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EU Gleichstellungsbericht 2007 zeigt Fortbestehen der Ungleichheiten im Erwerbsleben

Quelle: Pressemeldung EU-Kommisssion IP/07/295 07.03.2007

Drei von vier neu geschaffenen Arbeitsplätzen in der EU werden von Frauen eingenommen. Der von der EU-Kommission vorgelegte 'Jahresbericht zur Gleichstellung von Frauen und Männern - 2007' zeigt aber immer noch ein beträchtliches Gefälle gegenüber Männern. Trotz eines höheren Bildungsniveaus werden Frauen nach wie vor weniger eingestellt und schlechter bezahlt als Männer. Der Jahresbericht soll den Staats- und Regierungschefs der EU auf der Frühjahrstagung des Europäischen Rates vorgelegt werden.

Frauen bringen das Beschäftigungswachstum in Europa voran und verhelfen uns dazu, unsere Wirtschaftsziele zu erreichen, aber es gibt immer noch zu viele Barrieren, die sie daran hindern, ihr Potenzial voll auszuschöpfen, erklärte Vladimír Špidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit. Von 8 Millionen seit 2000 in der EU geschaffenen Arbeitsplätzen wurden 6 Millionen von Frauen besetzt und 59 Prozent der Hochschulabsolventen sind heutzutage Frauen. Aber auch wenn die Frauen jetzt die Männer bildungsmäßig überflügeln und Europas Gesamtbeschäftigungsquote in die Höhe treiben, sind sie weiterhin unterbezahlt - ihr Einkommen je Arbeitsstunde liegt im Durchschnitt 15 Prozent unter dem der Männer.

Der Bericht ist der erste dieser Art, nachdem die EU-Kommission ihren Fahrplan für die Gleichstellung von Frauen und Männern festlegte und die politischen Führungskräfte der EU im März 2006 den Pakt für die Gleichstellung der Geschlechter verabschiedeten. Laut Bericht hat die Beschäftigungsquote für Frauen jetzt 56,3 Prozent erreicht. Damit liegt sie um 2,7 Prozentpunkte über dem Stand von 2000, im Vergleich zu einem Anstieg von 0,1 Prozentpunkten bei Männern im selben Zeitraum. Die Beschäftigungsquote für Frauen über 55 hat sich erheblich schneller erhöht als die für Männer und liegt jetzt bei 33,7 Prozent - fast 7 Prozentpunkte höher als im Jahre 2000.

Doch während die Zahl der Frauen, die eine Hochschulausbildung abschließen, jetzt höher liegt als die der Männer, ist ihre Beschäftigungsquote nach wie vor 15 Prozentpunkte niedriger als bei Männern. Auch sind Frauen weiterhin mit einem Lohngefälle von 15 Prozent konfrontiert. Der Anstieg der Frauenbeschäftigung findet hauptsächlich in Sektoren und Berufen statt, in denen Frauen bereits vorherrschen und die im allgemeinen weniger gut bezahlt sind. Frauen haben auch größere Schwierigkeiten, in Entscheidungspositionen zu gelangen.

Von zentraler Bedeutung für das Erreichen einer größeren Gleichstellung von Frauen und Männern ist die bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben. So geht die Beschäftigungsquote für Frauen im Alter von 20-49 Jahren um 15 Prozentpunkte zurück, wenn sie ein Kind haben, während die der Männer sich um 6 Prozentpunkte erhöht. Darüber hinaus greifen Frauen in überproportionalem Maße auf Teilzeitarbeit zurück. Der Bericht verdeutlicht, dass einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zahlreiche Hindernisse entgegenstehen, darunter ein Mangel an Kinderbetreuungseinrichtungen, finanzielle Faktoren, Karrierenachteile, das Risiko des Qualifikationsverlusts, Schwierigkeiten bei der Rückkehr in den Beruf und der soziale Druck, stereotypen Vorstellungen zu entsprechen.

Den Link können Sie HIER herunterladen (öffnet PDF in neuem Fenster von EU-Webseite).


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