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Kaum Breitbandnutzung weit und breit im ländlichen Raum der USA

Quelle: Enid Burns, Clickz vom 08.05.06

Verschiedene Gründe wie die geographische Lage und die Bevölkerungsdichte sind dafür verantwortlich, dass immer noch 71 Prozent der amerikanischen Haushalte schmalbandig ins Internet gehen oder gar nicht. Ein Bericht des U.S. Government Accountability Office (GAO) an die Kongressausschüsse beschreibt die Hindernisse für die Hochgeschwindigkeitsnutzung des Internet.

28 % der amerikanischen Haushalte, d. h. ca. 30 Millionen, abonnierten im Jahr 2005 einen Breitbandanschluss. Die übrigen 71 Prozent teilen sich in 30 Prozent, die das Internet über schmalbandige Telefonleitungen nutzen, und 41 Prozent, die überhaupt keinen privaten Internetanschluss haben. Unter den Breitbandteilnehmern nutzen in etwa gleich viele Kabelmodem und DSL. Von Bewohnern ländlicher Regionen wird DSL eher weniger genutzt, denn der Dienst steht nur innerhalb eines Radius’ von drei Meilen um einen Netzknoten zur Verfügung.

Die Bereitschaft zur Nutzung von Breitbanddiensten ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So liegt in der Bevölkerungsgruppe mit hohem Einkommen der Anteil der Haushalte, die Breitbanddienste nutzen um 39 % höher als bei Haushalten mit niedrigem Einkommen. Ebenso ist die Bereitschaft zur breitbandnutzung unter den Bessergebildeten höher: Unter den Familien, in denen der Haushaltsvorstand ein College besucht ha, ist die Breitbandnutzung um 12 Prozent häufiger als in Haushalten mit einem Haushaltsvorstand ohne College-Bildung.

Trotz der ständig sinkender Kosten, bleibt der Preis also ein Hindernis für die Nutzung. Ebenfalls sind Steuerraten in Höhe von 10 Prozent ein Hindernis für die Bereitschaft zur Nutzung, aber auch wenn die Steuerraten nur bei 5 Prozent leigen, hat das nur wenig Einfluss auf die Nutzungsbereitschaft von Bewohnern ländlicher Regionen und von Haushalten mit geringerem Einkommen.

Breitbanddienste stehen der gesamten Bevölkerung in den USA bis auf 1 Prozent zur Verfügung, denn 99 Prozent der amerikanischen Bürger leben in den 95 Prozent der Postleitzahlgebiete, in denen zumindest ein Internetserviceprovider Breitbandzugang anbietet. Während die Firmen weiterhin die Infrastruktur für den Breitbandzugang ausbauen, bleiben geographische Gründe und eine geringe Bevölkerungsdichte die eigentlichen Ursachen für eine weitere Ausdehnung der Internetserviceprovider.

Bundesprogramme wie der Universal Service Fund (USF) und der Rural Utilities Service (RUS) des Landwirtschaftsministeriums haben dazu beigetragen, die Verbreitung von Breitbanddiensten in ländlichen Gebieten zu erhöhen.

Die Kosten für den Netzausbau sind vielen ländlichen Regionen aufgrund der unzugänglichen Landschaftsstruktur deutlich höher. Gleichzeitig ist in diesen Gebieten die Bevölkerungsdichte weitaus niedriger, so dass mit geringeren Einnahmen aus den Netzen zu rechnen ist. Anbieter, die ihr Geschäftsfeld auf Breitbanddienste beschränken, bevorzugen daher Märkte, in denen Sie nicht auf Wettbewerber treffen, obwohl die Phase, in der Gebiete quasi erobert wurden vorbei zu sein scheint. Die etablierten Telekommunikations- und Kabelnetzbetreiber hingegen bauen ihre Dienstleistungen bevorzugt in wettbewerbsintensiven Märkten auf und aus.

Das GAO sammelt Daten mit dem so genannten Formular 477, einer von der Regierung in Auftrag gegebenen Erhebung über den Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt und die Verbreitung von Breitbanddiensten. Die Federal Communications Commission (FCC) erhebt Daten, in welchen Postleitzahlgebieten der Bevölkerung Breitbanddienste zur Verfügung stehen und nicht, wo eine entsprechende Breitbandinfrastruktur aufgebaut wurde.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.clickz.com/stats/sectors/broadband//article.php/3604581

Im Angebot der SDC seit 12.06.06 (jch)

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Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Ländliche Regionen, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Breitband/DSL




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