Bereich net.werker Bereich Experten Bereich Presse Bereich Einsteiger Bereich Experten
Logo der Stiftung Digitale Chancen
Über die Stiftung
Service für Experten
Schriftgrad ändern  
Schriftgrad 1Schriftgrad 2Schriftgrad 3
   Start    Suche News    Termine  Forum    Newsletter    Broschüren    Kontakt


Arbeitswelt > Artikel
Zugangsorte finden:
:   

  ::  detailliert suchen
  ::  Zugangsort melden

Nachweis für informell erworbene Kompetenzen - das europäische ICOVET-Projekt

Deutsches Jugendinstitut e.V.
Quelle: idw vom 01.08.06

Das europäische Gemeinschaftsprojekt ICOVET hat in seiner zweijährigen Arbeit ein Instrument für den Nachweis von Fähigkeiten entwickelt, die benachteiligte junge Menschen im außerschulischen Bereich, also zum Beispiel in der Familie, im Freundeskreis, in der Freizeit oder während des Ferienjobs erworben haben. Dieses Instrument soll helfen, informell erworbene Kompetenzen zu erkennen und damit sichtbar zu machen sowie gesellschaftlich anzuerkennen - auch und vor allem durch Unternehmen bei ihrer Personalauswahl. Durch die aktuelle Bildungsdebatte ist auch das informelle Lernen zunehmend in den Blick geraten. Denn Jugendliche lernen nicht nur in der Schule, während ihrer Berufsausbildung oder in anderen formalen Lernsituationen. Jugendliche erwerben ebenso Kompetenzen, wenn sie Verantwortung in ihrer Familie übernehmen, sie sich mit ihren Freunden treffen, Sport treiben, Musik machen oder ehrenamtlich tätig sind: zum Beispiel Teamfähigkeit, Organisation, Flexibilität und Zuverlässigkeit.

Oft ist dies den Jugendlichen selbst gar nicht bewusst. Dies trifft vor allem auf benachteiligte junge Menschen zu, deren Selbstwertgefühl durch schlechte schulische Leistungen beeinträchtigt ist. Durch die Interviews, die mit diesen jungen Menschen im Rahmen des ICOVET-Nachweises geführt werden, werden diese Fähigkeiten sichtbar gemacht und können dann gezielter in der Schule, in der Berufsausbildung, bei der Fort- und Weiterbildung, bei der Arbeit oder auch im Privatleben genutzt werden.

Die LehrerInnen, Ausbilder oder SozialarbeiterInnen wiederum können aufgrund dieser Erkenntnisse ihren Unterricht und die Ausbildung passgenauer auf die Jugendlichen und deren spezielle Fähigkeiten ausrichten. Und letztlich können potenzielle Arbeitgeber über die herkömmlichen Noten in Schulzeugnissen hinaus weiterführende qualifizierte Informationen über die Fähigkeiten der BewerberInnen erhalten.

Das Validierungsinstrument wird in englischer und deutscher Sprache zusammen mit einem Interviewleitfaden und einem Train-the-trainer Modul zum Abschluss des Projekts im Internet zur Verfügung gestellt. Federführung bei diesem Projekt hatte das Deutsche Jugendinstitut. Weitere Informationen siehe Link.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.dji.de/thema/0608

Im Angebot der SDC seit 18.10.06 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
Berufliche Aus- und Weiterbildung, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung durch Risikogruppen / Aktivitäten für Risikogruppen




 Nach oben

Copyright 2012, SDC.