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Neues Leserverhalten setzt Zeitungen unter Druck

Quelle: PM Universität Hohenheim vom 12.02.07

Chefredakteursumfrage zeigt verändertes Nutzungsverhalten der Leser als größte Herausforderung für die Zukunft der Zeitung.

Dass die Tageszeitung Leitmedium Nr. 1 bleibt, davon hat sich laut einer Studie der Universität Hohenheim inzwischen die Hälfte der Chefredakteure deutscher Tageszeitungen verabschiedet. War es vor fünf Jahren noch die Konjunkturflaute, die unter Chefredakteuren als Ursache für die Zeitungskrise galt, erkennt die Mehrheit inzwischen ein verändertes Nutzungsverhalten der Leserschaft und auf das Internet als Konkurrenzmedium zurück.

Dass die Papierform für die Tageszeitung der Zukunft keine Rolle mehr spielen wird, glauben die Chefredakteure indes nicht. Neun von zehn Befragten (87,4 %) sind der Ansicht, dass elektronische und mobile Verbreitungswege die gedruckten Zeitungsausgaben nicht verdrängen. Allerdings übernehmen Printzeitungen zunehmend andere Funktionen im Mediendschungel, erklärt Prof. Dr. Claudia Mast vom Fachgebiet Kommunikationswissenschaft der Universität Hohenheim: Tageszeitungen werden vom Berichterstatter zum Kompass im Informationsdschungel, vom Kartographen, der die Erde vermisst, zum Polarstern, der dem Einzelnen im Alltag die Richtung für die Orientierung weist.

Demnach wird die Zeitung der Zukunft stärker vom Nutzen und der Betroffenheit der Leser gesteuert. Die Berichterstattung über die Ereignisse des Tages verliert dagegen an Bedeutung.

An der Umfrage im Dezember 2006 beteiligten sich 87 der 138 Chefredakteure deutscher Tageszeitungen mit Vollredaktion. Dieser außergewöhnlich hohe Rücklauf von 63 Prozent betont die Aussagekraft der repräsentativen Ergebnisse.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.uni-hohenheim.de/presse/pm_anzeigen.php?id=449

Im Angebot der SDC seit 13.02.07 (jch)

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