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Die Ausstattung der bundesdeutschen Schulen mit Informationstechnologie für den Unterrichtseinsatz
BMBF
Die Relation Schüler/Schülerinnen pro PC hat sich im vergangenen Jahr in den allgemeinbildenden Schulen nochmals verbessert. In den Grundschulen (GS) teilen sich 12 SchülerInnen einen PC. Auch in den Sekundarschulen (SEK) I und II konnte die Relation SchülerInnen pro PC wieder gesteigert werden auf jetzt 11 : 1. In den berufsbildenden Schulen (BBS) hat sich die Relation auf 9 : 1 eingependelt. Das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Aktionsplans elearning' gesetzte Ziel von 15 SchülerInnenn pro PC wird somit in allen drei Schulformen übertroffen, in den BBS sogar deutlich.
99 % der bundesdeutschen Schulen sind mit stationären und mobilen PCs für den Unterrichtseinsatz ausgestattet. Insgesamt sind 30.304 ausgestattete Schulen mit 1.075.393 PCs ausgerüstet. Die allgemein bildenden Schulen verfügen über rund 5.000 zusätzliche Computer gegenüber dem vergangenen Abfragezeitraum. Die GS sind gegenüber dem Vorjahr mit 17.578 zusätzlichen PCs ausgestattet worden, die SEK I und II mit 16.756 Geräten.
Auch die Ausstattung in den BBS erhöhte sich in ähnlichem Umfang mit zusätzlichen 17.647 PCs. Der Anteil der mobilen Computer konnte in den GS von 3 % auf 5 % gesteigert werden. In jeder berufsbildenden Schule befinden sich im Durchschnitt 107 Computer, jede Sekundarschule I und II ist durchschnittlich mit 9 PCs ausgerüstet und jede Grundschule mit 17 Geräten.
Bei dieser Erhebung wurde zum ersten Mal nach Notebook- Klassen gefragt, um in Zukunft die Entwicklung auch in diesem Bereich verfolgen zu können. In 4 % der BBS, in 2 % der SEK I und II und in 1 % der GS sind Notebook-Klassen vorhanden.
Eingesetzte Software
In 96 % der BBS werden Programme zum Erstellen multimedialer Anwendungen eingesetzt. Diese haben sich damit in der Rangfolge der eingesetzten Software in dieser Schulform vor die Branchensoftware für die berufliche Bildung auf Platz eins vorgeschoben und konnten um 10 % zulegen. Danach folgen, wie in den vergangenen Jahren, Lernsoftware, Software mit Werkzeugcharakter, multimediale Nachschlagewerke und Programmiersprachen. Die Rangfolge hat sich in den allgemeinbildenden Schulen gegenüber den Vorjahren nicht verändert, wenn auch die Anteile meist gesteigert werden konnten. Nach wie vor ist Lernsoftware die am häufigsten eingesetzte Software in den allgemeinbildenden Schulen, gefolgt von multimedialen Nachschlagewerken, Programmen zum Erstellen multimedialer Anwendungen, Software mit Werkzeugcharakter und Programmiersprachen.
Spezielle Peripheriegeräte
Die Ausstattung mit Peripheriegeräten hat sich in allen Schulformen weiter verbessert. Bei den BBS konnte insbesondere die Ausstattung mit DVD-Playern oder -laufwerken mit 10 % deutlich zulegen. 9 % dieser Schulen können sowohl auf diese Geräte als auch auf Scanner zurückgreifen. 8 % sind mit Daten-/Videobeamern ausgerüstet und 66 % mit Digitalkameras. Bei den gut ausgerüsteten SEK I und II stieg der Anteil der ausgestatteten Schulen bei Daten-/Videobeamern auf 89 % und bei Digitalkameras auf 85 %. Die Ausstattung der GS hat sich bei allen abgefragten Peripheriegeräten verbessert: 60 % der Schulen sind mit Scannern ausgestattet, 44 % mit Digitalkameras, 41 % mit DVD-Playern oder -laufwerken und 4 % mit Daten-/Videobeamern.
Standorte der PCs
Bei den GS ist die Verteilung der stationären PCs, die sich in Klassen- und Fachräumen und in PC-Kabinetten/PC-Räumen befinden, nahezu gleich. 49 % der stationären PCs befinden sich in diesen Schulen in Klassen- und Fachräumen, 45 % in PC-Kabinetten/PC-Räumen. Bei den SEK I und II und den BBS ist diese Verteilung deutlich zugunsten der PC-Kabinette/PC-Räume gewichtet. 62 % der stationären Geräte befinden sich bei den SEK I und II in PCKabinetten/PC-Räumen gegenüber 2 %, die in Klassen- und Fachräumen installiert sind. In den BBS befinden sich 60 % der stationären PCs in PC-Kabinetten/ PC-Räumen und 27 % in Klassen- und Fachräumen.
