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Schiltach im Schwarzwald ist InternetDorf des Jahres 2007

Quelle: PM vom 01.03.07

Schiltach (www.schiltach.de) wurde zum ‚InternetDorf’ des Jahres 2007 ernannt. Die Gemeinde im Schwarzwald konnte die Jury des jährlich stattfindenden Wettbewerbs mit ihrem umfangreichen und zielgruppenorientierten Internet-Informationsangebot überzeugen und darf nun seine Webseiten ein Jahr lang mit dem InternetDorf-Logo zieren.

Die Einbindung von aktuellen Web 2.0-Technologien und Community-Plattformen auf den kommunalen Websites, wie beispielsweise 'Stadtwikis', 'Bürgerblogs' oder Foto- und Filmforen eröffnen neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung in der virtuellen Gemeindewelt. Besonders wichtig für den Erfolg der Online-Angebote sind neben einem schnellen Internetzugang in den ländlichen Regionen vor allem benutzerfreundliche und barrierefreie Websites, betonte Baden-Württembergs Minister für Ernährung und ländlichen Raum Peter Hauk MdL bei der Preisverleihung am 1. März 2007 in Stuttgart.

Der baden-württembergische Wettbewerb InternetDorf ist bundesweit einzigartig und wird an Kommunen in Baden-Württemberg mit bis zu 20.000 Einwohner für den besten Internet-Auftritt verliehen.

Schiltach zeichnet sich besonders durch den Online-Bürgerservice aus, bei dem die Inhalte des Verwaltungsportals 'service-bw' des Bundeslandes integriert sind, sowie durch interaktive Web 2.0-Elemente. So hat die Stadt ein Stadtwiki eingerichtet, bei dem - wie bei der Wikipedia - jede einzelne Seite durch die Nutzerinnen und Nutzer verändert, verlinkt und bebildert werden kann. Das Online-Lexikon enthält Informationen zu sämtlichen interessanten Themen, die einen Bezug zu der Stadt Schiltach und der Umgebung haben. Unter der Rubrik 'Schiltacher Zeitzeugen' können Podcasts zu historischen Themen, alte Filme und Bilder abgerufen werden. Im Schiltacher Fotoforum 'schikr' können Fotos von Veranstaltungen, Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten zum Thema Schiltach eingestellt werden. Für Touristen gibt es neben Gewinnspielen und Grußkarten eine audiovisuelle Stadtführung und einen Stadtrundgang mit 360° Panoramabildern. Auch die Barrierefreiheit des Angebots wurde lobend herausgestellt: Die Website kann über die Tastatur gesteuert und die Schrift vergrößert werden.

Erstmals vergeben wurde zudem ein Preis in der Kategorie 'Bestes E-Government-Angebot'. Hierdurch soll verstärkt die Integration von Online-Bürgerdiensten in die Verwaltungsfachverfahren innerhalb der Gemeinden vorangebracht werden.
Die Gemeinde Bodelshausen (Landkreis Tübingen, www.bodelshausen.de) ist Preisträger in der Kategorie bestes E-Government-Angebot. Die Gemeinde bietet den Bürgern auf ihrer Website ein umfangreiches Service- und Dienstleistungsangebot. Bodelshausen nutzt dabei die Möglichkeiten der elektronischen Formulare des Datenverarbeitungsverbunds Baden-Württemberg und hat die Informationen des Landesverwaltungsportals 'service-bw' zu verschiedensten Lebenslagen und entsprechenden Verfahrensbeschreibungen sowie einen Behördenwegweiser mit direkten Links voll in ihr Internetangebot eingebunden.

Die Formulare bieten Plausibilitätsprüfungen, automatische Berechnungen und eingebaute Logiken und ermöglichen so eine hohe Datenqualität. Die in die Formulare eingegebenen Daten werden nach dem Versand zum Teil direkt in die Fachverfahren aufgenommen oder können an die zuständigen Sachbearbeiter geschickt und von diesen elektronisch weiterverarbeitet werden. Bei der Anbindung der Online-Bürgerdienste an die Verwaltungsverfahren zeichnet sich Bodelshausen durch gut durchdachte Ansätze und eine systematische Herangehensweise aus. Das E-Government-Angebot der Gemeinde erleichtert den Bürgern den Zugang zur Verwaltung in Baden-Württemberg, vermittelt Informationen über Behörden und Verwaltungsabläufe und ermöglicht die Online-Abwicklung von zahlreichen Verwaltungsvorgängen.

Die Gemeinde Sternenfels (Enzkreis, www.sternenfels.de) ist Sieger in der Kategorie ‘Beste Community’. Der Internet-Auftritt zeichnet sich besonders durch neue Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten für die Benutzer aus. Interessierte Bürger, Vereine oder Unternehmer haben die Möglichkeit, Inhalte beizusteuern, zu kommentieren und gemeinsam an Beiträgen zu arbeiten. Beispielsweise können Sie Bilder überspielen, die gleichzeitig im Sternenfelser Flickr-Account abgelegt werden, oder Beiträge fortschreiben, die von der Redaktion ebenfalls bei Wikipedia veröffentlicht werden. Darüber hinaus können die Nutzer den Artikeln eigene Schlagworte, so genannte 'Tags' hinzufügen. Die Schlagworte verbessern die Suchfunktionalität des Angebots und ermöglichen die bessere Vernetzung von Artikeln. Statt einer Navigation mit umständlichen Rubriken und Menüpunkten gibt es auf der Sternenfelser Startseite, wie bei der weltweit größten Suchmaschine Google, ein zentrales Suchfenster. Der Anspruch der Gemeinde ist es, die Besucher der Website durch die eingegebenen Suchbegriffe ohne Umwege zum Ziel zu führen. Sternenfels bietet ein innovatives, konsequent an aktuellen Web 2.0-Trends ausgerichtetes Bürgerportal, bei dem das aktive Mitwirken des Einzelnen an den Inhalten im Vordergrund steht.

