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Digitale Medien - Wer sind die Nutzer?

Jeanette Christu, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.

Der Bundesverband BITKOM hat im Rahmen einer Pressekonferenz 'Digitale Consumer Elektonics' eine Ausblick auf die Entwicklung des deutschen Marktes für Unterhaltungselektronik gegeben. BITKOM-Präsident Berchtold stellte zudem zentrale Ergebnisse einer Verbraucherbefragung des Verbandes vor, die auch auf Verfügbarkeit und Nutzung von PC und Internet, differenziert nach Altersgruppen und Geschlechtern, eingeht.

Die von TechConsult im Auftrag von BITKOM durchgeführte Befragung hat Verbraucher ab 15 Jahren nach Verfügbarkeit und Nutzung von Unterhaltungselektronik, wie Digitalkameras, Handys, Computern etc. gefragt. Dabei zeigte sich, dass in puncto Technik die Unterschiede zwischen Altersklassen und zwischen Männern und Frauen zwar noch vorhanden sind aber zunehmend verschwinden. Eine Gruppe zeige sich jedoch bisland wenig technikaffin: Frauen über 50. Und dies gelte selbst dann - so stellt Willi Berchtold heraus - wenn die Geräte sehr leicht zu bedienen und preisgünstig seien wie z.B. Digitalkameras. Nur jede fünfte Frau über 50 fotografiere digital. Dabei verfügt inzwischen jeder zweite Haushalt über mindestens eine Digitalkamera.

Altersunterschiede zeigen sich BITKOM zufolge z.B. auch bei der Nutzung von Zusatzfunktionen. Diese finden besonderen Zuspruch bei den Jugendlichen: So fotografieren 2/3 der Jugendlichen auch mit ihrem Handy, 1/3 gibt an, das Handy auch zum Musikhören zu nutzen. Im Gegensatz dazu nutzen die über 50-jährigen ihr Handy nahezu ausschließlich zum Telefonieren.

Keine Geschlechterdifferenzen stellte der Bundesverband jedoch in Bezug auf die Nutzung von PC und Internet fest.

Knapp drei Viertel aller deutschen Jugendlichen und Erwachsenen nutzen einen PC. Der Präsident der BITKOM wies auf den 'echten Nachholbedarf' in Bezug auf den Internet-Zugang der deutschen Haushalte hin - auch heute seien noch mehr als 40 Prozent komplett offline. Diese Rate, so Berchtold, liege in den Niederlanden, Schweden und Finnland unter 25 Prozent - und es gehe schließlich nicht um die Frage wer einen Rührmixer habe und wer nicht, sondern um den Anschluss an eine Zukunftstechnologie und die Frage, ob wir in Deutschland auf der Höhe der Zeit sind..

Wer einen Internetanschluss hat, der nutzt ihn in aller Regel auch sehr intensiv, so der BITKOM. Knapp zwei Drittel der Onliner kaufen im Internet ein, fast jeder zweite bucht Reisen oder Hotelzimmer online. Immerhin jeder fünfte nutzt das Internet zur persönlichen Weiterbildung, jeder sechste hört Web-Radio.

Berchtold stellt zudem ein Kuriosum in Bezug auf die Internetnutzung und die Altersstruktur heraus: Älteren Nutzern fehlen die Inhalte, die jüngeren haben Sicherheitsbedenken. Das will man kaum glauben, aber unsere Studie spricht hier eine ganz eindeutige Sprache. Sie sehen hier eine Umkehr zum realen Leben: Dort sind es ja in der Regel die älteren Mitbürger, die besonderen Wert auf Sicherheit legen.

Der BITKOM Verband geht von einem Wachstum des deutschen Marktes für Unterhaltungselektronik aus, das ausschließlich aus der gestiegenen Nachfrage nach digitalen Geräten resultiere. In diesem Segment steigt die Nachfrage um knapp 18 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, gab BITKOM-Präsident Willi Berchtold auf Basis einer aktuellen Studie zur Consumer-Elektronics der Marktforscher GfK und EITO bekannt. Der deutsche Markt für Unterhaltungselektronik werde in diesem Jahr voraussichtlich um 8,7 Prozent wachsen. Der Markt der analogen Unterhaltungselektronik, also etwa Videorekorder, Stereoanlagen und Röhrenfernseher, schrumpfe hingegen um fast 15 Prozent. Diese Entwicklung soll sich fortsetzen. Der digitalen Welt gehört die Zukunft,kommentierte Berchtold diese Ergebnisse.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.bitkom.org

Im Angebot der SDC seit 24.08.06 (jch)

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Themenbereiche:
Mediennutzung durch Frauen / Aktivitäten für Frauen, Mediennutzung durch SeniorInnen / Aktivitäten für SeniorInnen, Ökonomische Entwicklung / Wirtschaftlichkeit, Mediennutzung allgemein




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