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Der Wahl-O-Mat ist wieder online
Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung vom 30.08.05
Auch zur Bundestagswahl 2005 steht wieder der Wahl-O-Mat im Internet zur Verfügung, um insbesondere Jung- und Erstwähler bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.
Der Wahl-O-Mat ist ein Programm, das dem Nutzer oder der Nutzerin eine Reihe von Thesen zum aktuellen Wahlkampf vorstellt, zu denen er/sie sich zustimmend, ablehnend oder neutral positionieren kann. Am Ende liefert der Wahl-O-Mat ein 'Wahl-O-Mat Ergebnis': Er zeigt die Nähe der eigenen Positionen zu den Positionen der Parteien auf.
Die Thesen, die der Wahl-O-Mat zur Diskussion stellt werden von einem eigens gebildeten Redaktionsteam auf der Grundlage der Wahlprogramme der Parteien, die nach vorliegenden Prognosen in den Bundestag einziehen werden, erarbeitet.
Das Redaktionsteam besteht aus einer Gruppe von etwa 10 bis 20 jungen Menschen aus Schule, Ausbildung oder Studium. Jung- oder Erstwähler/innen, die politisch interessiert und teils auch engagiert sind. In einem Workshop entwickelt die Redaktionsgruppe etwa 100 Thesenentwürfe, die nach formalen Kriterien zu einer Longlist' von etwa 60 bis 80 Thesen reduziert werden. Diese Thesenauswahl wird den Parteien zur Stellungnahme vorgelegt. Nach Beantwortung durch die Parteien werden die Thesen einer statistischen Bewertung auf hinreichende Unterscheidbarkeit unterzogen und in der Anzahl weiter reduziert. Zum Schluss findet eine endgültige Auswahl von 25 bis max. 30 Thesen statt, die nach dramaturgischen Kriterien in die Wahl-O-Mat-Reihenfolge gebracht werden.
Der Wahl-O-Mat ist ein Initiative der Bundeszentrale für politische Bildung. Er gibt Informationen über wesentliche und unterscheidbare Positionen der politischen Parteien, soll politische Kommunikation in sozialen Gruppen - in Familien, am Arbeitsplatz, in der Schule stiften, inhaltliche Auseinandersetzung initiieren, individuelle politische Haltungen aktivieren und Wählerinnen und Wählern eine Orientierung bei ihrer Wahlentscheidung anbieten.
Das Konzept des Wahl-O-Mat wurde in den Niederlanden als Instrument der politischen Bildung vom Instituut voor Publiek en Politiek/IPP (Amsterdam) entwickelt und unter dem Namen StemWijzer 1985 ins Leben gerufen. In Deutschland wurde der Wahl-O-mat erstmals zur Bundestagswahl 2002 eingesetzt und fand auf Anhieb 3,6 Mio Nutzerinnen und Nutzer.
Mehr erfahren Sie unter:
http://www.wahl-o-mat.de
Im Angebot der SDC seit 30.08.05 (jcr)
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Themenbereiche:
- Bürgerbeteiligung, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung