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Linux, Star Office und die Digitale Spaltung

Armin Hohl, Sun Microsystems, armin.hohl@swiss.sun.com

Linux und StarOffice als Mittel zur Reduzierung der Digital Divide Das Betriebssystem Linux, das vom Ur-System Unix abstammt, ist in erster Linie als Server-Betriebssystem zu betrachten. Von Anfang an waren Mehrbenutzerfähigkeit, Netzwerk- und Internetfähigkeit und vieles mehr bereits in das System integriert. Zudem standen durch die enge Verwandtschaft mit Unix auch sehr viele Compiler und Werkzeuge für Programmierer und Entwickler zur Verfügung. All dies ergab, dass Linux vor allem als Entwicklerplattform und als Server-Betriebssystem eine hohe Beliebtheit errang. Man konnte es also durchaus als Experten-System betrachten - für Neulinge durch fehlende benutzerfreundliche graphische Werkzeuge allerdings eher weniger geeignet. Doch vor allem hier haben in den letzten Jahren die meisten Linux-Anbieter angesetzt. Seit kurzem erscheinen Linux-Distributionen, die auch den nichtprofessionenllen Anwenderkreis ansprechen. Mit der Einführung von KDE und GNOME als graphische Benutzeroberflächen wird Linux auch für weniger versierte Anwender leichter zu handhaben. Über das KDE-Control Center können ähnlich wie bei den bekannten Windows Systemen sämtliche Peripheriegeräte und Systemeinstellungen über graphische Tools verwaltet werden. Vereinfachte und verbesserte Anwendungssoftware wie z.B. StarOffice runden das Produkt ab und machen es für unversierte Anwender zu einem einfach zu verwaltenden System, mit dem eine enorme Produktivität erzielt werden kann. Die Eigenschaft, dass Linux und die dazugehörende Software überwiegend kostenlos zur Verfügung stehen, machen dieses Betriebssystem vor allem für Schüler und Studenten interessant. Aber auch andere begeisterte Hobby-Anwender schwenken immer mehr um in Richtung Linux und können von diesem System profitieren. Eines der obersten Ziele des Einsatzes von Open-Source-Software ist das Aufbauen von Know-How für den Anwender. Die Linux-Distributionen der verschiedenen Anbieter sind mit zahlreicher zusätzlicher Software ausgestattet. Software, die genauso auch als Open-Source-Software für andere Unix-Varianten zur Verfügung stehen und damit auch jedem Unix-Anwender bekannt sind. Dadurch, und durch die starke Ähnlichkeit der Systeme, wird es sehr einfach, bereits erstellte Programme und auch das damit angesammelte Know-How von Unix auf Linux zu portieren. Darüber hinaus kann man auch den Trend erkennen, dass Open-Source-Software für mehrere Betriebssysteme gleichzeitig entwickelt wird. So läuft z.B das Datenbanksystem MySQL u.a. unter Unix, Linux und Windows, und auch das Office-Paket StarOffice von Sun Microsystems wurde für Unix, Linux und Windows entwickelt. Ziel ist, auf diese Weise eine systemübergreifende Integration zu erreichen. Die vorhandenen frei verwendbaren Werkzeuge können nun vom Anwender dazu genutzt werden, sich in bestimmte Gebiete einzuarbeiten und auszuprobieren, ob ihm dieses Gebiet gefällt und ob es für ihn Sinn macht, Zeit und Energie hierfür einzusetzen. Falls nicht, dann war es ein Versuch, der wenigstens keine hohen Kosten verursacht hat. Falls aber doch, dann stehen dem Anwender alle Möglichkeiten zur Verfügung, sich auf seinem gewählten Gebiet ein umfangreiches Wissen anzueignen ohne vorher finanziell hoch investieren zu müssen. Diese Tatsache sollte nicht unterschätzt werden. Schliesslich bedeutet dieses Ansammeln von Know-How nicht nur, dass ein Anwender auf dem Arbeitsmarkt über zusätzliche und wertvolle Qualifikationen verfügt, sondern dass sich durch diese Kenntnisse auch häufig die grundlegenden Geschäftsideen für junge Unternehmen ergeben. All die vorhandenen Werkzeuge wären allerdings unnütz ohne die notwendige Dokumentation. Linux und Unix sind seit jeher Systeme, die sehr ausführlich dokumentiert sind und eine unglaubliche Menge an Tipps und Tricks mitliefern. Damit ist ein Linux-Anwender mit seinen Problemen nie alleine auf sich selbst gestellt, sondern kann immer auf vorhandene Dokumentationen und Best-Practice-Beschreibungen zurückgreifen. Gerade beim Aufbau von Know-How ein enormer Vorteil gegenüber vielen anderen Betriebssystemen. Vor allem im Zusammenhang mit Linux hat auch StarOffice enorm an Bedeutung gewonnen. Im Linux- und Unix-Bereich ist es das meistverwendete Office-Produkt, und auch unter Windows gewinnt es immer mehr an Beliebtheit. Grund hierfür ist wohl vor allem der Preis - so kann StarOffice kostenlos vom Internet geladen werden und ist sogar bei den meisten Linux- und Unix-Distributionen bereits im Vorfeld integriert. Desweiteren bietet Sun mit dieser Office-Suite ein in sich abgerundetes Produkt, das sämtliche Funktionalitäten bietet, die andere Office-Produkte beinhalten. So stehen dem Anwender u.a. folgende Werkzeuge zur Verfügung: - ein umfangreicher Texteditor (StarWriter) - ein Tabellenkalkulationsprogramm (StarCalc) - ein Präsentationsprogramm (StarImpress) - eine integrierte Adabas-Datenbank (StarBase) - ein Kalender und Terminplaner (StarScedule) - Graphikwerkzeuge (StarImage und StarDraw) - Werkzeuge für E-Mail, Web-Browser, News, Chat, HTML-Editor - und ein Adressbuch Zahlreiche Filterprogramme gewährleisten einen umfangreichen Datenaustausch und eine sehr hohe Kompatibilität zwischen StarOffice und anderen Office-Programmen wie z.B. Microsoft Office. Zudem werden auch Schnittstellen zu PDAs wie z.B. dem PalmPilot zur Verfügung gestellt. Damit deckt StarOffice alles das ab, was ein Anwender sowohl für seinen Arbeitsplatz als auch für sich privat benötigt, und das zum Nulltarif. Vor allem in Verbindung mit StarOffice kann Linux durchaus als geeignetes Mittel betrachtet werden, um die "Digital Divide" zu schliessen oder zumindest zu reduzieren. Linux bietet mittlerweile einen hohen Grad an Benutzerfreundlichkeit, der über StarOffice abgerundet wird. Überdies bewirken Linux und StarOffice als Kombination eine enorme Wirtschaftlichkeit und sind damit sowohl für den geschäftlichen als auch für den privaten Anwender sehr interessant. Durch die zusätzlichen Werkzeuge und die vorhandene Dokumentation können sich die Anwender zudem hohe Qualifikationen aneignen, die vor allem auf dem Arbeitsmarkt sehr gesucht sind.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.sun.com/staroffice/

Im Angebot der SDC seit 11.09.01 (tsc)

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Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Informationsfreiheit, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Neue Technologien, Betriebssysteme, Linux, Computer




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