- 54 Prozent der Deutschen nutzen die Internet-Dienste ihrer Stadt
- Informationen, Downloads und Online-Formulare gefragt
- Bereits 4,6 Millionen Steuererklärungen per Internet dieses Jahr
Behördengänge per Internet gewinnen an Bedeutung. Jeder Zweite über 14
Jahren (54 Prozent) hat schon einmal die Homepage der eigenen Stadt- oder
Gemeindeverwaltung genutzt. Häufigster Grund war die Suche nach speziellen
Informationen. Von dieser Möglichkeit machten bereits 44 Prozent der
Deutschen Gebrauch. Der Download von Dokumenten (15 Prozent) und das
Ausfüllen von Online-Formularen (9 Prozent) vervollständigen die Top 3 der
gefragtesten Dienste. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt.
Grundlage ist eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1000 Deutschen,
Mehrfachnennungen waren möglich.
Behördengänge per Internet verbessern
nicht nur den Service für die Bürger, sie verringern auch die Kosten für die
Ämter. Vieles lässt sich inzwischen mit wenigen Mausklicks online
erledigen
, sagte Prof. August-Willhelm Scheer, Präsident des BITKOM.
Über die Homepage ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung gelangen Besucher
beispielsweise auch zu den Internetseiten der lokalen Finanzämter. Dort
werden sie auf die Option hingewiesen, Steuererklärungen online abzugeben.
Genau das haben allein in diesem Jahr bereits 4,55 Millionen Bundesbürger
getan (Stand 31.10.). In 2006 waren es insgesamt 4,61 Millionen ein Wert,
der in 2007 nun voraussichtlich deutlich übertroffen wird. Für die Abgabe
der Steuererklärung per Internet gibt es die kostenlose Software
Elster-Formular. Sie enthält die elektronischen Steuerformulare und die
Funktion zum Versenden. Elster-Formular steht unter
www.elster.de als Download bereit.
Unabhängig von diesem speziellen Angebot gilt: Online-Behördengänge sind
über alle Altersgruppen hinweg weit verbreitet. Während bei den 14- bis
29-Jährigen 69 Prozent schon einmal die Homepage ihrer Stadt- oder
Gemeindeverwaltung genutzt haben, sind es bei den 45- bis 59-Jährigen
immerhin noch 59 Prozent. Eine viel größere Rolle als das Alter spielt die
Bildung. So machen gerade einmal 36 Prozent der Deutschen mit
Hauptschulabschluss von den Online-Diensten ihrer Kommune Gebrauch, bei den
Personen mit Abitur sind es dagegen 68 Prozent. Grundsätzlich lässt sich
zudem beobachten, dass im Westen die Begeisterung für Online-Behördengänge
etwas größer ist als im Osten. In den alten Ländern liegt die Nutzerrate bei
55 Prozent, in den neuen Ländern bei 50 Prozent.