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Internetrisiken: Jugendliche sicherheitsbewußter als Eltern

Jeanette Christu, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Symantec vom 01.12.06

Eine neue Studie zeigt: Jugendliche kennen sich besser mit den Gefahren im Internet aus und schützen ihren Rechner besser als die Elterngeneration.

Jugendliche finden das Thema Internetsicherheit gar nicht so 'langweilig und uncool' wie man vermuten könnte. Es sind vielmehr die Eltern, die deutlich nachlässiger mit dem Thema umgehen. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Studie 'Internet-Nutzung in Familien', bei der TNS Infratest 882 Eltern und Jugendliche im Auftrag des Sicherheitssoftware-Unternehmens Symantec befragt hat.

Dabei zeigt sich: 97 Prozent der 14- bis 18-Jährigen mit eigenem PC messen der Internetsicherheit eine große Bedeutung zu. Bei den Gleichaltrigen ohne eigenen PC sind es noch 92 Prozent. Außerdem setzen sie Sicherheitssoftware konsequenter ein als ihre Eltern. Dort wo Erwachsene die Kontrolle haben - am gemeinsam genutzten Familien-PC – existieren dagegen sehr viel häufiger Sicherheitsmängel.

Da Jugendliche das Internet intensiv nutzen, wissen sie viele der Risiken im Internet, wie Viren, Würmer, Trojaner, Spyware und andere Schadprogramme, auch ohne elterliche Aufklärung richtig einzuschätzen. Rund 97 Prozent der befragten Jugendlichen mit eigenem PC messen der Sicherheit eine wichtige Rolle zu und geben an, sich entsprechend zu verhalten. Bei denjenigen, die den Eltern-PC benutzen, sind es immer noch 92 Prozent. Vier Fünftel der Teenager haben sich über eventuelle Gefahren aufklären lassen, dabei stammen die Informationen in erster Linie aus den Medien, dann aus dem Internet und erst an dritter Stelle von den Eltern. Die Jugendlichen geben mehrheitlich an, gut über die Internetgefahren informiert zu sein.

Die Einschätzung darüber, wovon im Internet die größte Gefahr ausgeht, unterscheidet sich im Detail zwischen dem Nachwuchs und den Eltern: Während beide Generationen die größten Risiken beim Herunterladen von Software, E-Mails und Musik / Filmen sehen, gehen die Meinungen über die Gefahren beim normalen Surfen und der Nutzung von Tauschbörsen auseinander. So schätzen 65 Prozent der Eltern das normale Surfen als gefährlich ein. Drei Viertel der Jugendlichen sieht die Nutzung von Tauschbörsen als riskanter an. 68 Prozent der Eltern stufen das Herunterladen von Musik oder Filmen als gefährlich ein, bei den befragten Jugendlichen sind es sogar 80 Prozent.

In der Praxis ist es Symantec zufolge jedoch vor allem bedeutsam, welche Quellen für Downloads oder das normale Surfen genutzt werden: während legale Angebote in der Regel vertrauenswürdig sind, stellen viele illegale Seiten eine Gefahr dar. Nicht selten nutzen diese Sicherheitslücken des Browsers aus, um Viren oder Spionageprogramme auf den PC des Besuchers zu übertragen. Diese Gefahr ist jedoch beiden befragten Generationen weniger bewusst.

99 Prozent der Eltern geben an zu wissen, was ihre Kinder im Internet machen, 82 Prozent haben keine Bedenken, dass ihr Nachwuchs in illegale Dinge im Internet verwickelt werden könnte. Informationsquelle sind bei 54 Prozent der befragten Eltern die Jugendlichen selber, lediglich 45 Prozent der Eltern kontrollieren ihre Sprösslinge bei der Internetnutzung. Die Studienergebnisse zeigen, dass Eltern das Internetverhalten allerdings nicht korrekt einschätzen: so laden die Jugendlichen deutlich häufiger als von den Eltern vermutet, Programme aus dem Netz herunter oder nutzen Internetforen. Zudem geben 92 Prozent der Eltern geben an, Beschränkungen des Online-Zugangs für ihre Kinder durch Filtersoftware oder Firewalls eingerichtet zu haben

Auf dem Familien-PC sieht die Sicherheitssituation oft schlechter aus als auf den PC's der Jugendlichen. Hier haben viele Eltern keine ausreichende Sicherheitssoftware installiert, obwohl ihnen die Gefahren durchaus bekannt sind. So gaben 88 Prozent der erwachsenen Nutzer an, eine Firewall, die den Rechner vor Angriffen aus dem Internet abschirmt, zu kennen, doch nur gut die Hälfte benutzen sie auch an ihrem Computer. Ebenso deutlich ist die Diskrepanz bei Anti-Viren-Software: 96 Prozent kennen sie, aber installiert sind sie gerade einmal bei 77 Prozent der Befragten. Besser geschützt sind dagegen die Rechner der Jugendlichen, auf denen immerhin in 71 Prozent der Fälle eine Firewall aktiv und in 84 Prozent der Fälle ein Anti-Viren-Programm installiert ist. Mehr als jeder zweite Computer im Jugendzimmer wird zudem von einem Anti-Spyware-Programm geschützt, während nur 29 Prozent der elterlichen PCs damit ausgestattet sind. Sicherheitsupdates des Betriebssystems werden von einem Fünftel der Nutzer zu selten - nur alle paar Monate - vorgenommen.

Trotz dieses teilweise nachlässigen Sicherheitsverhaltens hat ein Großteil der Befragten bereits negative Erfahrungen gemacht und die meisten der Eltern und Jugendlichen geben an, dass Ihnen die Gefahren im Internet bekannt sind und sie sich entsprechend vorsichtig verhalten. Ein Großteil hat auch bereits negative Erfahrungen mit Internetschädlingen gemacht: 64 Prozent der Eltern und 71 Prozent Jugendlichen.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.symantec.de

Im Angebot der SDC seit 01.12.06 (jch)

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Themenbereiche:
Medienkompetenz, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung allgemein, Sicherheit, Virenschutz, Firewall




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