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Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie veröffentlicht "12. Faktenbericht 2009"

Yvonne Zerbe
Quelle: TNS Infratest

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) hat die Sekundärstudie "12. Faktenbericht 2009", die von dem Informationsservice "Business Intelligence" des Marktforschungsunternehmens TNS Infratest durchgeführt wurde, veröffentlicht. Der Bericht stellt Ergebnisse über den aktuellen Zustand des Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT) Standortes Deutschland vor: Durch die Verbreitung des Breitbandausbaus und den Ausbau des Forschungssektors ist Deutschland im internationalen Vergleich weitgehend wettbewerbsfähig: So lagen die Pro-Kopf-Ausgaben 2008 in Deutschland für Informationstechnik, Software oder Dienstleistungen bei 1.612 Euro, der europäische Durchschnitt lag bei 1.457 Euro.

Zudem finden sich in der deutschen Informations- und Kommunikationsbranche viele kleine und mittelständische Unternehmen, 2008 waren 94 Prozent aller Unternehmen in Deutschland in den Segmenten Software oder IT-Service vertreten. Problematisch ist jedoch, dass die positiven Standortfaktoren durch den Fachkräftemangel in der Branche beeinträchtigt werden. 48 Prozent der von TNS befragten Experten aus der IKT-Branche seien laut Faktenbericht der Auffassung, dass dieser Trend starke negative Auswirkungen auf den Standort Deutschland haben könne.

Die Informationsgesellschaft konnte sich dank des Internets schnell entwickeln, 2008 war bereits 1/5 der Weltbevölkerung im Netz unterwegs. Daher ist der Breitbandausbau ein wichtiges Kriterium zur Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien und zum Transport von großen Datenmengen. Zu diesem Zweck hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) eine Breitbandstrategie entwickelt: Bis 2010 sollen noch nicht ausgestatte Gebiete in Deutschland mit Breitbandanschlüssen versorgt werden, etwa 600 Gemeinden mit 730.000 Haushalten müssen aktuell noch ausgestattet werden. Weltweit gab es laut Faktenbericht im Jahre 2008 etwa 60 Millionen Breitbandanschlüsse, für 2012 werden 876 Millionen Anschlüsse geplant. Europaweit liegt Deutschland mit seiner Breitbanddurchdringung in deutschen Haushalten auf dem 10. Platz, im Jahre 2008 verwendeten 65 Prozent der Haushalte Breitband, um im Internet zu surfen.

Bei der Verbreitung der Mobilfunkanschlüsse ist im 4. Quartal 2008 weltweit ein Zuwachsrückgang zu verzeichnen, dennoch wird laut Forschungsbericht für 2009 mit 3,9 Milliarden Mobilfunkanschlüssen weltweit gerechnet. Auf europäischer Ebene waren in den Jahren 2007 und 2008 in Westeuropa 52 Prozent der europäischen Mobilfunkanschlüsse verzeichnet und 48 Prozent lagen in Zentral- und Osteuropa. Deutschlandweit gab es 107 Millionen Mobilfunkanschlüsse, das waren 10 Prozent mehr als im Jahr davor. Zudem nutzten 2008 laut Forschungsbericht 91 Prozent der Männer und 87 Prozent der Frauen zwischen 14 und 64 Jahren ein Handy.

Interessant ist auch der Aspekt der Computerdichte weltweit: Ende 2008 waren 1,2 Milliarden PCs und mobile Rechner privat oder beruflich im Einsatz. Im weltweiten Ländervergleich steht Deutschland im Jahre 2008 bezüglich der Computerdichte an vierter Stelle: Ganz vorne liegen die USA mit 264 Millionen Rechnern, gefolgt von China mit 98,7 Millionen Rechnern, Japan mit 86 Millionen Rechnern und Deutschland mit knapp 62 Millionen Rechnern. Bei der Betrachtung der Durchdringung der Bevölkerung mit Computern liegt Deutschland im internationalen Länderranking auf dem 5. Platz: Im Jahre 2008 kamen in den USA auf 100 Einwohner knapp 87 PCs, in Kanada waren es 83 Computer je 100 Einwohner, in Australien knapp 80 PCs, in Großbritannien 77 Computer und in Deutschland kamen auf je 100 Einwohner knapp 76 Computer.

In Anlehnung an die Verbreitung von Computern hat sich auch das Internet rasant ausgedehnt: Im Jahre 2008 nutzten weltweit 1,17 Milliarden Menschen das World Wide Web. Die meisten Onliner, insgesamt 42 Prozent, wurden in der Region Asien/Pazifik verzeichnet. Es folgt Europa mit 26 Prozent, das sind 304 Millionen Menschen. Dennoch erklärt die Studie, dass die Digitale Spaltung weltweit bestehen bliebe: Es wird vermutet, dass in Afrika im Jahre 2013 nur etwa 85 Millionen Menschen einen Internetzugang haben werden. In Europa hatten hingegen im Jahre 2008 bereits 60 Prozent aller Privathaushalte der 27 Länder der Europäischen Union einen Zugang ins Netz. Der vollständige "12. Faktenbericht 2009" sowie der aktuelle "5. ePerformance Report 2009 - IKT-Standort Deutschland im europäischen Vergleich" können bei dem Marktforschungsunternehmen TNS Infratest angefordert werden.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.tns-infratest.com/marketing_tools/Monitoring_IK_Wirtschaft. asp

Im Angebot der SDC seit 17.06.09 (yze)

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