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IT-Ausstattung und -nutzung der bundesdeutschen Schulen 2006
Beate Krützer und Heike Probst, Büro für Kommunikation Barke und Partner
Quelle: Pressemitteilung vom 11.12.06
Mit der nun vorliegenden, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegebenen Studie 'IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland - Bestandsaufnahme 2006 und Entwicklung 2001 bis 2006' werden zum sechsten Mal umfangreiche Daten über die quantitativen und qualitativen Aspekte der Computerausstattung und -nutzung in den bundesdeutschen Schulen veröffentlicht. Die bundesweite Erhebung 2006 verdeutlicht, dass sich die IT-Ausstattung der bundesdeutschen Schulen in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert hat. Dies betrifft die Ausstattung mit Computern, aber auch den Einsatz von Lernsoftware und Peripheriegeräten im Unterricht sowie die Zahl der Computer mit Zugang zum World Wide Web.
Die Relation Schüler/Schülerinnen pro Computer hat sich im vergangenen Jahr vor allem in den Grundschulen nochmals verbessert: Hier teilen sich 12 Schülerinnen/Schüler einen Computer. Auch in den Sekundarschulen I und II beträgt die Relation Schülerinnen/ Schüler pro Computer weiterhin 12 : 1. In den berufsbildenden Schulen hat sich die Relation auf 9 : 1 eingependelt. Das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Aktionsplans =eLearning gesetzte Ziel von 15 Schülerinnen/Schülern pro Computer wird damit in allen drei Schulformen übertroffen, in den berufsbildenden Schulen sogar deutlich.
Zum vierten Mal werden in der Studie Entwicklungen und Trends über den Zeitraum der letzten Jahre rund um die Ausstattung der Schulen gezeigt. Und zum zweiten Mal können Trends und Entwicklungen zum Thema Internet- und Computernutzung über den Zeitraum 2003 bis 2006 im Unterricht analysiert werden. Die Autorinnen Beate Krützer und Heike Probst, barke + partner, Köln, haben im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Daten in allen Bundesländern ermittelt, die differenziert über die quantitativen und qualitativen Aspekte der Computerausstattung und deren Nutzung in den bundesdeutschen Schulen Auskunft geben.
Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen:
Über eine Million Computer in deutschen Schulen
2006 können die Schulen 1.075.393 Computer für den Unterrichtseinsatz nutzen. Die Grundschulen sind gegenüber dem Vorjahr mit 17.578 zusätzlichen Computern ausgestattet worden, die Sekundarschulen I und II mit 16.756 Geräten. Auch die Ausstattung in den berufsbildenden Schulen erhöhte sich in ähnlichem Umfang mit zusätzlichen 17.647 Computern. In jeder berufsbildende Schule befinden sich im Durchschnitt 107 Computer, jede Sekundarschule I und II ist durchschnittlich mit 39 Computern ausgestattet und jede Grundschule mit 17 Geräten.
Neuer Spitzenreiter bei der Software in berufsbildenden Schulen
In 96 % der berufsbildenden Schulen werden Programme zum Erstellen multimedialer Anwendungen eingesetzt. Diese haben sich auf Platz eins in der Rangfolge der eingesetzten Software vorgeschoben und konnten um 10 % zulegen. In den allgemein bildenden Schulen ist nach wie vor Lernsoftware die am häufigsten eingesetzte Software, gefolgt von multimedialen Nachschlagewerken, Programmen zum Erstellen multimedialer Anwendungen, Software mit Werkzeugcharakter und Programmiersprachen.
Ausstattung mit Peripheriegeräten weiterhin sehr gut
Die Ausstattung mit Peripheriegeräten hat sich in allen Schulformen weiter verbessert. Bei den berufsbildenden Schulen konnte insbesondere die Ausstattung mit DVD-Playern oder -Laufwerken mit 10 % deutlich zulegen. Bei den gut ausgerüsteten Sekundarschulen I und II stieg der Anteil der Schulen mit Daten-/Videobeamern auf 89 % und bei Digitalkameras auf 85 %. Die Ausstattung der Grundschulen hat sich bei allen abgefragten Peripheriegeräten verbessert.
Surfen außerhalb der Unterrichtszeit liegt wieder mehr im Trend
82 % der berufsbildenden Schulen bieten ihren Schülerinnen/Schülern die Möglichkeit der Computernutzung außerhalb des Unterrichts. Bei den Sekundarschulen I und II sind dies 66 % aller Schulen, bei den Grundschulen schon 36 %. Zum ersten Mal wurde bei dieser Datenerhebung auch danach gefragt, an welchen Orten innerhalb der Schule die Computernutzung außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden kann. Vornehmlich bieten die Schulen aller Schulformen dieses Angebot in ihren PC-Kabinetten/PC-Räumen.
Fast 650.000 Computer in den Schulen online
649.207 Computer in den bundesdeutschen Schulen sind mit dem Internet verbunden. In den berufsbildenden Schulen beträgt der Anteil der Computer, die an das World Wide Web angeschlossen sind, 79 %, bei den Sekundarschulen I und II 75 % und bei den Grundschulen 52 %. Im Durchschnitt verfügt jede berufsbildende Schule über 78 Geräte, die mit dem Internet verbunden sind. Bei den Sekundarschulen I und II sind es 30 Computer und bei den Grundschulen 9 Geräte. In allen Schulformen ist weiterhin ein deutlicher Rückgang von ISDN-Anschlüssen zu verzeichnen. In den berufsbildenden Schulen haben vor allem die Standleitungen mit 31 % deutlich zugenommen.
Computereinsatz und Internetnutzung im Unterricht wird selbstverständlicher
Die Rangfolge des Computereinsatzes und der Internetnutzung hat sich, mit leichten Abweichungen, in allen Schulformen bestätigt. Der Anteil der Schulen, die Computer im Unterricht einsetzen oder das Internet nutzen, ist in nahezu allen Fächern, Lernbereichen und beruflichen Einsatzfeldern in allen Schulformen kontinuierlich gestiegen.
Die Ergebnisse der Studie entsprechen dem Stand Juli 2006, d.h. sie geben die jeweils aktuellsten Angaben wieder, die im Monat Juli 2006 in den einzelnen Bundesländern vorlagen. Dabei erstreckt sich der Abfragezeitraum in den einzelnen Bundesländern von Februar 2003 bis Juli 2006.
Die Studie steht im Internetangebot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (s. unten stehenden Link) zum Download zur Verfügung.
Mehr erfahren Sie unter:
http://www.bmbf.de/pub/it-ausstattung_der_schulen_2006.pdf
Im Angebot der SDC seit 04.01.07 (jcr)
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