Die Gemeinde Abstatt (Landkreis Heilbronn, www.abstatt.de) gewinnt den Preis für das beste Webdesign. Der Internetauftritt der Stadt überzeugte aufgrund seiner ansprechenden Gestaltung sowie des Klarheit und Benutzerfreundlichkeit des Designs. Die Grundsätze der Usability wurden berücksichtigt und der Benutzer behält jederzeit die Orientierung.

Die Stadt Heimsheim (Enzkreis, www.heimsheim.de) erhält den Preis für die beste Barrierefreiheit, das beste behindertengerechte Angebot. Hinsichtlich des uneingeschränkten Zugangs für jeden Nutzer zu allen Informationen ist der Internetauftritt der Gemeinde vorbildlich. Heimsheim erfüllt die meisten der geprüften Kriterien. Die Texte sind für sehbehinderte Nutzer gut lesbar, weil die Kontraste gut und die Schriften skalierbar sind. Die Schrift kann von sehbehinderten Menschen über den Browser sowie direkt auf der Website vergrößert werden. Positiv ist, dass für die Hauptnavigationspunkte keine Schriftgrafiken eingesetzt wurden. Auf Schriftgrafiken sollte verzichtet werden, da diese mit den meisten Browsern gar nicht oder nur mit Qualitätsverlust skalierbar sind. Die Seiten sind sehr übersichtlich gestaltet. Eine Pfadnavigation, Überschriften und Dokumententitel zeigen dem Nutzer, auf welcher Seite er sich gerade befindet. Überschriften gliedern auch für blinde Surfer die Inhalte. Im HTML-Code ausgezeichnete Überschriften ermöglichen blinden Nutzern die Anzeige von Überschriftenlisten, die das Springen zu dem gewünschten Abschnitt ermöglichen. So wird ein schnelles Navigieren im Inhaltsbereich der Seite unterstützt. Die meisten Bilder werden für blinde Nutzer gut beschrieben. Auch von behinderten Menschen, die keine Maus bedienen können und nur mit der Tabulatortaste von Link zu Link springen, kann die Website problemlos bedient werden.

Die Gemeinde Bühlerzell (Landkreis Schwäbisch Hall, www.buehlerzell.de) ist Preisträger in der Kategorie 'Innovation des Jahres'. Ausgezeichnet wird der Satellitenplan der Gemeinde mit umfangreichen lokalen Overlay-Informationen zu örtlichen Einrichtungen. Die Einbindung geografischer Informationen verbunden mit Landkarten, Stadtplänen sowie Luftbildern und Satellitenfotos ist derzeit einer der großen Internet-Trends. Die entsprechenden Dienste werden beispielsweise von Google (Google Maps/Earth) und Microsoft (Microsoft Virtual Earth) angeboten. Bühlerzell nutzt wie andere Kommunen auch den Dienst 'Google Maps' und hat diesen jedoch durch die Einbindung lokaler Informationen für den eigenen Internetauftritt optimiert. Der Satellitenplan von Bühlerzell ist der umfangreichste, den die Jury gefunden hat. Insofern erhält Bühlerzell die Auszeichnung 'Innovation des Jahres' stellvertretend auch für andere Gemeinden, die ähnliche Dienste anbieten.

Zu den besten zehn Gemeinden gehören außerdem: Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis, www.bad-duerrheim.de): Gutes Gesamtangebot. Erolzheim (Landkreis Biberach, www.erolzheim.de): Gutes Webdesign. Oberstenfeld (Landkreis Ludwigsburg, www.oberstenfeld.de): Gutes Gesamtangebot. Steißlingen (Landkreis Konstanz, www.steisslingen.de): Gute Barrierefreiheit.

Zur Fachjury gehörten Alexander Hornung (Ernst & Young, Stuttgart), Stephan Jaud (Innenministerium Baden-Württemberg), Ute Klaus (Akademie Ländlicher Raum Baden- Württemberg), Brigitte Luckhardt (WEB for ALL, Heidelberg), Jörg Rühl (seitenblick interaktive medien GmbH, Stuttgart), Alexander Schaeff (Fachzeitschrift 'Kommune 21', Tübingen), Veit Strasser (MFG Baden-Württemberg) und Bürgermeister Norbert Swoboda (Gemeindetag Baden-Württemberg / Gemeinde Lauterbach im Schwarzwald)


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.internetdorf.de

Im Angebot der SDC seit 13.03.07 (jch)

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Ländliche Regionen, Barrierefreiheit




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