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Frauen ans Netz
Quelle: Aktion 'Frauen ans Netz'
Frauen sind im deutschen Netz noch immer in der Minderzahl. Wir wollen, dass das anders wird! Die InitiatorInnen der Aktion haben sich zum Ziel gesetzt; den Frauenanteil im Netz auf mindestens 50 Prozent zu steigern, Frauen den Umgang mit dem Medium Internet leicht verständlich und in angenehmer Atmosphäre zu vermitteln, auch Frauen ohne Zugangsmöglichkeiten zu Technik, oder z.B. Frauen in der Familienphase den Einstieg ins Internet kostengünstig zu ermöglichen, so dass sie dies sinnvoll bei ihrem späteren beruflich Wiedereinstieg oder für ihre zukünftige Weiterbildung einsetzen und anschließend systematisch weiter ausbauen können, Frauen zu zeigen, wieviel Spaß das weltweite Netz macht und wie sie es optimal für Kontakte, Unterhaltung und Information nutzen können, Frauen zu motivieren, sich aktiv an der Mitgestaltung des weltweiten Netzes und der Informationsgesellschaft der Zukunft zu beteiligen.
Derzeit liegt der Frauenanteil bei der Internetnutzung je nach Studie zwischen 30 und 40 Prozent. Die Zuwachszahlen waren in den letzten 2 Jahre beachtlich, weil immer mehr Frauen Spaß an den Medien haben. Aber immer noch zeigt sich das Netz der Netze in vielen Bereichen wenig frauenorientiert. Durch den geringen Anteil von Frauen bei der Entwicklung und Gestaltung technischer Produkte und Dienste orientieren sich Sprache, Produktankündigung und Beschreibung vielfach mehr an den Technikfreaks als an der Normalverbraucherin.
Medienkompetenz: Immer mehr Frauen sind interessiert an der Mitgestaltung des Internets: als Providerinnen, Entwicklerinnen von Internetsuchmaschinen für Frauen, Gründerinnen virtueller Netzwerke etc. Die auf die Frauen ausgerichteten Angebote nehmen daher weiter zu. Diese Entwicklung wird und muss weiter vorangetrieben werden. Denn der heutige Berufsalltag und die Arbeitswelt der Zukunft sind ohne die Informations-und Kommunikationstechnologien gar nicht mehr vorstellbar. Dazu gehört eine umfassende Medienkompetenz, die Nutzung und der Einsatz des Internets als Werkzeug, als Kommunikations- und Recherchemedium.
Zukunft gestalten: Hier tut sich mittlerweile sehr viel: es gibt Frauenstudiengänge, Weiterbildung per Telekonferenz, Sommerhochschulen für Frauen in der Informatik und Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Hochschulen in Deutschland werben mit attraktiven Berufsperspektiven um junge Mädchen und Frauen. Gesucht werden Frauen mit Energie [so einer der Slogans]. Projekte wie das am Kompetenzzentrum angesiedelte Idee_it zielen darauf ab, den Anteil von Mädchen und Frauen in den neuen, zukunftsträchtigen IT-Berufen zu erhöhen. In Untersuchungen zeigen sich zwischen Frauen und Männern unterschiedliche Interessen im Einsatz von Technik und in der Herangehensweise an Technik. Väter, Ehemänner, Lebenspartner oder Söhne, die sich selbst das Internet learning by doing erschlossen haben, sind daher nicht die geeigneten Vermittler für einen Einstieg von Frauen, Partnerinnen oder Müttern in die elektronischen Netze.
Aktion Frauen ans Netz: Die Aktion mit dem bundesweiten Angebot an Internetkursen von Frauen für Frauen ist eine der wichtigsten Aktionen des Kompetenzzentrums, um Frauen bundesweit möglichst schnell und umfassend über das Internet zu informieren. Eine solche gemeinschaftliche Aktion großer Trägerinstitutionen bietet eine hervorragende Chance, Frauen in großer Zahl zu erreichen und mit dem Medium Internet in Kontakt zu bringen. Wichtig dabei und mitentscheidend für den bisherigen Erfolg der Aktion sind folgende Aspekte: Von Frauen betreute, an den Lerninteressen der Frauen orientierte Kurse: die Koedukationsforschung hat nachgewiesen, dass Frauen in gemischten Lerngruppen ihre Bedürfnisse und Interessen nicht artikulieren. Der Lernprozeß und Lernerfolge wird an den inhaltlichen und sozialen Bedürfnissen der männlichen Teilnehmer augerichtet, was zu einer Verschlechterung der Lernchancen von Frauen führt. Homogene Lerngruppen mit Frauen und eine weibliche Kursleitung wirken diesen Tendenzen entgegen. Insbesondere bei technischen Fragen haben Kursleiterinnen darüber hinaus Vorbildfuktion.
Öffentlich zugängliche Räume: Frauen nehmen viel häufiger als Männer Bildungsangebote wahr, um sie neue Fähigkeiten anzueignen oder vorhandene zu erweitern. Sie verfügen jedoch über deutlich weniger frei verfügbare Zeit und wollen diese sinnvoll nutzen. Weiterbildungsträger müssen sich in ihren Angeboten stärker an diesen Ansprüchen orientieren und außerdem zielgruppenspezifische Beratung und Service anbieten. Einfacher und kostenloser Zugang zum Internet: Frauen schätzen an Technik nicht die neueste Raffinesse, sondern die einfache Bedienung und zuverlässige Arbeitsweise. Beides kann das Internet inzwischen bieten. Die wenige technischen Details, die dann noch zu berücksichtigen sind, stellen kein Hindernis dar, wenn sie nicht zu großen Raum bei der Vermittlung einnehmen. Für den ersten risikolosen Kontakt mit dem Medium ist ein kostenfreies Angebot unabdingbar.
Im Angebot der SDC seit 13.09.01 (cha)
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- Kursangebote / -inhalte/Curricula, Kostenloser / preiswerter Internetzugang, Emails und Webhosting, Mediennutzung durch Frauen / Aktivitäten für Frauen