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In diesem Jahr bewarben sich 139 Projekte in sechs verschiedenen Kategorien. Zur Bewertung und Prämierung der Projekte hatte das Ministerium eine elfköpfige Jury eingeladen, deren Mitglieder aus den Bereichen Wirtschaft, Technik und Soziales kamen. Sie beurteilten die Projekte nach ihrem jeweiligen Blickwinkel und legten nach ausführlichen Abwägungen die Gewinner der einzelnen Kategorien fest. Vergeben wurden Preisgelder mit einem Gesamtwert von 35.000 Euro sowie wertvolle Sachpreise. Die Sponsoren wie die Deutsche Telekom, Lenovo und Microsoft Deutschland unterstützten dabei das Komitee. So war es möglich den Drittplatzierten ein Softwarepaket von Microsoft und den Zweitplatzierten je ein Lenovo Notebook zu überreichen. Der jeweilige erste Platz der Kategorien war mit 5000 Euro dotiert.
Die offizielle Verleihung fand in diesem Jahr auf der ZDF-Bühne im Rahmen der Internationalen Funkausstellung in Berlin statt. Die Auszeichnungen übergab der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Peter Hintze.
In der Kategorie Erste Wege zeichnete die Jury das Projekt Schulheft 2.0 aus Hannover mit dem dritten Platz aus – dies ist ein Onlineblog, bei dem Kinder ihre eigenen Geschichten hochladen und Erzählungen von anderen Kinder kommentieren können. Für den zweiten Platz qualifizierte sich Ran an den Computer - Schüler schulen Senioren aus Hannover. In diesem Projekt schlüpfen Schüler in die Rolle der Lehrer und können so ihre IT-Kenntnisse an Senioren weitergeben. Den ersten Platz und somit das Preisgeld hatten sich nach Meinung der Jury die Initiatoren von Kurs über Land - Vom Dorf in die Welt aus Borrentin verdient. Sie unterstützen Menschen bei dem Wunsch, ihre Internetkompetenzen auszubauen, indem sie in der ländlichen Region Internet-Lernangebote unterbreiten.
Computerkurse für Eltern aus Freilassing konnte die Jury in der Kategorie Bildung & Kultur für den ersten Platz überzeugen. Durch die Kurse wird den Kindern die Möglichkeit geboten, ihr Wissen aus dem Informatik-Unterricht an die eigenen Eltern weiter zu geben. Auf Platz zwei und drei landeten E-YES aus Berlin und ‚Senioren-Lernen-Online aus Kronshagen. Das Ziel von E-YES ist es, E-learning Angebote für sehbehinderte Menschen zu bündeln und auf ihre Funktionalität zu testen. Senioren-Lernen-Online hingegen bietet fortgeschrittenen älteren Nutzern des Internet die Möglichkeit, sich über die Grundkompetenzen hinaus online weiter zu bilden.
Für Platz drei in der Kategorie Gesellschaft qualifizierte sich das Projekt der Kleeblattforscher aus Fürth, das Kindern die Möglichkeit bietet aktiv an der Stadtgestaltung teilzunehmen und ihre Meinung zu den örtlichen Spielplätzen öffentlich zu äußern. Der zweite Platz wurde an die Initiative Was macht mein Kind im Internet? der Caritas Ulm verliehen. In den entsprechenden Schulungen lernen Eltern angemessen mit dem Internet umzugehen und können so die Chancen und Gefahren für die eigenen Kinder besser einschätzen. Als Gewinner konnte Peter Hintze MIGRApolis Deutschland aus Bonn auszeichnen. Die Seite ermöglicht auf vielfältige Art den kulturellen Austausch verschiedener Ethnien und Religionen aus Deutschland.
Ebenso vielfältig wie in den anderen Kategorien waren die Platzierten der Gruppe Freizeit, Sport & Reisen. Hier gewann Babelyou aus Leipzig mit dem Konzept, in ganz Europa Sprachtandems über eine Internetplattform miteinander zu verbinden. Zweitplatzierter wurde der Marktplatz Karneval aus Linnich, auf dem Karnevalbegeisterte vereinsübergreifend Informationen erhalten können. Die Community um Dominiks Rennmaus.de aus Bielefeld wiederum bietet ein kindgerechtes Forum, in dem sich junge Menschen angemessen über ihr gemeinsames Hobby - die Rennmäuse austauschen können und erhielt daher Platz drei.
Passend zum Beginn des neuen Schuljahres schaffte es der Schulwegplaner aus Hannover auf Platz eins der Kategorie Gesundheit & Ernährung. Mit Hilfe des Planers wird es Eltern leicht gemacht, einen sicheren Schulweg für die eigenen Kinder zu erstellen und diesen mit anderen Eltern abzustimmen. Platz zwei konnten sich die Gründer von INTERREG LIFE aus Dresden sichern - sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung in den Regionen Polen, Sachsen und Tschechien mit aktuellen und hilfreichen Informationen zu versorgen. Das Softwarepaket und den dritten Platz konnten die Initiatoren des Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Forum aus Mainz entgegen nehmen, da sie nicht nur wichtige Informationen rund um die Erkrankung liefern, sondern auch ein Forum und einen Chat bieten, in dem sich Menschen barrierefrei austauschen können.
Aus den Bewerbern der Kategorie Audio & Video hob sich das Team um 1000MIKES – das Internetradio 2.0 aus Hamburg hervor und belegte daraufhin den ersten Platz. Als besonders beurteilte die Jury hier die Möglichkeit, mit geringster technischer Ausstattung eigene Radioinhalte zu produzieren. Für den visuellen Austausch zwischen dem Senegal und Hannover wiederum erhielt énchange et dialogue aus Hannover den zweiten Platz. Mit dem dritten Platz konnte Radio Transsylvania International aus Tabarz auszeichnen werden. Dieses Projekt liefert mit seinem Internet Radio eine Plattform für Rumänen, Siebenbürger-Sachsen und Deutschen, auf der ein kultureller Austausch mittels Chats und verschiedensprachiger Musik angeboten wird.
Nur schwer entscheiden konnten sich die Juroren in der Kategorie Sonderpreis für die beste Community. So wurden letztlich zwei Sonderpreise verliehen. Zum einen an Let’s go Azubi aus Düsseldorf und zum anderen an Feierabend.de aus Frankfurt am Main. Als Begründung gab die Jury an, beide Projekte gleichermaßen als außergewöhnlich bewertet zu haben. Auszubildende bei dem Wunsch nach einem Auslandspraktikum zu unterstützen, sei ein ebenso wichtiger Baustein der digitalen Integration wie die Gestaltung einer barrierefreien und interessenorientierten Community für Senioren.
Peter Hintze war mit den Ergebnissen des Wettbewerbs sichtlich zufrieden und erklärte warum dieser Preis für ihn so wichtig ist: "Medienkompetenz wird immer selbstverständlicher vorausgesetzt. Dies gilt für die Berufswelt ebenso wie für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Zwar nutzen inzwischen 65% der Deutschen ab 14 Jahre das Internet, aber immer noch sind beispielsweise ältere Menschen und Menschen mit niedrigem Einkommen oder mit geringer Bildung im Internet unterrepräsentiert. Wir müssen daher weitere Anstrengungen unternehmen, um die Internetnutzung voran zu bringen. Ich danke allen, die auf vorbildliche Weise andere Menschen auf ihrem Weg ins Internet unterstützen".
Neben den Sponsoren wird der Wettbewerb auch durch die Stiftung Digitale Chancen, der Initiative D21 e.V., der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) e.V., dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., dem Arbeitskreis Neue Erziehung e.V., dem Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V. unterstützt.