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ZDF informiert auf YouTube-Kanal "Open Reichstag" über Bundestagswahl

Quelle: ZDF

Das ZDF hat auf YouTube den Kanal "Open Reichstag" eröffnet und macht damit die kommende Bundestagswahl am 27. September 2009 aufmerksam. Das Motto: "Eine offene Gesellschaft und ein offenes Parlament". Die Bundestagswahlen finden alle vier Jahre satt, in diesem Jahr sind 62 Millionen wahlberechtigte Bürger aufgerufen, den 17. Bundestag zu wählen. Jeder Bürger kann eine Erststimme und eine Zweitstimme abgeben: Mit der Erststimme wird der Direktkandidat gewählt, mit der Zweitstimme entscheidet, wie viele Sitze eine Partei im Parlament des Bundestags erhält.

Das Projekt "Open Reichstag" wird auf der Startseite von dem beliebten MTV-Moderator Markus Kavka vorgestellt: Die Nutzer sollen an einem politischen Austausch teilnehmen und sich über Parteien und Fragen rund um die Wahl informieren. Da die Bürger auf diese Weise in den Prozess der politischen Meinungsbildung mit einbezogen werden sollen, präsentiert das ZDF die Diskussionsbeiträge auch im Fernsehen. Ab 7. Juni 2009 können die Onliner ihre Videobeiträge bei "Open Reichstag" hochladen! Daneben wird auch eine Kommentarfunktion für die Nutzer angeboten und natürlich werden Videos in Form von Ausschnitten aus Beiträgen des heute-journals oder Berlin direkt gezeigt.

Um den Wahlkampf im Internet besser zu verstehen, zeigen die bei "Open Reichstag" eingestellen Videos auch Experteninterviews: So liefert beispielsweise der bekannte Blogger (www.netzpolitik.org) Markus Beckedahl in dem Video "Wahlkampf im Netz" wichtige Hintergrundinformationen zum Internetauftritt der Parteien und Spitzenpolitiker. Markus Beckedahl sieht den Vorteil, dass Politiker im Internet besser mit ihren Wählern kommunizieren und sie daher besser erreichen können.

Das Video "Wahlkampf-Wunderwaffe Web" stellt unter anderem die politische Satire "Fricke und Solms" vor, die auf YouTube gezeigt wird. In den Hauptrollen sind Dr. Herrmann Otto Solms, Finanzpolitischer Sprecher der FDP und der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundstages, Otto Fricke. Sie präsentieren regelmäßig ihre spaßigen Videos mit ernstem Hintergrund auf dem beliebten Videokanal. Otto Fricke vertritt in einem Interview mit "Berlin direkt" die Auffassung, dass Politik aus Inhalten aber im Wesentlichen auch daraus besteht, sich darzustellen. Dafür werde ein Medium benötigt, so der Politiker.

Nielsen-Online, ein Service des Unternehmens "The Nielsen Company", hat zudem eine aktuelle Untersuchung zur Beteiligung der Internetnutzer an der politischen Meinungsbildung durchgeführt: Von Januar bis April 2009 haben mehr als 7.000 Nutzer im Internet mehr als 80.000 Nachrichten zu politischen Parteien wie SPD, CDU, FDP, die Linke, NPD und Bündnis90/Die Grünen in über 2.000 Blogs oder Foren verfasst. Die wichtigsten Plattformen der Beiträge waren mit mehr als 16.000 Einträgen www.spiegel.de sowie mit 11.000 Meldungen www.politik.de und mit 5.500 Beiträgen www.poltikforen.net .




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.youtube.com/watch?v=MSJ3_NioSKs

Im Angebot der SDC seit 05.06.09 (yze)

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Themenbereiche:
Nachhaltigkeit, Bildungspolitik / Bildungswesen, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein




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