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Fortsetzung des Artikels Vor einer schwierigen Entscheidung suchen 60 Millionen Amerikaner Hilfe im Internet
Breitband bei der Stärkung der Rolle des Internet als Entscheidungshilfe
Wie bereits erwähnt, wiederholte die Erhebung von 2005 die im Januar 2002 bereits gestellten Fragen zu den wichtigen Entscheidungen, vor denen die Menschen standen. *(1) 2002 sagten 45 Millionen Amerikaner oder 40 % der Internetnutzer, das Internet spiele eine entscheidende oder wichtige Rolle in mindestens einem der acht im Fragenkatalog enthaltenen Entscheidungsbereiche. Bis März 2003 war die Zahl um ein Drittel auf 60 Millionen gestiegen; der Anteil der Internetnutzer, für die das Internet eine Schlüsselrolle bei Entscheidungen spielt, stieg auf 45 %.
| Die immer wichtiger werdende Rolle des Internet bei der Entscheidungsfindung |
| Anzahl der Amerikaner, für die das Internet in wichtigen Momenten entscheidend oder wichtig war |
| Aktivität | 2005 |
2002 |
| Berufl. Weiterbildung | 21 Mio. | 14 Mio. |
| Unterstützung eines Kranken | 17 Mio. | 11 Mio.
|
| Schul- oder Collegewahl für sich selbst oder ein Kind | 17 Mio. | 12 Mio. |
| Autokauf | 16 Mio. | 13 Mio. |
| Größere Investition oder finanzielle Entscheidung | 16 Mio. | 11 Mio.
|
| Neue Wohnung | 10 Mio. | 7 Mio. |
| Arbeitsplatzwechsel | 8 Mio. | 7 Mio. |
| Eigene Krankheit | 7 Mio. | 5 Mio. |
Quelle: Pew Internet & American Life Project, Erhebung März 2005. N=1.450 für Internetnutzer. Die Erhebung vom Januar 2002 umfasste 1.415 Internetnutzer. Fehlerbereich ±3 % für das Sample der Internetnutzer bei beiden Erhebungen
Ein möglicher Grund für diese Zunahme ist die Verbreitung von Breitbandanschlüssen zwischen 2002 und 2005. Im Januar 2002 waren 17 % der privaten Internetnutzer oder 9 % aller Amerikaner mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen mit dem Internet verbunden. Bis zum März 2005waren es 50 % oder 30 % der Amerikaner. Das bedeutet, dass die Anzahl der privaten Breitbandnutzern in den Vereinigten Staaten sich von Anfang 2002 bis Anfang 2005 fast verdreifacht hat – ein Anstieg von 18 Millionen im Januar 2002 auf 60 Millionen bis März 2005 (*2).
Es ist wahrscheinlich, dass der Komfort des Breitbands mehr Nutzer des Internet, die vor einer Entscheidung stehen, anzieht. Und, wie erwartet, hatte das Vorhandensein eines Breitbandanschlusses in beiden Erhebungen signifikant positive Auswirkungen auf die Wahrscheinlichkeit, dass das Internet eine wichtige Rolle in mindestens einem der acht Entscheidungsbereiche spielte, selbst bei der Berücksichtigung von verschiedenen demographischen Kennzeichen der Befragten. 2002 gaben 56 % der Breitbandnutzer an, das Internet spiele eine wichtige oder entscheidende Rolle in mindestens einem Entscheidungsbereich, gegenüber 39 % der Nutzer mit Einwahl. 2005 war der Anteil fast der gleiche: 57 % der Breitbandnutzer und 38 % der Nutzer mit Einwahl sagten, das Internet spiele eine entscheidende oder wichtige Rolle in mindestens einem Entscheidungsbereich.
Aber Breitband ist möglicherweise nicht die einzige Begründung für den Anstieg der Internet-gestützten Entscheidungsfindung. Bessere Inhalte oder weitreichend beworbene Websites können ebenso Menschen ins Internet gebracht haben, die vor einer großen Entscheidung standen. Einige Menschen orientieren sich auch an anderen, die das Internet für Entscheidungen nutzen, so dass auch ein Vernetzungseffekt in Frage kommt. Wenn mehr Menschen andere ansprechen, um Unterstützung bei Entscheidungen zu finden und die Erfahrung hilfreich finden, könnte auch Online-„Mundpropaganda“ andere im Internet nach Unterstützung suchen lassen, wenn sie vor einer großen Entscheidung stehen.
*Anmerkungen:
Vgl. Nathan Kommers/Lee Rainie: Use of the Internet in Major Life Moments. Mai 2002
In der neuesten Erhebung des Project im Januar 2006 lag die Verbreitung privater Breitbandanschlüsse bei 39 % der US-amerikanischen erwachsenen Gesamtbevölkerung oder ca. 79 Millionen Menschen.
Sie können den englischen Report hier downloaden:
"Downloads: Nutzung des Internet bei wichtigen Lebensereignissen"