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Mit Podcasts lernen - Uni Leicester geht mit Forschungsprojekt voran

Jeanette Christu, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Universität Leicester

An der Universität Leicester (GB) untersucht ein Forschungsprojekt die Auswirkungen von Podcasting (das Herunterladen von Audiodateien auf persönliche MP3-Player) auf das studentische Lernen. Es soll geklärt werden, wie man positive Effekte auf das Lernen erreichen kann und ein pädagogisches Modell über den Einsatz von Podcasts in der höheren Bildung entwickelt werden.

Das Podcast-Modell zur Optimierung des studentischen Lernens zielt darauf ab, den Schwerpunkt von der reinen Übermittlung der Inhalte weg zu verlagern. Stattdessen wird ausprobiert, z.B. einen Witz oder eine Rapsequenz als Gestaltungselement des Podcasts aufzunehmen.

Richard Mobbs, Leiter für Lerntechnologien an der Universität Leicester, erklärte, die Universitäten müssten darüber nachdenken, dass die Lehrinhalte dahin geliefert werden, wo Studenten sie haben wollen - statt Institutionen bestimmen zu lassen wo die Studenten sie bekommen.

Der Lehr- und Lernprozess ist sehr kompliziert, aber wir wissen, dass wir dann am besten lernen, wenn wir lernen wollen, und das erfordert einen leichten Zugang zum Lernmaterial. Virtuelle Lernumgebungen ermöglichen das Lernen auf Abruf, aber es ist immer noch notwendig, dass der Lernende Internetzugang hat. Was liegt da näher, als dem Lernenden tragbares Lernmaterial zur Verfügung zu stellen. Daher müssen wir die Ressourcen den Studierenden zur Verfügung stellen und nicht die Studierenden den Ressourcen. erläutert Mobbs.

Es sollen schätzungsweise 300 Studierende und 15 wissenschaftliche Mitarbeiter im Studienjahr 2006 / 2007 an dem Forschungsprojekt mit der Bezeichnung IMPALA - Informal Mobile Podcasting and Learning Adaptation unter der Leitung von Professorin Gilly Salmon teilnehmen.

Das Podcast des Modellversuchs ist 10 Minuten lang und besteht aus drei Teilen:
  • aktuelle Nachrichten aus aller Welt, die mit dem Thema der Woche zu tun haben;
  • Austausch über das Lernen und die kollaborative Teamarbeit in der Woche;
  • ein Unterhaltungsteil mit einem Witz oder einem Rap.
Podcasting und MP3-Player sind neu im Bildungswesen, dennoch werden diese Geräte von der Bevölkerungsgruppe, zu der die Studierenden gehören, in großem Umfang genutzt - allerdings zur Unterhaltung. Die Herausforderung für Leicester ist es, ein Modell zu entwickeln, das die Studierenden aus Gründen der Flexibilität, Mobilität und zur Verbesserung und Ergänzung ihrer Lernerfahrungen nutzen wollen - nicht als Ersatz ihrer Vorlesungen. Wir haben unsere Ideen verbreitet und stellten fest, dass die Studierenden schnell 'anbissen' – sie nutzten sie im Bus, im Flugzeug, im Paternoster! Sie laden sie herunter und beschäftigen sich gleichzeitig mit anderen Dingen. Sie sind ständig dabei, 'noch einmal zuzuhören'! Sie hören zwischen den Vorlesungen von anderen Kursen.

Aus der Reaktion der Studierenden wird deutlich, dass sie positiv auf die verbesserten Lernmöglichkeiten reagieren. So erklärt ein Student: Ich kann in meiner eigenen Geschwindigkeit lernen und den Podcast abhören, wann ich will. Andere kommentieren: Man ist beim Lernen mit seinen Kameraden in Kontakt! Es ist ein guter Weg, Wissen zu verbreiten.Oder:Es ist informeller. Es ist anders. Nicht so ernst wie sich mit Stift und Papier hinzusetzen. Ich vermisse nichts auf den Podcasts.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www2.le.ac.uk/projects/impala

Im Angebot der SDC seit 18.09.06 (jch)

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Universitäten, Forschung, Neue Technologien, E-Learning




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