Computernutzung außerhalb des Unterrichts
Der Anteil der Schulen, die ihren SchülerInnenn die Möglichkeit der Computernutzung außerhalb des Unterrichts bieten, hat sich in allen Schulformen erhöht. 82 % der BBS, 66 % der SEK I und II und 6 % der GS bieten diese Möglichkeit. Zum ersten Mal wurde bei dieser Datenerhebung auch danach gefragt, an welchen Orten innerhalb der Schule die Möglichkeit der Computernutzung außerhalb des Unterrichts besteht. Vornehmlich bieten die Schulen aller Schulformen dieses Angebot in ihren PC-Kabinetten/PC-Räumen. In 28 % der GS können die Schülerinnen und Schüler PCs außerhalb des Unterrichts in PC-Kabinetten/PC-Räumen nutzen, in 21 % der Schulen in Klassenräumen, in 20 % in Fachräumen und in 15 % in Medienecken. In 7 % dieser Schulen besteht die Möglichkeit in sonstigen Räumen, in 5 % in der Bibliothek und in 1 % im Internetcafé. Bei den SEK I und II sieht die Rangfolge ähnlich aus, wobei der Prozentsatz der Schulen jeweils höher ist. 47 % dieser Schulen bieten diese Möglichkeit in PC-Kabinetten/PC-Räumen, 25 % in Klassenräumen, 22 % in Fachräumen, 21 % in der Bibliothek, 20 % in sonstigen Räumen, 18 % in Medienecken und 8 % im Internetcafé. In 4 % der BBS können die SchülerInnen PCs außerhalb des Unterrichts in PC-Kabinetten/PC-Räumen nutzen, in 25 % der Schulen besteht diese Möglichkeit in Klassenräumen, in 2 % in sonstigen Räumen, in 21 % in Fachräumen, in 18 % in Medienecken, in 16 % in der Bibliothek und in 10 % im Internetcafé.
Vernetzung
Neu war bei dieser Erhebung die Frage nach dem Anteil der über W-LAN vernetzten PCs gemessen an der Gesamtzahl der vernetzten PCs. In den GS sind 4 % der Geräte über W-LAN vernetzt, in den SEK I und II sind es 6 % und in den BBS ebenfalls 4 %.
Betriebssysteme der Server
Weiterhin werden Windows-Versionen in allen Schulformen am häufigsten als Betriebssysteme der Server eingesetzt. Bei den BBS liegt der Anteil bei 85 %, bei den SEK I und II bei 72 % und bei den GS bei 48 %. Linux/Unix liegt mit 28 % in den SEK I und II und mit 27 % bei den BBS an zweiter Stelle. Der Anteil von Novell als Betriebssystem der Server sank in den SEK I und II leicht auf 9 % und in den BBS auf 24 %. Novell und linux/Unix spielen in den GS nach wie vor nur eine unbedeutende Rolle.
Art der Internetanschlüsse
In allen Schulformen ist weiterhin ein deutlicher Rückgang von ISDN-Anschlüssen zu verzeichnen. In den BBS haben vor allem die Standleitungen deutlich zugenommen (21 %). In den GS und den SEK I und II ist sowohl bei den DSL-Anschlüssen als auch bei den Standleitungen ein Zuwachs zu verzeichnen. 41 % der GS realisieren ihren Internetanschluss über einen DSL-Anschluss, 6 % über eine Standleitung. Über einen DSL-Anschluss verfügen 66 % der SEK I und II, über eine Standleitung 11 %.
Mit dem Internet verbundene Computer
71 % der PCs in den bundesdeutschen Schulen sind mit dem Internet verbunden (649.207 Geräte). In den BBS beträgt der Anteil der PCs, die an das World Wide Web angeschlossen sind, 79 %, bei den SEK I und II 75 % und bei den GS 52 %. Im Durchschnitt verfügt jede berufsbildende Schule über 78 Geräte, die mit dem Internet verbunden sind. Bei den SEK I und II sind es 30 PCs und bei den GS 9 Geräte.
