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Das Forschungsunternehmen "phaydon" hat in Kooperation mit den Internetagenturen "Elements of Art (EOA)" und "SynthiCon" eine qualitative Studie zum Thema "Kinder im Internet- vom virtuellen Spielplatz zum Alltagsbegleiter" veröffentlicht. Untersucht wurden die Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Internetfunktionen von Kindern und Jugendlichen. Für die Befragung wurden 40 einzelne Leitfaden-Interviews mit Jungen und Mädchen im Alter zwischen 6 und 16 Jahren sowie mit deren Eltern in Köln und Umgebung durchgeführt. Alle Befragten nutzen das Internet seit mindestens 6 Monaten, 50 Prozent der Jungen und Mädchen gehen mindestens einmal pro Woche ins Netz, 50 Prozent sogar viermal in der Woche.
Eine Frage der Studie untersuchte, wem der Computer oder PC, den die Kinder und Jugendlichen benutzen, eigentlich gehört: 40 Prozent der 6 bis 10-Jährigen gaben die Antwort, dass der PC oder Laptop ein Familieneigentum sei. Bei den 11 bis 16-jährigen besitzen hingegen 55 Prozent bereits einen eigenen Computer oder Laptop mit Internetzugang, der sich auch im Kinderzimmer befindet. Die Studie hat außerdem ergeben, dass der Begriff "Internet" für ganz junge Nutzer zwischen 6 und 7 Jahren kaum zu begreifen ist: So wird das Internet insbesondere mit bunten Spielen assoziiert und der Unterschied zwischen Spiel und realer Welt verschwimmt in der Vorstellung der Nutzer. Hier sind Eltern in der Rolle des sogenannten "Gatekeepers" gefordert, denn sie wählen die Netzinhalte für ihre Kinder aus. Bei den Nutzern der Altersgruppe 8 bis 10 Jahre ist hingegen zu erkennen, dass die Webangebote eine Ergänzung beim Lernen und Begreifen darstellen. So ist beispielsweise Wikipedia bekannt, doch noch immer sind die Nutzer bei Entscheidungen und technischen Anwendungen auf die Hilfe der Eltern angewiesen.
Kinder zwischen 11 und 13 Jahren sind bereits in der Lage, sich im Internet mit Videos zu beschäftigen oder sie suchen manchmal noch mit den Eltern nach Informationen für ihre Hausaufgaben. Dank Freunden oder Geschwistern können sie den PC gut bedienen und auch die Internetanwendungen sind unproblematisch. Die Gruppe der 14 bis 16-Jährigen ist sich hingegen bereits darüber im Klaren, dass das Internet eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten wie beispielsweise Chatten, Kommunizieren in Sozialen Netzwerken oder Einkaufen bietet. Durch diese Selbständigkeit ist es den Eltern jedoch nicht mehr möglich, einen Überblick über die Gewohnheiten der Internetnutzung ihrer Kinder zu erhalten.
Außerdem wurde in der Studie die Frage gestellt, aus welchen Gründen die jungen Nutzer ins Internet gingen. Zu den häufigsten Antworten gehört das Argument der Langeweile; 70 Prozent der 11 bis 13-Jährigen und 70 Prozent der 14 bis 16 -Jährigen gehen ins Netz, wenn sie nichts zu tun haben. Zum Vergleich: Bei den 8 bis 10-jährigen sind es 50 Prozent und bei den 6 bis 7-Jährigen immerhin 40 Prozent. Ein weiterer Grund für die Internetnutzung ist die Schule, 90 Prozent der 14 bis 16-jährigen Teenager suchen im Internet nach Informationen für den Unterricht, dies bevorzugen auch 80 Prozent der 11 bis 13-jährigen Nutzer, 90 Prozent in der Altersgruppe der 8 bis 10-jährigen Nutzer und sogar 30 Prozent der 6 bis 7-jährigen Kinder.
Auch die Verhaltensmuster der Kinder und Jugendlichen im Netz wurden intensiv erforscht. So kann festgestellt werden, dass die 6 bis 7-Jährigen noch sehr offen für viele neue Eindrücke sind und verspielt mit den Internetangeboten umgehen. Mit der Aufforderung "Registrieren" können sie nichts anfangen und nicht umgehen und außerdem bestehen Schwierigkeiten bei der Nutzung der Tastatur. Die 8 bis 10-jährigen Nutzer mögen bunte Ansichten und Spiele oder Videos zum Nachdenken, dennoch ist ihnen nicht bewusst, welche Angaben sie wirklich im Netz machen sollten und welche freiwillig sind. So ist für sie auch nicht verständlich, wofür die Sicherheitscodes benötigt werden.
Die Gruppe der 11 bis 13-jährigen Jugendlichen ist grundsätzlich lernbereit und bevorzugt eine klare Oberflächenansicht der Webseiten. Bei der Angabe von Daten sind die meisten Befragten jedoch zurückhaltend und auch die vielen Eingabefelder wirken, beispielsweise beim Registrieren, unübersichtlich und überfordern schnell. Die 14 bis 16-jährigen Heranwachsenden können sich zwar auf einer Webseite registrieren, doch der Unterschied der Begriffe "Anmelden" und "Registrieren" ist oft nicht klar. Jugendliche nutzen jedoch gerne das Internet, um ihre persönliche Wirkung zu testen und sich darzustellen. Die vollständige Studie "Kinder im Internet- vom virtuellen Spielplatz zum Alltagsbegleiter" ist bei "Elements of Art (EOA)" erhältlich.