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Langfristperspektiven der Telekommunikation: Glasfasertechnologie und Internetisierung

Quelle: PM BMWi vom 12.10.06

Glasfasertechnologie und Internetisierung der Telekommunikation sind wesentliche Faktoren des Wandels


Die Technische Universität Dresden hat zusammen mit dem Fraunhoferinstitut System- und Innovationsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die Studie 'Technologische und ökonomische Langfristperspektiven der Telekommunikation' erarbeitet. Für die Studie wurden vorhandene Prognosen gesichtet, Experten befragt und eine Analyse von Venture Capital-Aktivitäten durchgeführt.

Die Studie sieht Glasfasertechnologie und Internetisierung der Telekommunikation als wesentliche Faktoren des Wandels.

Während die großen TK-Unternehmen noch um die richtige Ausbaustrategie ringen und Konzepte verfolgen, die auf einer Kombination von Kupferleitungen mit modernen Glasfaserleitungen basieren, haben sich kleinere TK-Unternehmen bereits für durchgängige Glasfaserlösungen entschieden, so die Studie. Langfristig werden sie damit mehr Bandbreite und vielfältigere Angebote zur Verfügung stellen können. Die konsequente Orientierung am Ideal durchgängiger Glasfasernetze bis zum Endkunden werde deshalb die Zukunft der TK bestimmen.

Neben der Entwicklung durchgängiger Glasfasernetze stellt die Studie einen Trend in den Vordergrund, der als 'Internetisierung der Telekommunikation' bezeichnet wird. Technische Grundlage hierfür ist die Umstellung herkömmlicher Telekommunikationsnetze auf moderne Next Generation Networks (NGN). Der Aufbau von Netzen, die vollständig auf dem Internet Protokoll (IP) basieren, ist allerdings nicht nur als technologischer Entwicklungssprung zu werten. Er führt zu einer ähnlich radikalen Umgestaltung der TK-Branche, wie sie zuletzt von der Liberalisierung der Telekommunikation in den 90er Jahren ausgegangen ist.

Die Internetisierung vollzieht sich auf drei Ebenen: Technisch bezieht sie sich auf die IP-Konvergenz aller Netze. Ökonomische Konsequenzen ergeben sich, weil die Einnahmen aus der Festnetztelefonie durch die Mobilfunkentwicklung sowie durch Voice over IP geringer werden und durch neue Dienste aufgefangen werden müssen. Hinzu kommt die stärkere Konkurrenz durch alternative Infrastrukturanbieter.

Bei der Erstellung und Vermarktung neuer Dienste führt die Internetisierung zum Überschreiten etablierter Dienste-, Netze- und Gerätegrenzen. Dies geht einher mit einer Öffnung ehemals relativ homogener Branchen.

Die Studie ist als PDf auf den Seiten des BMWi verfügbar unter dem angegebenen Link.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=16251 2.html

Im Angebot der SDC seit 13.10.06 (jch)

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Themenbereiche:
Wirtschaftspolitik, Breitband/DSL, ISDN, Voice over IP/VoIP




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