Von den 52 Millionen erwachsenen Amerikanern, die Instant Messaging nutzen, haben ca. 30 Prozent bereits 'Spim', d.h. kommerzielle Instant Messages*, erhalten; das ergab eine Studie des Pew Internet & American Life Project. Somit haben etwa 17 Millionen Erwachsene bereits die Instant Messaging-Variante von Spam bekommen.
'Man kann sicherlich sagen, dass Instant Messaging so beliebt und so wichtig für die Menschen geworden ist, dass kommerzielle Gruppen versuchen, diesen Dienst zur Verkaufsförderung zu nutzen', erklärte Lee Rainie, der Direktor des Pew Internet & American Life Project. 'Die Frage ist nur, wie die Leute das aufnehmen. Es wird interessant sein zu sehen, ob sie nichts damit zu tun haben wollen oder ob sie es als etwas Nützliches begrüßen.'
Für die Studie wurden vom 12. Januar bis 9. Februar 2005 2.201 Erwachsene über 18 befragt; der Fehlerbereich betrug plus/minus 5 Prozent.
Das in demographischer Hinsicht erstaunlichste Ergebnis der Studie war, dass jüngere Internetnutzer unter 30 am ehesten Spim erhalten. Rund 39 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe gaben an, dass sie mindestens einmal Spim bekommen hatten. Im Vergleich dazu hatten nur 27 Prozent der Teilnehmer zwischen 30 und 49 Spim bekommen.
Erstaunlicherweise gibt es im Hinblick auf Spim keine weiteren festen Muster. Instant-Messaging-Nutzer aller Einkommensgruppen und aller ethnischen Gruppen sind gleichermaßen betroffen. Überraschend ist, dass Breitbandnutzer nicht mehr Spim erhalten als Nutzer mit Einwahl, obwohl sie häufiger permanent online sind.
Pew fragte die Teilnehmer nicht, welcher Art oder welchen Inhalts die Werbe-Messages waren, die sie erhalten hatten.
Weitere Ergebnisse der Studie waren:
- Zwei von drei (66 %) erwachsene Internetnutzer unter 30 nutzen Instant Messaging.
- Nutzer in Haushalten mit relativ geringem Einkommen nutzen am ehesten Instant Messaging. Etwa 52 Prozent der erwachsenen Internetnutzer in Haushalten mit einem Jahreseinkommen unter 30.000 $ nutzen Instant Messaging.
- Der Unterschied zwischen den Nutzern mit Breitband- oder mit Einwahlanschluss ist geringer als erwartet. Etwa 50 Prozent der Erwachsenen mit einem privaten Breitbandanschluss nutzen Instant Messaging; bei den Nutzern mit Einwahl sind es 42 Prozent.
(* Instant Messages sind kurze Nachrichten zwischen verschiedenen Internetnutzern, die gerade online sind. Im Gegensatz zur E-Mail werden sie in Echtzeit direkt zugestellt. Instant Messenger Programme sind z.B. der AOL Instant Messenger, der MSN Messenger oder ICQ.)
Zum Original-Text bei PEW (Internet & American Life Project) gelangen Sie hier:
http://www.pewinternet.org/PPF/p/1052/pipcomments.asp
Unseren letzten Report des PEW Internet & American Life Project finden Sie hier:
Internationale Aspekte-Nachhaltigkeit/Statistik/Downloads