Computereinsatz im Unterricht
Die Rangfolge des Computereinsatzes im Unterricht hat sich, mit leichten Abweichungen, in allen Schulformen bestätigt. Der Anteil der Schulen, die PCs im Unterricht einsetzen, ist in nahezu allen Fächern, Lernbereichen und beruflichen Einsatzfeldern in allen Schulformen gestiegen. Häufig oder gelegentlich setzen 95 % der GS PCs in Deutsch ein, 93 % in Mathematik, 92 % im Sachunterricht und 64 % in Arbeitsgemeinschaften. 58 % dieser Schulen nutzt PCs häufig und gelegentlich in den fremdsprachlichen Fächern, 38 % in Kunst und Musik, 26 % in den Naturwissenschaften und 25 % in Religion/Ethik. SEK I und II setzen PCs am häufigsten in Mathematik (92 %) ein, Deutsch und Naturwissenschaften liegen mit 87 % gleichauf. In Arbeitsgemeinschaften nutzen 80 % der Schulen PCs häufig oder gelegentlich, in Gesellschaftswissenschaften 79 % und in Informatik 77 %. Auch der Prozentsatz der SEK I und II, die PCs in den weiteren Fächern und Lernbereichen nutzen, ist mit 77 % bei den Fremdsprachen, 73 % in Arbeitslehre, Wirtschaft, Technik, 60 % in den Fächern Kunst und Musik, 47 % in Religion/Ethik und 34 % im Sachunterricht relativ hoch. 87 % der BBS setzen PCs häufig oder gelegentlich im Fach Informatik ein, 83 % in Deutsch, 80 % in fremdsprachlichen Fächern, 79 % in den Gesellschaftswissenschaften, 79 % in Mathematik und 73 % in Naturwissenschaften. Der kaufmännische Bereich hat sich hier mit 68 % um mehrere Plätze nach oben geschoben. 56 % dieser Schulen nutzen PCs häufig oder gelegentlich in Arbeitsgemeinschaften, 49 % im gewerblichtechnischen Bereich, 47 % in Arbeitslehre, wirtschaft, Technik, 45 % in Religion/Ethik, 35 % im Sachunterricht , 28 % bei den Humandienstleistungen und 27 % in den Fächern Kunst und Musik.
Internetnutzung im Unterricht
Auch die Rangfolge der Internetnutzung im Unterricht hat sich in allen Schulformen bestätigt und es sind lediglich kleine Abweichungen zu verzeichnen. Der Anteil der Schulen, die das Internet im Unterricht häufig oder gelegentlich nutzen, ist in fast allen Fächern, Lernbereichen und beruflichen Einsatzfeldern in allen Schulformen gestiegen. 79 % der GS nutzen das Internet häufig oder gelegentlich im Sachunterricht, 66 % im Fach Deutsch und 54 % in Arbeitsgemeinschaften. In Mathematik nutzen das Internet 40 % dieser Schulen, im fremdsprachlichen Bereich setzen es 37 % ein, in Kunst und Musik 34 %, in den naturwissenschaftlichen Fächern 28 % und in Religion/Ethik 23 %. Am häufigsten nutzen SEK I und II das Internet in den naturwissenschaftlichen Fächern (81 %). Zu 70 % oder mehr wird das Internet in dieser Schulform in folgenden Fächern und Lernbereichen eingesetzt: Gesellschaftswissenschaften (79 %), Informatik und Arbeitsgemeinschaften (jeweils 77 %), Deutsch (76 %), Arbeitslehre/Wirtschaft/Technik (71 %). 69 % dieser Schulen nutzen das Internet im fremdsprachlichen Unterricht, 67 % in Mathematik, 57 % in Kunst und Musik, 47 % in Religion/Ethik und 31 % setzen es im Sachunterricht ein. Auch bei der Internetnutzung im Unterricht ist das Fach Informatik in den BBS mit 85 % Spitzenreiter. Der Prozentsatz dieser Schulen, die das Internet im Unterricht nutzen, ist auch in den weiteren Fächern sehr hoch: mit jeweils 79 % in Deutsch und den Gesellschaftswissenschaften, 77 % im naturwissenschaftlichen Bereich, 75 % bei den fremdsprachlichen Fächern, 66 % im kaufmännischen Bereich, jeweils 60 % im gewerblich-technischen Bereich und in Mathematik und 57 % in Arbeitsgemeinschaften. 46 % der BBS nutzen das Internet im Bereich Arbeitslehre/wirtschaft/Technik, 45 % in Religion/Ethik, 34 % im Sachunterricht und jeweils 25 % im beruflichen Einsatzfeld Humandienstleistungen und in Kunst und Musik.
Die vollständige Studie steht beim BMBF (s. unten stehenden Link) zum Download zur Verfügung.
Mehr erfahren Sie unter:
http://www.bmbf.de/publikationen/2703.php#theme1
Im Angebot der SDC seit 05.01.07 (jcr)
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