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Zusammen mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) zeigt die Bundesdruckerei GmbH auf der KOMCOM Ost , wie die Beantragung von Personaldokumenten in Behörden vereinfacht und beschleunigt werden kann - und welche Möglichkeiten den Bürgern dank elektronischer Ausweise zukünftig zur Verfügung stehen. Die IT-Fachmesse für den Öffentlichen Sektor findet bereits zum fünften Mal in Leipzig statt, dieses Jahr vom 15. bis 16. September 2009.
Auf dem Messestand der Bundesdruckerei erfahren die Besucher unter anderem, wie die Datenerfassung beim elektronischen Antragsverfahren von Reisepässen und Führerscheinen funktioniert. DIGANT® FS beispielsweise ist eine Software, die Passbild und Unterschrift des Antragstellers eines EU-Kartenführerscheins digital erfasst. Die Antragsdaten werden anschließend per Mausklick an die Bundesdruckerei übermittelt, wodurch der zeit- und kostenaufwendige Postweg entfällt. Ähnlich funktioniert es beim elektronischen Reisepass, hier kommen allerdings noch die biometrischen Daten dazu. So wird der Fingerabdruck mit Hilfe eines Scanners aufgenommen und als verschlüsselte Datei via Internet verschickt. Über ein Onlineportal kann die Antragsstelle den Fertigungsprozess verfolgen und den Liefertermin abfragen. "Wir wollen die Wartezeiten der Bürger verkürzen und die Prozesse für Meldebehörden weiter optimieren", fasst Thomas Löer, Senior Vice President Marketing & Support bei der Bundesdruckerei, das Ziel des Unternehmens zusammen.
Ist der elektronische Reisepass - kurz ePass - erstellt, haben die Bürger bei Abholung das Recht, die im Dokument gespeicherten Daten zu sehen und auf Richtigkeit zu prüfen. Diesen Prozess können die Besucher beim Messeauftritt des Bundesministeriums des Innern (BMI) am VISOTEC® ePass-Leser verfolgen - direkt neben dem Stand der Bundesdruckerei.
Hier ist auch ein Blick in die nahe Zukunft möglich, denn das BMI zeigt, wie man sich mit dem kommenden elektronischen Personalausweis im Internet eindeutig identifizieren kann. So machen es die "eID-Anwendungen" des neuen Dokumentes zum Beispiel möglich, den EU-Führerschein online zu beantragen, beim Kauf von Filmen und Computerspielen das Alter präzise abzufragen und Verträge übers Netz rechtskräftig zu unterzeichnen. Das Internet hat nicht nur bei Unternehmen und öffentlichen Institutionen, sondern auch bei der Mehrzahl aller privaten Haushalte Einzug gehalten - deswegen ist es ein logischer und notwendiger Schritt, mit dem elektronischen Personalsausweis auch virtuell für den Schutz der eigenen Identität zu sorgen.
Mit digitalen Antragsverfahren und virtuellen Authentifizierungsmöglichkeiten sind auch die Anforderungen an den Schutz der übermittelten Daten gestiegen. Daher werden Trustcenter-Leistungen, wie sie die Bundesdruckerei-Tochter D-TRUST auf der Messe zeigt, immer wichtiger. Ein großer Bestandteil sicherer Kommunikation sind beispielsweise Signaturkarten, mit denen E-Mails verschlüsselt werden können. Mit einem "Online-Registrierungsarbeitsplatz" (onlineRA) bietet die D-TRUST hier eine Komplettlösung inklusive aller Hard- und Softwarekomponenten, mit deren Hilfe Signaturkarten mobil und schnell direkt vor Ort ausgestellt werden können.
Das Bundesministerium des Innern (BMI) und die Bundesdruckerei beteiligen sich neben ihren Messeständen bei der KOMCOM Ost auch mit Vorträgen zum Thema "Der elektronische Personalausweis: Was erwartet uns?". Das BMI informiert dazu am 16. September 2009 von 12:00 bis 12:45 Uhr in Raum 8. Der Bundesdruckerei-Vortrag wird am gleichen Tag von 13:00 bis 13:45 Uhr in Raum 1 stattfinden.