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Unternehmen profitieren vom besseren Einsatz ihrer Forscherinnen

Quelle: Europa Rapid Press Release, Wien, den 15. Mai 2006, IP/06/614 vom 15.05.06

Unternehmen mit gut organisierten Gender-Mainstreaming-Konzepten verbessern häufig ihre wirtschaftliche Erfolgsbilanz. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse eines Berichts über Frauen in Wissenschaft und Technik (Women in Science and Technology, WiST), der am 15. Mai 2006 auf einer Konferenz in Wien vorgestellt wird und auf einer zwölfmonatigen Arbeit mit multinationalen Unternehmen beruht. Ziel der Konferenz und des Berichts ist es, der Frage nachzugehen, was unternommen werden kann, um mehr Forscherinnen für die Industrie zu gewinnen. Während die Beteiligung von Frauen an der Forschung in der EU generell ziemlich niedrig ist, sind Frauen im privaten Sektor (18 %) noch weniger als im öffentlichen Sektor repräsentiert (35 %), obwohl es immer mehr Universitätsabsolventinnen gibt.

Janez Potocnik, für Wissenschaft und Forschung zuständiges Mitglied der Kommission, erklärte: "Wenn Europa ein Wissenschaftsstandort auf höchstem internationalen Niveau werden soll, müssen wir das Potenzial unserer Wissenschaftlerinnen besser nutzen. Die Industrie braucht sie, unsere Bildungseinrichtungen brauchen sie, und unsere politischen Entscheidungsträger brauchen sie. Wenn wir kein gerechteres System schaffen, in dem sich alle in gleicher Weise beteiligen können, lassen wir einen riesigen Pool an Talenten und Potenzial brach liegen, auf den zu verzichten wir uns nicht leisten können."

Die WiST-Gruppe befasste sich mit Fragen wie den Arbeitsbedingungen für Frauen in der Industrieforschung und damit, wie mit der Diversität der Geschlechter am Arbeitsplatz umgegangen werden kann. Sie gibt Empfehlungen dazu ab, wie die Diversität in das Forschungsmanagement der Industrie Eingang finden kann, und schlägt Strategien zur Erhöhung des Frauenanteils in der Forschung von Unternehmen vor. Unternehmen wie Airbus, Hewlett-Packard, Shell und Xerox werden auf der Konferenz ihre Strategien für die Rekrutierung und Bindung von Forscherinnen vorstellen.

Parallel zu dieser Konferenz zeigen die jüngsten Zahlen der Europäischen Kommission zu Frauen in Wissenschaft und Technik "She Figures 2006", dass die Zahl der Forscherinnen an Universitäten und Unternehmen steigt. "She Figures 2006" ist ein praktisches Nachschlagewerk, das einen umfassenden Überblick über die Beteiligung von Frauen an der Wissenschaft bietet. Wenngleich sich überall ein positiver Wandel vollzieht, gehen die Fortschritte nach wie vor langsam voran und sind in einigen wissenschaftlichen Disziplinen so gut wie keine Fortschritte zu verzeichnen. Überdies ist festzustellen, dass die Frauenbeteiligung zwar steigt, dies sich jedoch nicht in einer größeren Beteiligung auf höheren Ebenen niederschlägt, da nur 11 % der Frauen in den Naturwissenschaften und 6 % der Frauen in den Ingenieurswissenschaften Führungspositionen einnehmen.

An der Konferenz nehmen auch 16 "Botschafterinnen" aus vier laufenden, aus EU-Mitteln finanzierten Projekten teil, die als Rollenvorbilder in vier Bereichen fungieren sollen: Frauen in den Nanowissenschaften, Mädchen und Naturwissenschaften an Schulen, Image der Wissenschaft und politische Entscheidungsträger.

"She" Figures 2006

WiST report


Im Angebot der SDC seit 16.05.06 (jch)

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Themenbereiche:
Mediennutzung durch Frauen / Aktivitäten für Frauen, Ökonomische Entwicklung / Wirtschaftlichkeit, Arbeitswelt, Forschung




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