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Australien möchte ab 2010 die Internetsicherheit von Familien verbessern

Quelle: Minister for Broadband, Communications and the Digital Economy (Australien)

Die Australische Regierung hat am 15. Dezember 2009 Details ihres Vorhabens, die Internetsicherheit für australische Familien zu fördern, veröffentlicht. Für beratende, pädagogische und sensibilisierende Maßnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit wurden insgesamt 17 Millionen australische Dollar von der Regierung bereitgestellt, die neuen Maßnahmen ab dem Jahre 2010 sind: Die Einführung eines verbindlichen Filters für Internet Service Provider (ISP), der "Refused Classification (RC)" Inhalte filtert und dadurch das Risiko der Sicherheitsgefährdung vermindert. Diese Inhalte von Filmen oder Videospielen wurden von den staatlichen Behörden Australiens zensiert und als illegal eingestuft, da sie nicht dem nationalen "Classification Code" entsprechen. Das können Inhalte wie sexueller Missbrauch an Kindern, sexuelle Gewalt oder Drogenkonsum sein.

Zudem soll ein Subventionsprogramm eingeführt werden, um die Einführung eines verbindlichen Filters durch Service Provider zu unterstützen, der zusätzliche Inhalte blockt, wenn ein Haushalt es möchte. Dies gibt Eltern die Möglichkeit, das Material, welches sie filtern möchten, zu spezifizieren. Dazu gehören beispielsweise Webseiten, auf denen um Geld gespielt wird oder Inhalte, die erst ab 18 Jahren freigeschaltet sind.

Ein weiteres Ziel ist es, das Beratungsprogramm zur Cybersicherheit der "Australian Communications and Media Authority"(ACMA) und der "Online Notrufstelle zur Cybersicherheit" auszudehnen, um die Wahrnehmung von Onlinesicherheit zu verbessern. Die Regierung möchte darüber hinaus neue transparente Maßnahmen einführen, um sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit absolutes Vertrauen darin haben kann, welches Material auf der "Refused Classification" - Liste steht.

Der Minister für Breitband, Kommunikation und digitale Wirtschaft, Senator Stephen Conroy, erlies öffentlich den sogenannten "Enex Test Laboratory Report" des Enex Testlab (Testlabor) in den Pilotversuch des ISP-Filters: Im Rahmen des "Internet Service Provider Filtering Live" - Tests des Labors wurde gezeigt, dass Internet Service Provider in der Lage sind, effektiv eine Liste von Internetadressen (URLs), wie beispielsweise die so genannte "ACMA blacklist" (etwa 1000 URLs) sowie eine große Auswahl von RC -Material mit einem hohen Grad an Genauigkeit filtern können. An diesem Pilotversuch nahmen eine Reihe von Interenet Service Providern teil, darunter die vier größten in Australien: Telstra, Optus, iiNet und Primus.

Die australische Regierung möchte, dass Vertrauen darin besteht, dass die Inhalte der "Refused Classification" - Liste gut klassifiziert wurden. Daher soll die "Refused Classification" - Liste auf Basis der ACMA erstellt werden, die ACMA wird die URLs der bekannten Webseiten, die Material von sexuellem Kindesmissbrauch enthalten, angesehenen internationalen Agenturen zur Verfügung stellen, um deren Listen zu vervollständigen. Die Regierung will auf diese Weise die Transparenz im Hinblick darauf verbessern, welches Material auf der "Refused Classification" - Liste erscheint.

In 2010 werden daher gesetzgebende Änderungen in Kraft treten, die von allen Internet Service Providern in Australien verlangen, ISP-Filter zu nutzen, um die Liste der "Refused Classification"- Materialien, die von der ACMA gepflegt wird, zu blocken. Die Regierung wird mit den Internet Service Providern reden, um Details zur Durchführung des "ISP-level filtering" zu besprechen. Die Regierung wird zudem gesetzgebende Änderungen im Rahmen des Broadcasting Services Acts, der die Vergabe von Rundfunklizenzen regelt, einleiten, um von allen Internet Service Providern zu verlangen, "Refused Classification" - Materialien, die auf Servern außerhalb des Landes gespeichert sind, zu sperren.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.minister.dbcde.gov.au/

Im Angebot der SDC seit 17.12.09 (yze)

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Themenbereiche:
Filterverfahren, Technologiepläne (Entwicklung und Umsetzung), Kosten des Zugangs, Mediennutzung allgemein




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