Die Europäische Kommission hat rund 25.000 europäische Haushalte zu ihrem Telefon- und Internetverhalten befragt. Die neue Studie 'Eurobarometer' zeige, dass gerade beim Breitbandzugang das Potential noch nicht ausgeschöpft sei, teilt die Pressestelle der EU Kommission mit. Derzeit habe fast jeder vierte EU-Haushalt einen Internetzugang über einen Hochgeschwindigkeits-Breitbandanschluss.
Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, erklärte zur Studie:
Diese statistische Erhebung bietet aufschlussreiche Informationen über das Verbraucherverhalten auf dem ständigen Veränderungen unterworfenen Markt für Kommunikationsdienstleistungen. Ich betrachte diese Zahlen - insbesondere die Tatsache, dass so viele Menschen derzeit noch mit einem langsamen Internetzugang zufrieden sind - als Herausforderung für Betreiber und Diensteanbieter, inhaltlich und preislich attraktivere Breitbandangebote zu entwickeln, und ich werde mich dafür einsetzen, dass diese Entwicklung durch einen stärkeren Wettbewerb gefördert wird.
Rund 40 % der Haushalte mit Schmalband-Internetanschlüssen begründen ihre Wahl damit, dass sich aufgrund geringer Internetnutzung die höheren Kosten des Breitbands nicht rechnen. Andere geben an, dass sie keine schnellere Verbindung brauchen.
Fast alle EU-Haushalte haben Zugang zu Sprachtelefondiensten, wobei mehr als 60 Prozent sowohl über einen Festnetzanschluss als auch über Mobiltelefone verfügen. Mehr als die Hälfte der Singlehaushalte zwischen 15 und 29 besitzt nur ein Mobiltelefon und kein Festnetz mehr. Der größte Vorteil von Mobiltelefonen ist für 34 Prozent der Befragten, jederzeit und überall erreichbar zu sein. Die europäische Notrufnummer 112 kennen inzwischen mehr als ein drittel der Befragten, vor fünf Jahren waren es nur ein fünftel.
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