Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hat eine positive Bilanz der Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Programms 'Kulturelle Bildung im Medienzeitalter' der Bund-Länder-Konferenz zur Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) gezogen. 'Es ist gelungen, Beiträge für einen modernen Kunst- und Musikunterricht zu entwickeln und erfolgreich zu verwirklichen', sagte Bulmahn anlässlich der
Abschlussbilanz des Programms am Donnerstag, den 12. Mai 2005 in München.
Mehr als 100 Schulen, Hochschulen und außeruniversitäre Einrichtungen hätten sich in den vergangenen fünf Jahren an den 23 Modellversuchen beteiligt. In 13 Bundesländern werden die Unterrichtsmodelle jetzt in immer mehr Schulen umgesetzt. 'Um Schülerinnen und Schüler auf Ihre Zukunft vorzubereiten, müssen wir ihnen verstärkt den Zugang in die digitale Welt auch mit künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen', erklärte Bulmahn.
Die Bundesministerin wies darauf hin, dass viele Lehrerinnen und Lehrer von dem regen länderübergreifenden Erfahrungsaustausch mit Wissenschaftlern und Praktikern sehr profitiert hätten. Neben zahlreichen Modellen für einen modernen Kunst- und Musikunterricht seien zukunftsweisende Studienangebote wie zum Beispiel Sounddesign an der Universität der Künste in Berlin oder 'Autorschaft & Multimedia' an der Universität Halle Wittenberg eingeführt worden. Mehr als 100 Veröffentlichungen zum experimentellen und kreativen Umgang mit neuen Medien im Unterricht seien jetzt bereitgestellt. Unterrichtsbeispiele für den Kunstunterricht mit neuen Medien können ab sofort von Lehrerinnen und Lehrern als Unterstützung über die Internetplattform
http://netzspannung.org/index_flash.html
abgerufen werden. Sie richten sich an alle Schulformen und Altersstufen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie 13 Länder (Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) unterstützten das BLK-Programm 'Kulturelle Bildung im Medienzeitalter' mit über elf Millionen Euro.
Weitere Informationen unter:
www.kubim.de
,
http://netzspannung.org/index_flash.html
und
www.lehrer-online.de
Das BLK-Programm Kulturelle Bildung im Medienzeitalter KUBIM umfasste 23 Einzelmodellprojekte aus 13 Bundesländern. Ziel des Programms war die Entwicklung und Erprobung innovativer Modelle für den kreativen und kompetenten Umgang mit den neuen Medientechnologien in der kulturellen Bildung/Ausbildung und die Förderung der ästhetischen Erfahrung durch Schulung der Sinne und Arbeit in interdisziplinären und medialen Projekten.
Siehe auch: Interview mit Dr. Zacharias (BkJ) anlässlich der Abschlussfachtagung des KUBIM-Programms:
"Zukunftsmusik in der kulturellen Bildung".