar 81,8% (+0,7 Prozentpunkte zu Februar) der Frauen zwischen 14-29 Jahren zu den Onlinern, 64,9% (-0,8 Prozentpunkte) der 30-49jährigen Frauen und lediglich 19,6% (-0,6 Prozentpunkte) der Frauen ab 50 Jahren.
Im Vergleich dazu liegt das Diffusionsniveau bei den Männern ab 50 Jahren mit 37,3% (-2 Prozentpunkte zu Februar) fast doppelt so hoch, doch auch hier gibt es eine klare Kluft zu den jüngeren Männern, wenngleich auf höherem Niveau: 77,5% der 30-49-jährigen Männer (+1,8 Prozentpunkte) gehören zu den Onlinern und 89,8% der 14-29-jährigen Männer (+1,1 Prozentpunkte).
Die sogenannte 'digitale Kluft' zwischen Männern und Frauen nimmt folglich mit dem Alter deutlich zu: Während in der jüngsten Altersgruppe lediglich eine Kluft von 8 Prozentpunkten besteht, erhöht sie sich bei den 30-49-Jährigen auf 12,6 Prozentpunkte und endet bei 17,8 Prozentpunkten bei den ab 50-Jährigen.
Entwicklung seit Vorjahr:
Ein Jahr zuvor war die 'digitale Kluft' mit 15,3 Prozentpunkten sogar geringer ausgeprägt. Die Kluft hat also zwischen Männern und Frauen zugenommen, und zwar vor allem bei den älteren Personen ab 50 Jahren: im März 2003 betrug die Kluft noch 13,5 Prozentpunkte und war damit niedriger als bei den 30-49-Jährigen mit 14,4 Prozentpunkten. Lediglich in dieser Altersgruppe nahm die Kluft zum Vorjahr leicht ab; dagegen stieg auch in der jüngsten Altersgruppe der 14-29-Jährigen die Kluft von 5,5 auf 8 Prozentpunkte an.
Der Internetanteil wuchs bei den Männern in den letzten 12 Monaten um 4,3 Prozentpunkte (März 2003: 60,1%), bei den Frauen nur um 2,5 Prozentpunkte (März 2003: 44,2%). Den höchsten Zuwachs verzeichneten dabei die 30-49-jährigen Frauen mit 5,6 Prozentpunkten (März 2003: 60,6%), bei den 14-29-jährigen Frauen gab es einen leichten Anstieg um 1,4 Prozentpunkte (März 2003: 79,8%), bei den ab 50-jährigen hingegen keinen nennenswerten Anstieg (0,3 Prozentpunkte; März 2003: 19,5%.
Bei den Männern fanden sich Zuwächse in allen drei Altersgruppen. Am deutlichsten in der Altersgruppe 50+ mit 4,6 Prozentpunkten (März 2003: 32,7%), in den beiden jüngeren Altersgruppen gab es einen Anstieg von jeweils knapp 4 Prozentpunkten (14-29 Jahre im März 2003: 85,9%; 30-49 Jahre im März 2003: 73,7%).
Die Onlinerzahl stieg bei den Frauen zum Vorjahr um 1,3 Millionen an, wovon 1 Million auf die 30-39-Jährigen entfielen. Bei den Männern gab es mit 1,8 Millionen Personen einen etwas höheren Zuwachs, wobei auch hier bei den 30-49-Jährigen mit einer 1 Million der höchste Anstieg zu verzeichnen war. Die Altersgruppe der ab 50-Jährigen konnten auch noch leicht hinzugewinnen mit 0,6 Millionen bei den Männern und 0,4 Millionen bei den Frauen.
Hierzu gibt es Grafiken zum Download:
03/2004: Sonderauswertung der @facts-Studie - update