Die IT-Ausbildungsberufe haben sich seit 1997 quantitativ zu einem Erfolgsmodell entwickelt, dennoch liegt der durchschnittliche Frauenanteil bundesweit nur bei 13,8 %. Eine bundesländerspezifische Auswertung bis zum Jahre 2003 stellt dar, in welchen Berufen und Ländern die mittelfristig von der Bundesregierung anvisierte Zielmarke eines 40 %igen Frauenanteils erreicht wurde.
Die Analyse des vom BMFSFJ geförderten Bundesausbildungsprojektes idee_it zeigt, dass sich die hohen Anteilswerte von Frauen in allen Bundesländern auf die kaufmännischen IT-Berufe konzentrieren. Betrachtet man die Gesamtanzahl der Ausbildungsverträge Informatikkaufleute von 1997 bis 2003, dann fällt auf, dass bei den noch sehr niedrigen absoluten Ausbildungszahlen im Jahr 1997 der Frauenanteil in den neuen Bundesländern deutlich höher liegt als in den alten Bundesländern. Diese Tendenz setzt sich fort bis zum Jahr 2000. Dann gleichen sich die Frauenanteile in den östlichen Bundesländern denen im Westen Deutschlands an.
Im Jahr 2003 wird im Ausbildungsberuf Informatikkaufleute nur in Brandenburg die angestrebte Zielmarke der Bundesregierung von 40 % Frauenanteil leicht überschritten (40,3 % bei 139 Auszubildenden absolut). Hamburg ist im Jahr 2003 das Bundesland, dass mit 36,4% von 247 Auszubildenden den höchsten Frauenanteil bei den Informatikkaufleuten im Westen hat.
Schlusslichter im Ranking sind im Jahr 2003 Schleswig-Holstein mit nur 11,0 % bei 146 Auszubildenden insgesamt und das ausbildungsstärkste Bundesland, Nordrhein-Westfalen, mit 17,3 % bei 1.555 Ausbildungsverträgen für das Berufsbild Informatikkaufleute.
Die vollständige Analyse als Download können Sie unter folgendem Link herunterladen (Link öffnet ein Pdf!):
http://www.kompetenzz.de/var/storage/original/application/phpJN37Ef.pdf
Die verstärkte Nutzung der Potenziale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und der Technik sind die Ziele des seiet 1999 bestehenden Vereins 'Frauen geben Technik neue Impulse e.V.'.