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Die Zukunft des IKT-Standortes Deutschland: Zielvereinbarungen für eine vernetzte digitale Zukunft festgelegt

Quelle: TNS Infratest, Europäische Kommission, BMWI

Im Rahmen des Vierten Nationalen IT-Gipfels, der am 8. Dezember 2009 in Stuttgart stattfand und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgerichtet wurde, wurde auf der Grundlage der Studie "Monitoring-Report Deutschland Digital - Der IKT-Standort im internationalen Vergleich" die Zukunft Deutschlands als IT-Standort diskutiert. In der Stuttgarter Erklärung wurden Zielvereinbarungen für eine vernetzte digitale Zukunft festgelegt. Der Monitoring-Report war im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie von TNS Infratest erarbeitet worden, er beschäftigt sich mit der Wettbewerbsfähigkeit der IKT-Nationen: Deutschland lag 2008 gemeinsam mit Norwegen auf Platz sieben der 15 weltweit führenden IKT-Nationen Europas, Asiens und den USA. Im Bereich der Infrastruktur liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz acht der 15 besten IKT-Nationen und im in der Marktentwicklung liegt Deutschland gemeinsam mit den Niederlanden sogar auf Platz fünf.

Die TNS Infratest-Studie regt an, konkrete Zielvorstellungen zu vereinbaren, um den IKT-Standort Deutschland international auf einen Spitzenplatz zu bringen und diesen nachhaltig zu festigen. Die Stuttgarter Erklärung benennt IKT-Initiativen, die eine zügige Umsetzung des Aktionsprogramms "Informationsgesellschaft Deutschland 2010" unterstützen und das Wachstum sowie die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland in Branchen wie Software, IT-Dienstleistungen, Verwaltung oder Gesundheit stärken sollen: Eine der wichtigsten Zukunftsinitiativen der Bundesregierung ist die Umsetzung der Breitbandstrategie mit dem Ziel, bis zum Jahre 2010 eine flächendeckende Breitbandversorgung zu erreichen. Zudem sollten bis 2014 insgesamt 75 Prozent der bundesdeutschen Haushalte Breitbandanschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde nutzen können. Angeboten werden verschiedene Möglichkeiten des Internetzugangs, wie beispielsweise mit DSL, TV-Kabel oder über das Funknetz WLAN. Die Maßnahmen der Bundesregierung, um den Breitbandausbau weiter voran zu bringen, sind unter anderem die Nutzung der frei werdenden Frequenzbereiche, die sich aus der Digitalisierung des Rundfunks (die sogenannte Digitale Dividende) ergeben hat, sowie die Schaffung eines Regulierungsrahmens, der Investitionen fördert.

Die Europäische Kommission hat aktuell eine Studie zur Internetnutzung in den 27 Ländern der Europäischen Union veröffentlicht: Demnach hatten im Jahre 2009 innerhalb der EU insgesamt 56 Prozent der Haushalte einen Breitbandanschluss. In Deutschland verfügten im Jahre 2009 laut der EU-Studie insgesamt 65 Prozent aller Haushalte über einen Breitbandanschluss und 79 Prozent aller Haushalte über einen Internetanschluss. Im Durchschnitt nutzten in der EU 58 Prozent der 16 bis 74-Jährigen das Internet täglich oder fast täglich. Hier liegt Deutschland sogar über dem Durchschnitt, denn bei uns surfen immerhin 55 Prozent der Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren im Netz.

In der Stuttgarter Erklärung wird betont, dass insbesondere eine Verbesserung des Daten- und Verbraucherschutzes für Bürger und Wirtschaft wichtig für die Zukunft seien. Im Zentrum des Interesses stehe daher die Stabilisierung des Vertrauens in das Internet. Neben der Bekämpfung des Datenmissbrauchs oder der Angriff von Viren kann dies laut Stuttgarter Erklärung geschehen, indem Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Nutzern helfen, eigenständig über die Preisgabe ihrer persönlichen Daten zu entscheiden. Ein weiter Aspekt im Hinblick auf die Förderung der Selbstbestimmung von Bürgern, ist die fortschreitende Modernisierung der Verwaltung im IKT-Bereich (E-Government), denn dies unterstützt die Nähe zu Bürgern und verbessert die Serviceleistungen. Projekte in diesem Bereich sind die De-Mail sowie der elektronische Personalausweis, der ab 1. November 2010 eingeführt werden soll.

Die Stuttgarter Erklärung sieht zudem eine wichtige Perspektive des IKT-Standorts Deutschland im Ausbau des "Internets der Zukunft", speziell in den Bereichen Service Robotik, Maschinen- und Automobilbau sowie Logistik oder der Verbreitung von Heimnetzwerken. Im August 2009 veröffentlichte TNS Infratest eine Studie zum Thema "vernetztes Zuhause" wonach bereits ein Drittel der 14- bis 64-Jährigen in Deutschland Interesse daran hat, einen "Home Server" einzurichten, der die Vernetzung von Fernseher, Audiogeräten und Computern im Haushalt übernimmt. Doch auch die Entwicklung des "Internets der Dienste" schreitet laut der Stuttgarter Erklärung zügig voran. Darunter wird die Erschließung neuer webbasierter Geschäftsfelder für Dienstleistungen verstanden, unter anderem die Bereitstellung von Software über das Internet, aber auch die Anmeldung beim Arzt oder Serviceleistungen von Unternehmen.

Die Stuttgarter Erklärung steht im Zusammenhang mit der nationalen Umsetzung der auf europäischer Ebene in der Strategie "i2010" festgelegten Ziele für eine innovative und inklusive europäische Informationsgesellschaft. Die Strategie führt die Initiativen und Projekte der Europäischen Union zusammen, um die Entwicklung und die Nutzung der digitalen Technologien im täglichen Arbeits- und Privatleben zu fördern. Die Kernziele sind unter anderem, einen Europäischen Informationsraum zu schaffen, in die Forschung der IKT-Technologien zu investieren und die Inklusion voran zu bringen. So sieht die "i2010" Strategie auch vor, dass mehr in die Innovationen und Forschungen auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien investiert werden sollte. Die Vision dahinter: Europa soll an vorderster Front im Rennen um eine globale Internetwirtschaft stehen.




Mehr erfahren Sie unter:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=32278 6.html

Im Angebot der SDC seit 17.12.09 (yze)

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Themenbereiche:
Wirtschaftspolitik, Nachhaltigkeit, Internationale Aspekte, Informationsfreiheit, Technologiepläne (Entwicklung und Umsetzung), Kosten des Zugangs, Infrastruktur, Neue Technologien, Technische Unterstützung, Mediennutzung allgemein, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Kooperation




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