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Privatsphäre online ist für die meisten Jugendlichen ein schwieriges Thema

Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Pressemitteilung von European Schoolnet vom 14.02.07

57% der Jugendlichen veröffentlichen ihr persönliches Profil in Onlinenetzwerken und machen so einen großen Teil von Informationen über die eigene Person einem breiten Publikum zugänglich. Dies hat eine kürzlich veröffentlichte Studie ergeben, die von European Schoolnet unter 21.872 Jugendlichen in Europa durchgeführt wurde. European Schoolnet koordiniert das Insafe-Netzwerk der europäischen Awareness Nodes im Safer Internet Programm der Europäischen Kommission. Ein Drittel der Jugendlichen bekannte sich dazu, unsicher sein, welche Informationen man preisgeben sollte und welche nicht. Die Studie offenbart aber auch Bereiche, in denen das Bewusstsein der Jugendlichen für sicheres Verhalten sich positiv entwickelt.

Netzwerkplattformern im Internet wie MySpace und Bebo gehören zu den populärsten Webseiten unter Jugendlichen. Die Insafestudie kommt zu dem Ergebnis, dass es notwendig ist, die Jugendlichen zu einer stärkeren Auseinandersetzung mit Fragen des Privatsphäre und des Datenschutzes zu animieren. Gleichzeitig müssen die Anbieter der Plattformen ihren Nutzerinnen und Nutzern mehr Informationen darüber bieten, wie man sein Profil oder Teile davon besser schützt.

Die Studie zeigt allerdings auch, dass sich die Jugendlichen in einigen Bereichen durchaus bewusst sind, was zu tun ist: Wenn es zum Beispiel um die Nutzung von MSN (Microsoft Network) geht, sagen 58 % der Jugendlichen, dass sie eine Kontaktaufnahme durch Personen, die ihnen nicht bekannt sind, ablehnen würden. Ungeachtet dessen sind die Risiken, die sich zum Beispiel aus einem persönlichen Treffen mit einer Chatbekanntschaft ergeben können, in der Gruppe der unter 10-Jährigen praktisch nicht bekannt: Mehr als ein Drittel der Befragten in dieser Altergsgruppe wäre grundsätzlich bereit, sich mit jemandem zu treffen, den man bis dahin nur online kennt, ohne den Eltern etwas davon zu sagen.

Unter den Zehn- bis Dreizehnjährigen nimmt das Bewusstsein für die Gefahren, die sich aus einer derartigen Situation ergeben können, deutlich zu, während es in den höheren Altersgruppen allmählich wieder abnimmt. Von den 17-Jährigen würden 22 % die Eltern nicht informieren, unter den 18-Jährigen wären es sogar 24 %, die auf eigene Faust zu einem solchen Treffen gehen würden.

Ähnliche Muster einer zunehmenden Risikobereitschaft der Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren ist bei verschiedenen Aspekten, die durch die Studie untersucht wurden, zu beobachten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Aufklärungskampagnen sehr genau auf die jeweilige Altersgruppe zuzuschneiden.

Die Insafe-Studie wurde mit Unterstützung von UPC und der Europäischen Kommission durchgeführt. Weitere Details der Auswertung werden in den nächsten Wochen auf der Website von Insafe veröffentlicht werden.

Über European Schoolnet

European Schoolnet ist ein Konsortium von 28 europäischen Bildungsministerien, das 1997 als Nonprofitorganisation ins Leben gerufen wurde. European Schoolnet bietet eine Plattform für Lehren, Lernen und Zusammenarbeit von Schulen im Internet und unterstützt Bildungseinrichtungen bei der Weiterentwicklung des Unterrichtswesens durch den Einsatz neuer Technologien.

Über Insafe

European Schoolnet koordiniert das European Safer Internet Netzwerk, Insafe, dessen Ziel es ist, die Menschen in Europa zu einem sicheren, ethisch angemessenen und effektiven Umgang mit dem Internet und anderen Informations- und Kommunikationstechnologien zu befähigen. Das Netzwerk wird durch die Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien der Europäischen Kommission finanziert. Es umfasst 26 nationale Knotenpunkte in 24 Ländern Europas sowie drei assoziierte Knoten in Argentinien, australien und den USA.


Mehr erfahren Sie unter:
http://www.europeanschoolnet.org

Im Angebot der SDC seit 19.03.07 (jcr)

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Themenbereiche:
Jugendschutz, Medienkompetenz




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